Traumpfad Höhlen- und Schluchtensteig 2016

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Was gehört zu einer perfekten Wanderung? Nun: ein toller, abwechslungsreicher Wanderweg, schönes Wetter und vielleicht das eine oder andere Highlight? Wenn das stimmt, dann waren wir bei unserer Tour auf dem Traumpfad Höhlen- und Schluchtensteig zumindest sehr nah dran an diesem perfekten Wanderausflug …

Traumpfad Höhlen- und Schluchtensteig - Teaser


Allgemeines zur Tour

Wie immer fangen wir mit den nackten Fakten zu diesem Traumpfad an:

  • Länge: 12,1 km
  • Zu überwindende Höhenmeter auf dem Rundkurs: 405 m
  • Geschätzte Dauer: 3,5 Stunden
  • In die Schwierigkeitsstufe „Mittel“ eingeordnet

Aber was sagen diese Angaben schon aus …? Wichtiger ist ja, wie man die Wanderung erlebt. Und wer das herausfinden will, sollte sich zum Startpunkt oberhalb des kleinen Ortsteils Kell machen (für das Navigationsgerät: 56626 Andernach-Kell, Parkplatz Bergwege (an der K 57)). Denn – dieser Wanderweg hat wirklich einiges zu bieten.

Direkt am Parkplatz geht es los mit einem tollen Blick auf das hier beginnende Pöntertal:

Traumpfad Höhlen- und Schluchtensteig - Panorama

Startpunkt, Krayerbachtal

Bei strahlendem Sonnenschein – und starkem Wind – ging es am Startpunkt oberhalb von Kell los: Inmitten von Feldern und gelben Raps zunächst ein kurzes Stück an der Landstraße entlang, um dann über Feldwege in das hier noch recht breite Krayerbachtal hinunter zu wandern.

Traumpfad Höhlen- und Schluchtensteig - StartpunktTraumpfad Höhlen- und Schluchtensteig - tolles WetterTraumpfad Höhlen- und Schluchtensteig - Rapsfeld
Traumpfad Höhlen- und Schluchtensteig - Blick ins Tal
Traumpfad Höhlen- und Schluchtensteig - SelfieTraumpfad Höhlen- und Schluchtensteig - Weg zwischen Feldern

Man sieht es an den strahlenden Farben der Bilder: das satte Grün, das leuchtende Gelb, das Blau des Himmels: so macht Wandern einfach Spaß! Smiley

Traumpfad Höhlen- und Schluchtensteig - TraumpfadelogoTraumpfad Höhlen- und Schluchtensteig - im PöntertalTraumpfad Höhlen- und Schluchtensteig - Brücke m Pöntertal

Pöntertal, Schweppenburgblick, Schöne Aussicht

Vom Krayerbachtal führt der Weg über eine Brücke ins Pöntertal. Und dann – bergauf. Ein ganzes Stück sogar bergauf. Aber so ist das nun mal, wenn man im Anschluss einen herrlichen Weitblick genießen möchte.

Traumpfad Höhlen- und Schluchtensteig - Aufstieg im WaldTraumpfad Höhlen- und Schluchtensteig - weiße BlumenTraumpfad Höhlen- und Schluchtensteig - Scheppenburg

Die Schweppenburg (Foto oben rechts) muss ich mir auch unbedingt mal wieder aus der Nähe anschauen – liegt leider etwas abseits des Weges … aber es gibt ja die Wikipedia (► Link), die zumindest die Geschichte dieses Gemäuers erzählt.

Und auf dem Höhenzug geht es auch gleich weiter zum nächsten Aussichtpunkt:

Traumpfad Höhlen- und Schluchtensteig - Aussichtspunkt

Nomen est omen – am Punkt Schöne Aussicht kann man selbige auch gleich genießen. Mit Blick auf die Bahnstrecke der Brohltalbahn und das etwas höher liegende Burgbrohl.

Und dann – während unserer Rast auf der Traumliege, die an diesem Aussichtspunkt installiert ist – haben wir auch noch neugierigen Besuch bei dieser Wanderung bekommen. Und zwar in Form eines Eichhörnchens:

Traumpfad Höhlen- und Schluchtensteig - Eichhörnchen 1Traumpfad Höhlen- und Schluchtensteig - Eichhörnchen 2Traumpfad Höhlen- und Schluchtensteig - Eichhörnchen 3

Trasshöhlen, Viadukt

Über einige Serpentinen geht es dann wieder hinab ins Tal, vorbei am – jetzt leider geschlossenem – Jägerheim samt Bahnhof hin zu dem einen Namensgeber dieser Wanderung: den Trasshöhlen!

