Abstecher an die Rhön: Kreuzbergtour

Lasst Euch nicht täuschen: das Teaserbild unten kommt zwar recht düster rüber, aber unsere diesjährige Fastnachtsflucht führte uns an die Rhön zum heiligen Berg der Franken. Okay, das Wetter war dann leider nicht so richtig strahlend – aber auch so eine Tour hat ihren Reiz. Noch dazu, wenn man in neuen Gefilden unterwegs ist (weil das unser erste Ausflug an die Rhön war).

Kreuzbergtour2


Allgemeines zur Tour

Die Zusatz „Heiliger Berg der Franken“ hat es schon verraten: diese Wanderung findet im nördlichen Bayern statt – hart an der Grenze zum Bundesland Hessen, in dem sich auch unser Hotel befand.

Bei dem Premiumwanderweg Kreuzbergtour handelt es sich um einen Rundtour mit 12,8 km Länge, für die (laut Website) eine Dauer von vier Stunden eingeplant werden sollte. Um es vorweg zu nehmen: wir waren bei Eis und Schnee dort unterwegs haben daher mehr Zeit benötigt. Die Besonderheit ist nämlich, dass der Kreuzberg mit 928 m N.N. auch dann noch weiße Überraschungen bereithalten kann, wenn sich das Umland schon langsam auf den Frühling einstellt.

Ach so: Wer mehr zum Kreuzberg erfahren möchte – hier der ► Link auf die Wikipedia Seite.

Startpunkt der Tour ist das Klosterkreuzberg (für das Navigationsgerät: Kloster Kreuzberg, 97653 Bischofsheim/Rhön): wenige Meter vor der Klosteranlage gibt es einen (kostenpflichtigen) Parkplatz.

Klosteranlage, die drei Gipfelkreuze

Vom Parkplatz (auf gut 850 m ü. N.N.) sind es nur wenige Meter bis zur Klosteranlage, die sich unterhalb des Gipfels befindet.  Hier macht man auch Bekanntschaft mit dem Logo des Weges: einem roten „K“ auf weißem Hintergrund.

Rhön Kreuzbergtour 2016 - Kloster, HöhenangabeRhön Kreuzbergtour 2016 - Blick auf das KlosterRhön Kreuzbergtour 2016 - Wegekennzeichnung

Kurz vor den Klostergebäuden trifft man auf eine Treppe, die zu den Gipfelkreuzen hinaufführt. Und dies ist gleichzeitig der Einstieg in die Extratour:

Rhön Kreuzbergtour 2016 - die drei Gipfelkreuze Rhön Kreuzbergtour 2016 - Treppe zum Gipfel Rhön Kreuzbergtour 2016 - Kreuze - Detailansicht

Der Aufstieg ist zwar beschwerlich, aber die Aussicht von hier oben ist die Mühe in jedem Fall wert:

Rhön Kreuzbergtour 2016 - Ausblick Gipfelkreuze

Neben den drei Gipfelkreuzen gibt es hier als weitere Landmarke die Antenne eines Funksenders (► Link).

Rhön Kreuzbergtour 2016 - Antenne KreuzbergRhön Kreuzbergtour 2016 - Anlage der GipfelkreuzeRhön Kreuzbergtour 2016 - Antenne - Gegenlichtaufnahme

Skianlage, Neustädter Haus, Irensäule

Nach dem Aufstieg geht es zunächst auf dem Hochplateau weiter durch eine zumindest teilweise noch winterlich geprägte Landschaft. Ziel ist die Skiliftanlage des Kreuzbergs, die nur wenige hundert Meter (allerdings außerhalb der Sichtweite des Gipfelkreuz) entfernt liegt.

Rhön Kreuzbergtour 2016 - WegweiserRhön Kreuzbergtour 2016 - Wiese unter Schnee und EisRhön Kreuzbergtour 2016 - Skilift Kreuzberg

Auch wieder bietet sich wieder ein toller Blick ins Tal (auch wenn diesmal ein paar Nebelschwaden einige Details verdecken):

Rhön Kreuzbergtour 2016 - Ausblick Skilift

Es geht nun rechtes an der Skipiste entlang Richtung Tal.

Rhön Kreuzbergtour 2016 - SkipisteARhön Kreuzbergtour 2016 - Abstieg ins TalRhön Kreuzbergtour 2016 - Schnee, Eis, Wiese

Dabei passiert man u.a. das Neustädter Haus, einen Berggasthof, in dem man bei Bedarf auch Rast machen kann und dabei den Blick ins Tal genießen kann (hier der ► Link auf die Website des Neustädter Hauses).

