Rückblick auf das Barcamp 2016 in Koblenz

Das war es nun also, das zweite Barcamp in Koblenz. Und wie schon 2015 lautet mein Urteil: Eine tolle Veranstaltung, die dem Raum Koblenz insgesamt, aber vor allen den “digital Natives” in der Region, gut tut!

#bcko16_Blog


Was ist überhaupt ein Barcamp …?

Klingt komisch, aber die Frage wurde mir im Vorfeld der Veranstaltung aus meinem Kollegen- und Freundeskreis sehr oft gestellt. Sie zeigt, dass das Format “Barcamp” – zumindest nach meinen eigenen Beobachtungen – immer noch ein Nischenthema ist.

Und was ist jetzt ein Barcamp?

Oft stößt man bei den Erklärungen im Netz auf den Begriff “Unkonferenz”. Zum Beispiel in dem Wikipedia-Artikel:

Ein Barcamp (häufig auch BarCamp, Unkonferenz, Ad-hoc-Nicht-Konferenz) ist eine offene Tagung mit offenen Workshops, deren Inhalte und Ablauf von den Teilnehmern zu Beginn der Tagung selbst entwickelt und im weiteren Verlauf gestaltet werden. Barcamps dienen dem inhaltlichen Austausch und der Diskussion, können teilweise aber auch bereits am Ende der Veranstaltung konkrete Ergebnisse vorweisen (…).

(aus: Wikipedia Barcamp ► Link)

Der Begriff Un-Konferenz trifft meiner Meinung nach den Kern eines Barcamps sehr gut: auf der einen Seite hat ein Barcamp vieles von einer “normalen” Konferenz: der Organisator stellt eine Lokation zur Verfügung, die für die Durchführung geeignet ist. Technik, Catering, Werbung – alles gleicht einer Konferenz.  Ja, sogar Anmeldeprozess und Eintrittskarten gleichen sich. Gleichen, weil viele der üblichen Konventionen einer klassischen Konferenz werden bei der Un-Konferenz auch über Bord geworfen. So wird man im Vorfeld eines Barcamps lediglich ein “Ober”-Thema finden, nicht aber ein komplett durchgestyltes Programm. Natürlich gibt es beim Barcamp auch keine Festlegung auf den “klassischen” Frontalvortrag: Diskussionen, Workshops, Kurzschulungen – ja, sogar andere Formen der Kommunikation sind möglich und sogar gewünscht! Und all dies entwickelt sich am Beginn des Barcamps im Rahmen der Sessionplanung: hier kristallisiert sich heraus, was genau auf der Tagesordnung stehen wird und wer was vorträgt. Und auch hier gilt wieder der kollektive Ansatz des Barcamps: jeder kann, keiner muss. Ausschlaggebend ist, ob das Thema für die anwesenden Interessant ist oder nicht.

Damit Ihr einen Vorgeschmack bekommt, hier die Sessionplanung für den ersten Tag beim Barcamp Koblenz:

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Und jetzt zum 2. Barcamp Koblenz 2016

Genug der grauen Theorie. Auch im Jahr 2016 bleibt das Barcamp Koblenz der Handwerkskammer treu. Die Tagung rückte lediglich näher an die Innenstadt heran: vom Kompetenz­zentrum für Gestaltung, Fertigung und Kommunikation (► Link) im Industriegebiet Koblenz ging es dieses Jahr in das Zentrum für Ernährung und Gesundheit (► Link). Ein gutes Omen, da auch in diesem Jahr die Jungs und Mädels von Der Brgr (► Link) zum Abschluss des ersten Tages für köstliche Burger und Fritten gesorgt haben! Smiley

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Bei der Auswahl der Location haben die Organisatoren wieder einmal ein glückliches Händchen bewiesen: interessante Architektur (= riesiger, umbauter Innenhof mit einer durchsichtigen Haube als Abdeckung), ausreichend Platz für die Teilnehmer & das Catering und die Räume waren mit passender Technik ausgestattet.

