Totgeglaubte leben länger: Warum Vine nun doch nicht weg ist

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Es ist noch gar nicht so lange her, da habe ich hier im Blog schon die Trauerrede für Vine veröffentlicht. Es fehlte – in Anlehnung an William Shakespeare: Julius Cäsar – eigentlich nur noch der Ausruf:

Begraben will ich Vine, nicht es preisen.

Aber wie heißt es so schön: Totgeglaubte leben länger. Smiley

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So scheint es auch bei Vine zu sein. Zwar wird die App in Ihrer jetzigen Form – wie geplant . eingestellt. Und auch bei dem Web-Portal wird es so sein, dass man von dort nur noch die schon vorhandenen Videos herunterladen kann. Also quasi eine Art Archiv seiner Vines hat. Aber – und jetzt kommt´s – die App wird Anfang Januar von Twitter in einer modifizierten Variante ausgerollt!

Die App soll als Vine Camera weiterhin zur Aufnahme von Kurzvideos (bis zu sechs Sekunden) dienen. Diese können dann (wie jetzt auch schon) lokal auf dem Smartphone gespeichert werden. Oder aber via Twitter veröffentlicht. Es fällt also – unterm Strich – nur die separate Web-Plattform weg.

Auch innerhalb der aktuellen Vine-App tut sich was. So wird angeboten, dass man den Personen, denen man aktuell auf Vine folgt, auch auf Twitter folgen sollte. Ferner wird auf der Startseite weiterhin auf den bevorstehenden Wechsel hingewiesen.

Siehe die nachfolgenden Screenshots:

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Fazit

Finde ich eigentlich nicht schlecht: zum einen hat Vine durch die extrem kurze Zeitspanne von sechs Sekunden für ein Video in der Vergangenheit schon für eine hohe Innovation und vor allen Dingen Kreativität gesorgt. Zum anderen hat sich die Plattform Vine nie wirklich durchsetzen können.

Kurzum: aus meiner Sicht eine echte Win-Win-Situation. Wir behalten ein tolles Werkzeug (die Vine App), können weiterhin den bewährten Kanal Twitter für die Veröffentlichung nutzen – und Twitter spart sich weitestgehend die Kosten für die Pflege und Wartung der Vine-Website (okay – den Status quo muss man wohl noch eine Zeitlang vorhalten, dann würde ich aber sagen, dass man die Seite vom Netz nehmen kann).

Weiterführende Links

Hier der ► Link auf die Ankündigung der Vine-Macher.

Und ► hier auf den entsprechenden Tweet bei Twitter.

Was ist eigentlich dieses Vine?

Vine ist ein Kurzvideodienst, der aus einer App und einem Videoportal besteht. Mit Hilfe der App kann der User kurze Videoclips (Vines) erstellen, die eine maximale Länge von sechs Sekunden haben konnten und dann geteilt werden konnten. Twitter hat diesen Dienst 2012 aufgekauft – allerdings ist seitdem auch keine Weiterentwicklung feststellbar gewesen. Kann man auch ► hier bei Wikipedia nachlesen.

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