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Immer, wenn eine der großen Internetfirmen ankündigt, einen Dienst einzustellen, geht ein Raunen und Wehklagen durch die Community. So war es beim Google Reader („Wie soll ich denn jetzt meine RSS Feeds lesen?„) und so ist es jetzt auch wieder bei Twitter mit Vine. Okay – vielleicht ein bisschen weniger, weil viele Vine nicht kennen.

VineAbschiedTeaser

Aber von vorn …

Die Meldung vom 27. Oktober 2016, dass die Mobile App nicht mehr unterstützt wird, kam von Vine selbst (► Link).

Allerdings wurden in dieser Ankündigung keine Gründe genannt. Nur, das in den nächsten Monaten die App keine Videos mehr hochladen wird, die existierenden Vines weiter verfügbar sind und auch heruntergeladen werden können. Und das die Nutzer darüber natürlich noch informiert werden. 

Aktuell ist auch für die FAQ-Seite von Vine nicht mehr zu erfahren (► Link).

Was ist eigentlich dieses Vine?

Vine ist ein Kurzvideodienst, der aus einer App und einem Videoportal besteht. Mit Hilfe der App kann der User kurze Videoclips (Vines) erstellen, die eine maximale Länge von sechs Sekunden haben konnten und dann geteilt werden konnten. Twitter hat diesen Dienst 2012 aufgekauft – allerdings ist seitdem auch keine Weiterentwicklung feststellbar gewesen. Kann man auch ► hier bei Wikipedia nachlesen.

Vine – war ich da nicht auch …?

Ich habe mir daher mal die Zeit genommen, mir meinen Account bei Vine anzuschauen (► Link).

Denn ich muss zugeben: anders als beim Google Reader habe ich Vine nur ab-und-zu genutzt. 

Laut Profil habe ich 23 Followers und ich selbst folge 43 Personen (oder Marken). Insgesamt habe ich seit 2014 auf Vine 19 Posts veröffentlich. Schnell mal nachgerechnet: das sind ca. 6,33 Posts pro Jahr. Der Suchtfaktor der App hielt sich offenbar in Grenzen.

Die 12 Posts haben insgesamt 33 Likes eingebracht (ich muss an meiner Motivwahl arbeiten! Smiley) und sie wurden (festhalten) 1 385 mal angeschaut (Loops). 

Hätte ich jetzt nicht gedacht.

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Aber zurück zu den Motiven: sieben meiner Vines beschäftigten sich mit Essen. Oder besser: dem Kochen von Essen. Einige mit Veranstaltungen, bei denen ich schon fast vergessen hatte, dass ich dabei war (oder einen Vine erstellt hatte):

  • Besuch der Big Band der Bundeswehr in Mayen
  • Festungsleuchten in Koblenz in 2015
  • Besuch der Völklinger Hütte in 2015
  • Und gleich zweimal die Nacht der Technik in Koblenz 2014

Okay: das sind jetzt schöne Erinnerungen. Wirken aber auch besonders, weil ich so gut wie nie in der App war. Und auch nicht mehr wusste, dass es diese Mini-Clips noch gibt.

Fazit

Hand aufs Herz: brauche ich die Videoschnipsel wirklich?

Ich denke nicht. Bei durchschnittlich sechs Posts in drei Jahren zeigt sich, das Vine sich bei mir nicht in der Praxis durchsetzen konnte. Leider, denn die Ansätze der App, wie zum Beispiel die Begrenzung der Videodauer, die einfache Bedienung und auch die Loops fand ich schon sehr interessant und durchdacht.

Twitter wird sich auf die Echtzeitübertragung mit Periscope konzentrieren und dieses Tool weiter ausbauen und auch pushen.

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