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Bei welchen Sessions war ich …?

Leider kann man nicht alle Sessions eines Barcamps besuchen: die einzelnen Vorträge werden in Zeitslots gepackt, aus denen man sich einen aussuchen muss. Und irgendwie hat man immer das Gefühl, dass gerade die interessanten Beiträge parallel ablaufen. Hat aber auch sein Gutes: man fokussiert sich auf das Wesentliche.

Einige der Sessions, die ich besucht habe, stelle ich nachfolgend kurz vor:

Die Rhein-Zeitung mit dem Thema 360° Video

Eines der meiner Meinung nach spannendsten “Nerd”-Themen wurde von den beiden Redakteuren der Rhein-Zeitung, Jennifer de Luca  (► Link) und Marcus Schwarze (► Link), vorgestellt: 360 ° Videos.

Nach einer kleinen Bastelstunde (man soll nicht glauben, wie lange ein erwachsener Mitteleuropäer braucht, um ein Google Cardboard (► Link) zusammenzustecken  Smiley) folgte eine interessante Einführung in das Thema:

  • Womit kann man die Videos aufnehmen?
  • Wo kann man Videos anschauen?
  • Welche Anbieter gibt es?
  • Und natürlich: wie wird dieses komische Cardboard bedient…?

Spaß beiseite: für mich habe ich aus dieser Session mitgenommen, dass ich meine bisherige Skepsis zur „virtuellen Realität / 360 ° Video” überdenke und ich mich ein wenig mit diesem (doch sehr spannenden) Thema beschäftigen werde.

Hier ein paar Fotos von der Session:

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Snap-and-walk

Eine tolle Session am zweiten Tag: Snapchat für Anfänger bei einem Spaziergang zum Deutschen Eck. Snapchat war ja für mich schon immer ein Buch mit sieben Siegeln (okay: so richtig viel Elan habe ich auch nicht an den Tag gelegt, um mich mit der App anzufreunden). Aber bei dem Spaziergang in Koblenz habe ich zumindest mal ein bisschen tiefer in Snapchat hineinschnuppern können.

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Dank an dieser Stelle nochmal an Björn Schumacher (► Link) und Kai Thrun (► Link) für die Session, die Erläuterungen und die Tipps – hat viel Spaß gemacht!

Die Session “in eigener Sache”

Und Last-but-not-least eine Session, die von Alexandra Klöckner (► Link) und Stephan Mahlow (► Link) initiiert  wurde und mir sehr am Herzen liegt:

Wo steht Koblenz im Bereich Vernetzung?

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Eins vorweg: natürlich kann man in so einer Add-hoc-Runde keine Antwort auf die Frage erarbeiten. Dafür waren die Interessen der Teilnehmer viel zu heterogen. Aber allein die Anwesenheit so vieler Interessierter hat gezeigt, dass das Thema bewegt. Und darum bin ich auch froh, dass man als Ergebnis festhalten konnte, dass weitere Treffen folgen werden. Und wer weiß? Vielleicht werden wir in ein oder zwei Jahren sagen können, dass die Keimzelle für etwas großes, tolles in der Region Koblenz bei dem Barcamp 2016 gelegt wurde …?

Offizielle Projektseite #bcko16

Hier der ► Link auf die offizielle Projektseite des Barcamp Koblenz. Dort findet Ihr auch die Hauptorganisatoren, ohne die es das Barcamp Koblenz gar nicht geben würde:

  • 247GRAD (► Link)
  • die Handwerkskammer Koblenz (► Link)
  • das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk (► Link)

Noch nicht genug?

Dann habe ich hier noch zwei Links auf Alben bei Flickr mit einigen Fotos von der Veranstaltung:

Erster Tag Barcamp Koblenz 2016

Zweiter Tag Barcamp Koblenz 2016

3 Kommentare

  1. Hi Peter,
    danke für Dein informatives und zielführendes (Koblenz!) Fazit. Und natürlich die tollen Fotos!
    Siegbert Pinger

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  2. Prima Recap, Peter!

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