GPS Tracker im Test: Geo Tracker

Bekanntlich hat Google die App MeineTracks Ende April 2016 eingestellt und seitdem bin ich auf der Suche nach einem würdigen Nachfolger. Und gerade im Android-Umfeld tummeln sich jede Menge App´s, die sich – mal mehr, mal weniger, als perfekte GPS Tracker-Software oder gar als Personal Trainer empfehlen.  Und durch Google MeineTracks ist die Messlatte ja schon ordentlich positioniert worden.

In diesem ersten Testartikel habe ich die Android-App Geo Tracker etwas genauer unter die Lupe genommen.

Geo Tracker - Teaser

Die App Geo Tracker

Die vollständige Bezeichnung der App Geo Tracker lautet eigentlich GeoTracker – GPS tracker (wollte aber einer ganz auf Nummer sicher gehen Smiley). Aber offenbar hat der Entwickler, Ilya Bogdanvich, einiges richtig gemacht: eine Bewertung von 4,5 im Google Play Store bei (aktuell, sprich: 09.05.2016) 13.200 abgegebenen Bewertungen sind Anzeichen für eine gute Anwendung, die nicht grundsätzlich etwas falsch gemacht hat. Und das letzte Update der Software (laut Play Store am 29.04.2016 hochgeladen) zeigt, dass die App noch weiterentwickelt wird.

Auf meinem Testgerät, dem Huawei Mate S, ist die App ca. 22,3 MB groß (zum Vergleich: Google Meine Tracks langte da mit 32 MB schon etwas mehr zu).

Hier der ► Link auf die App im Google Play Store: dort könnt Ihr die allgemeine Beschreibung durchlesen (der Text ist aber – vermutlich – durch den Google-Übersetzer gelaufen). Apropos Übersetzer:  die Website des Entwicklers ist in russisch gehalten, was zumindest meinen Lesefluss etwas eingeschränkt hat (aber – Hand auf´s Herz: wenn die App funktioniert, muss man auch nicht auf der Website des Entwicklers rumstöbern). Wer trotzdem einen Blick riskieren will: auch hier der entsprechende ► Link.

Die theoretischen Angaben passen also….

Die Oberfläche

Nach der (übrigens problemlos erfolgenden) Installation aus dem Google Play Store erwartet den Anwender eine klare, aufgeräumte Oberfläche, die kaum Fragen offen lässt.

Ist noch kein Track aufgezeichnet, werden innerhalb der Karte lediglich die Grundfunktionen angezeigt:

  • Zoom (Plus und Minus)
  • Ein Fadenkreuz zum zentrieren der Ansicht.
  • Ein roter Kreis mit weißem Kreis (Recordersymbol).

Fertig.

Wird die Aufzeichnung gestartet, kommt noch ein Stop-Button dazu (grauer Kreis mit weißem Rechteck). Ferner wechselt der Kreis in den Doppelstrich für Pause.

Gleichzeitig wird (wenn auch sehr klein) am unteren Rand der Karte der GPS Status und die Geschwindigkeit anzeigt.

Links oben ein Hamburger Menü, über das man Zugriff auf die gespeicherten GPS Tracks erhält (hier My trips genannt; Abbildung links).  Über Add new, empty map kann man eine neue, leere Karte anlegen (habe ich schon erwähnt, dass die Oberfläche in Endlich gehalten ist?). Die Neuanlage einer Karte ist aber auch über die Icons am oberen Rand der Karte möglich (siehe Abbildung Mitte; Beschreibung folgt im Anschluss). Zum Schluss kann man eine bereits gespeicherte Karte im Hamburger Menü auch markieren. In diesem Fall wird der Listeneintrag farblich markiert und es werden weitere Icons angezeigt (siehe Abbildung rechts; Beschreibung folgt im Anschluss).

Geo Tracker - Screenshot 1Geo Tracker - Screenshot 2Geo Tracker - Screenshot 3

Wenn man auf einen gespeicherten Listeneintrag eines GPS Tracks markiert, wird dieser blau eingefärbt:

Geo Tracker - Screenshot 3

Und zusätzlich werden sechs weitere Symbole für Funktionsaufrufe eingeblendet:

  • Weltkarte (= lädt den GPS Track in die Kartenansicht)
  • Öffnen von externen GPS Tracks (quasi der Datei-Öffnen-Dialog).
  • Teilen – muss man nicht weiter erklären.
  • Stift – bearbeiten der GPS Track-Beschreibung.
  • Mülltonne – löschen
  • Aufzeichnen – setzt die Aufzeichnung des Tracks fort.

Die Einbindung der einzelnen Funktionen in diesem Menü habe ich zwar nicht ganz verstanden (z.B. das öffnen von externen Tracks), einige Aufrufe sollte man auch mit Vorsicht genießen (insbesondere die Aufzeichnen, weil es direkt losgeht). Aber im Großen und Ganzen kommt man damit zurecht.