Traumpfad Höhlen- und Schluchtensteig - Tuffhöhle

In die hier gut 60 m mächtigen Trass- und Bimsablagerungen sind zum Teil mit recht hohen Höhlen passierbar. Und sie wurden nur von Wind und Wasser geformt.  Eine bizarre Welt, die sich hier auftut.

Traumpfad Höhlen- und Schluchtensteig - Licht und SchattenTraumpfad Höhlen- und Schluchtensteig - Blick nach draußenTraumpfad Höhlen- und Schluchtensteig - Höhlen

Und weil die Bahnstrecke im Brohltal immer noch genutzt wird (= Brohltalbahn) kann man hier auch noch ein Viadukt bewundern – und evtl. am Bahnhof Jägerheim ein- oder aussteigen.

Traumpfad Höhlen- und Schluchtensteig - Eisenbahnviadukt

Ein „Lost Place“: Klosterruine Tönisstein

Die Ruine, an der der Traumpfad vorbei führt, hat etwas geheimnisvolles. Und das, obwohl die Geschichte des ehemaligen Karmelitenklosters schnell erzählt ist. Laut Aushang sieht die Chronik wie folgt aus:

1388 Licht in einem Dornbusch beunruhigt die Bevölkerung. Ein Hirte geht hin und sieht (der Legende nach die Gottesmutter mit Ihrem Sohn und dem davor knienden Heiligen Antonius.
1390 Bau einer kleinen Kappel an der Stelle.
1465 Grünung eines Karmeliten-Konvents.
1477 Bau des Kloster Tönisstein
(Antonius, was im Volksmund aber zu Tönis – Tönnes – wurde).
1498 Kloster fertiggestellt
1802 Auflösung des Klosters (Säkularisation)

Von der gut 300jährigen Zeitspanne, in der das Kloster bestand, fehlen Informationen.

Auch der Artikel in der Wikipedia gibt nicht viel mehr Auskunft (► Link).

Traumpfad Höhlen- und Schluchtensteig - Kloster Tönisstein Traumpfad Höhlen- und Schluchtensteig - Klosterruine Traumpfad Höhlen- und Schluchtensteig - Mauerrest des Klosers

Traumpfad Höhlen- und Schluchtensteig - Antoniuskloster

Wolfsschlucht mit Wasserfall, Römerbrunnen

Die verwunschenen Ruinen des Klosters bleiben zurück und man folgt der Wolfsschlucht, von der ich diesmal keine Bilder habe (bei der nächsten Tour wird das aber nachgeholt – versprochen). Aber am Ende stößt man dann unweigerlich auf den Wasserfall.

Es folgt (nach der Querung der Landstraße) der Römerbrunnen, einem Säuerling, dessen Wasser aber nicht als Trinkwasser gekennzeichnet ist. Gleiches gilt für eine Mineralquelle kurz unterhalb von Wassenach, die ebenfalls passiert wird und – wie der Römerbrunnen – zu einer kurzen Rast einlädt.

Traumpfad Höhlen- und Schluchtensteig - der Wasserfall der WolfsschluchtTraumpfad Höhlen- und Schluchtensteig - RömerquelleTraumpfad Höhlen- und Schluchtensteig - Quelle unterhalb von Wassenach

Fazit

Eine schöne Wanderung, die bei mir mit einer schönen & gleichmäßigen Verteilung der Highlights punktet: Aussichtspunkte, Viadukt, Höhlen, Ruinen, Schlucht, Wasserfall, usw.. Es kommt nie Langeweile auf.

GPS-Tracks Aufzeichnung

Die Wanderungen werden in der Regel mit Hilfe einer Android-Smartphone App als GPS-Track aufgezeichnet und hier in Form einer Google® Maps-Karte dargestellt. So kann man sich schon im Voraus über den Streckenverlauf informieren und ggf. eigene Planungen darauf abstimmen.

Weiterführende Links

Wie immer gibt es auch zu dieser Strecke sehr viele Hinweise und weiterführende Hilfestellungen im Internet. Die für mich und meine Planung wichtigsten habe ich nachfolgend aufgeführt:

  • Hier der ► Link auf den interaktiven Routenplaner von Alpregio / Outdooractive.
  • Und hier der ► Verweis auf die Heimatseite des Höhlen- und Schluchtensteigs – die Traumpfadseite.

Weitere Traumpfade-Artikel

Neben dem vorliegenden Artikel findet man zum Thema Traumpfade noch weitere Beiträge hier im Blog. Einfach dem ► Link zur Übersichtsseite Wandertouren folgen.