Rhön Kreuzbergtour 2016 - Ausblick Neustädter HausRhön Kreuzbergtour 2016 - Neustädter Haus Rhön Kreuzbergtour 2016 - Irenkreuz

Etwas später erreicht man das Irenkreuz (Foto rechts), eine steinerne Säule mit Kreuz und Kranz, die an die Christianisierung der Region durch iro-schottische Mönche erinnert. Weitere Hinweise zum Irenkreuz (und der Geschichte dazu) findet Ihr ► hier auf der Seite der Gemeinde Bischofsheim am Kreuzberg.

Sandberg, Klosteranlage

Der Weg führt nun weiter bergab, wobei u.a. eine Kreisstraße gekreuzt wird und man den kleinen Ort Sandberg in einem Bogen umgeht.

Rhön Kreuzbergtour 2016 - Weiler KilianshofRhön Kreuzbergtour 2016 - BachlaufRhön Kreuzbergtour 2016 - Landstraße

Der Aufstieg zum Kloster erfolgt dann größtenteils auf Waldwegen/-pfaden. Und man merkt, dass mit jedem Höhenmeter, den man gewinnt, das Wetter wieder ein bisschen rauer wird.

Rhön Kreuzbergtour 2016 - Waldstück vor dem KlosterRhön Kreuzbergtour 2016 - Pilgerkreuz im WaldRhön Kreuzbergtour 2016 - kahle Bäume

Natürlich sollte man auch einen Blick in die Klosteranlage werfen: sowohl die Kirche als auch eine kleine Wallfahrtskapelle sind frei zugänglich:

Rhön Kreuzbergtour 2016 - Kapelle beim KlosterRhön Kreuzbergtour 2016 - KerzeRhön Kreuzbergtour 2016 - Höchste Haltestelle Frankens

Und Last-but-not-least: hier befindet sich auch die höchste Haltestelle Frankens Smiley.

Meine Tracks-Aufzeichnung

Als ausgewiesener Fan der Google Android App Meine Tracks (► Link) versuche ich, wo immer möglich, den Verlauf der Wanderung aufzuzeichnen und hier in Form einer Google® Maps-Karte darzustellen. So kann man sich schon im Voraus über den Streckenverlauf informieren und ggf. eigene Planungen darauf abstimmen.

Tipp zur Einkehr: Kloster Kreuzberg

Nach unserer Winterrunde auf der Kreuzbergtour hat es sich ja praktisch angeboten, in der Klostergaststätte einzukehren (allein, um sich wieder aufzuwärmen). Und man wird nicht enttäuscht: Hüttenambiente, urige Ausstattung, bodenständige Karte mit vielen (fränkischen) Schmankerln – meiner Meinung nach genau das richtige nach einer Wandertour.

Von Kardinal Faulhaber soll der Ausspruch stammen:

Den Berg hinauf wallt ein langer Zug; die meisten zum Kreuze, fast alle zum Krug.

Das DIESER Spruch der Wahrheit entspricht, kann ich mir sehr gut vorstellen Smiley mit geöffnetem Mund.

Hier der ► Link auf die Website der Gaststätte.

Fazit

Eins vorweg: die Kreuzbergtour ist kein Wanderweg, den man im Winter angehen sollte (allein schon aus dem Grund, dass Teile des Weges direkt an der Skipiste vorbeiführen, was in der Skisession wohl problematisch werden könnte). Ansonsten hat uns bei diesem Weg (natürlich) der Klosterberg und die phantastische Aussicht von dort oben auf die Rhön beeindruckt. Und die Einkehrmöglichkeit in der Klostergaststätte, die ja quasi Start- als auch Endpunkt ist.

Weiterführende Links

Wie immer gibt es auch zu dieser Strecke sehr viele Hinweise und weiterführende Hilfestellungen im Internet. Die für mich und meine Planung wichtigsten habe ich nachfolgend aufgeführt:

  • Die Extratouren sind „Ableger“ des Hochrhöners. Und so findet man auch zur Extratour Kreuzbergtour die ersten Infos auf der Website Die Rhön – Einfach erhebend (► Link). Neben der Tourenbeschreibung, hilfreichen Tipps zur Einkehr kann man hier auch einen Blick auf die anderen Extratouren werfen … Das Angebot wird übrigens von der Rhön-Marketing, der offiziellen touristischen Internetplattform für die Region Rhön, bereitgestellt.
  • Auch ein Blick auf die Zertifizierungsstelle für diesen Weg, das Deutsche Wanderinstitut, könnte sich lohnen (► Link). Der Weg hat übrigens 62 Erlebnispunkte eingeheimst … Smiley

Weitere Wandertouren …

Neben dem vorliegenden Artikel findet man zum Thema Wandern noch weitere Beiträge hier im Blog. Einfach dem ► Link zur Übersichtsseite Wandertouren folgen.