Die Icons oberhalb der Karte haben folgende Bedeutung (von links nach rechts):

Geo Tracker - Screenshot 4

Das Hamburger Menü öffnet eine Liste der bereits gespeicherten Karten. Ferner kann man über diesen Weg Daten gezielt öffnen bzw. in die App importieren (dazu später mehr). Es folgt die Bezeichnung des Tracks und ein Auge.

Das Icon mit dem Auge öffnet den Dialog Trip view options:

Geo Tracker - Screenshot 5

Hier kann man festlegen, ob der Track angezeigt wird, ob der Track entsprechend der Geschwindigkeit eingefärbt werden soll (= habe ich noch nicht getestet) und ob Wegepunkte dargestellt werden sollen.

Diese Optionen habe ich bei den ersten Tests alle auf „Standard“ belassen.

Das Pin-Icon mit dem Plus steht für das Setzen einer Wegemarke (wird weiter unten beschrieben).

Das Besen-Icon leer die Karte (Obacht: es erfolgt hierbei – zumindest bei meinen Tests – keine Sicherheitsabfrage und weg ist bekanntlich weg).

Und zu guter Letzt ist noch ein Schaschlik-Menü in der oberen Leiste enthalten (drei Punkte übereinander).  Und dort öffnen sich dann die

Einstellungen / Settings

Das Menü ist ein hierarchisch aufgebaut.  Auf er ersten Ebene Finden sich Recorder settings, Display settings und Storage settings.

Geo Tracker - Screenshot 6Geo Tracker - Screenshot 7Geo Tracker - Screenshot 8

Geo Tracker - Screenshot 9Geo Tracker - Screenshot 10Geo Tracker - Screenshot 11

Aber ich muss zugeben, dass ich in den Einstellungen bei den ersten Touren alles auf Standard belassen haben.

Während der Aufzeichnung

Während der Aufzeichnung sind die Bedienelemente angenehm reduziert.

Im Kopf kann man zwischen der Karten (Map) Darstellung und den Statistiken wechseln. Auf der Karte sind die Zoom-Symbole, ein Aufruf zum Zentrieren der Kartenansicht auf die eigene Position und der Recorder-Button sichtbar.

Geo Tracker - Screenshot 12Geo Tracker - Screenshot 13Geo Tracker - Screenshot 14

In den Statistiken wird noch eine schöne Grafik des Höhenverlaufs enthalten, ansonsten halt die üblichen Informationen:

Datum, Uhrzeit, zurückgelegte Strecke, Geschwindigkeit, Dauer der Aufzeichnung, Höchstgeschwindigkeit, Höhenmeter, usw.

Optional kann man innerhalb von GPS Tracker auch die Kartendarstellung wechseln. Zur Auswahl stehen Karte, Terrain und Satellit.

Pin / Marker auf Karte setzen

Neben dem Starten, Stoppen oder Pausieren der Aufzeichnung kann man auch Pins (Marker) auf der GPS Aufzeichnung setzen. Dazu einfach auf das Pin-Symbol touchen:

Es öffnet sich der Dialog New marker. Einfach ausfüllen (die Description wird automatisch mit der aktuellen Position vorbelegt, kann aber überschrieben werden).

Mit ADD wird das ganze gespeichert. In der Karte wird die Notiz dann mit einem blauen Punkt markiert dargestellt. Wählt man diesen Punkt aus, wird die Ansicht rechts (Point on map) angezeigt:

Geo Tracker - Screenshot 15Geo Tracker - Screenshot 16Geo Tracker - Screenshot 17

Speichern und Exportieren der Daten

Auf dem Smartphone wird beim Beenden automatisch gespeichert. GPS Tracker kann die Tracks dann auch auf der SD Karte speichern. Die Datei kann dann via Mail versendet oder auch direkt in Google Drive gespeichert werden.

Geo Tracker - Screenshot 18Geo Tracker - Screenshot 19Geo Tracker - Screenshot 20

Der Export erfolgt wahlweise in den Formaten KML, KMZ oder GPX heruntergeladen bzw. exportiert/geteilt werden.

Testkarte

Hier eine der GPS Aufzeichnungen, die ich mit GPS Tracker erstellt habe. Bei einigen anderen Touren hatte ich Aussetzer im GPS-Signal, was aber eher am Huawei Mate S liegt, das hier wohl deutliche Schwachpunkte aufweist. Und ohne GPS-Signal tun sich die meisten GPS Tracker schwer.

Man sieht: die App kann (wenn das Satellitensignal nicht unterbrochen wird) gute Aufzeichnungen liefern.

Fazit

Eine gute App zum Aufzeichnen von GPS Tracks, die sich bisher auch mit dem Stromverbrauch zurückgehalten hat. Die Oberfläche ist – bis  auf ein paar Kleinigkeiten – gut gestaltet und auch das Handling der Karten gefällt.

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