Traumpfad Saynsteig 2015

Nach unserem Ausflug an die Sieg haben wir uns im Anschluss wieder den Wanderwegen der Heimatregion zugewendet – und das heißt dann natürlich: Traumpfade! Nach dem Virne-Burgweg und dem Pellenzer Seepfad folgt nun als dritter Wanderbericht eine Tour auf dem Traumpfad Saynsteig bei Bendorf. Der ist – wie der Pellenzer Seepfad – als schwierig eingestuft, aber dank der vielen Waldpassagen, der Streckenabschnitte am Wasser und auch der Einkehrmöglichkeit ist auch dieser Traumpfad – selbst bei sommerlichen Temperaturen – problemlos zu schaffen …

Traumpfad Saynsteig - Collage


Allgemeines zur Tour

Die Eckpunkte dieser Tour sind rasch aufgezählt: 

  • Länge – 15,3 km
  • Dauer – ca. 6 Stunden
  • Schwierigkeitsgrad: schwer

Startpunkt der Tour ist vor dem Schloss Sayn (für das Navigationsgerät: 56170 Bendorf-Sayn, Schloss Straße 100). Obacht: es gibt zwar Parkplätze, die sind aber schnell belegt – oder kostenpflichtig.

Allein der Startpunkt hat es in sich: vor der Kulisse des alt-ehrwürdigen Schlosses von Sayn zeugen zig Wegweiser davon, dass man hier quasi an einem „Wanderhotspot“ angelangt ist:

Traumpfad Saynsteig - SchlossturmTraumpfad Saynsteig - WegweisersammlungTraumpfad Saynsteig - Schloss Sayn

Tipp: Wer noch nie hier war sollte evtl. ein paar Zusatzminuten einplanen und einen Blick in den fürstlichen Schlosspark gegenüber werfen.

Burg Sayn, Oskarhöhe

Vom Start weg geht es zunächst bergan (wie schon oft gesagt: Burgen werden halt in der Regel auf Anhöhen errichtet). Dabei lohnt auch der Blick zurück ins Tal und auf das dann unter einem liegende Schloss:

Traumpfad Saynsteig - Blick von oben auf das SchlossTraumpfad Saynsteig - alte Mauern im WaldTraumpfad Saynsteig - Blick zur Burg

Hat man das Plateau erreicht, kann man das alte Gemäuer und die einzelnen Gebäudekomplexe der Burg Sayn aus der Nähe bewundern:

Traumpfad Saynsteig - Burg Sayn - BurgfriedTraumpfad Saynsteig - Burg Sayn - NebengebäudeTraumpfad Saynsteig - Blick die Burgmauer hinauf

Alles Wissenswerte zur Burg Sayn und ihrer Geschichte kann man dem zugehörenden Wikipedia-Artikel entnehmen ► Link.

Von der Burg geht es weiter, dem Höhenzug folgend, das Tal hinauf und es bieten sich immer wieder schöne Aussichten auf die Abtei Sayn.

Traumpfad Saynsteig - AbteikircheTraumpfad Saynsteig - BrombeerenTraumpfad Saynsteig - Fliege

Nächstes Zwischenziel ist die Oskarhöhe. Von der Schutzhütte aus hat man einen tollen Blick auf die Abteikirche sowie den Ortsteil Sayn bis ins Rheintal – bei gutem Wetter sogar bis hinüber zur Eifel:

Traumpfad Saynsteig - Ausblick Oskarhöhe

Der Weg folgt nach der Oskarhöhe – meistens im Wald – dem Talverlauf, bis er die Landstraße (L 306) kreuzt. 

Traumpfad Saynsteig - WaldwegTraumpfad Saynsteig - LandstraßeTraumpfad Saynsteig - gelbe Blüte

Brexbach

Auf Waldwegen geht es jetzt durch ein Nebental zum Brexbach, unter anderem vorbei an einer (stillgelegten) Eisenbahnstrecke.

Traumpfad Saynsteig - FelsformationTraumpfad Saynsteig - EicheTraumpfad Saynsteig - Eisenbahnschiene

Der Weg folgt nun dem Brexbach und den immer noch vorhandenen Schienen und Brücken.

Traumpfad Saynsteig - BrückeTraumpfad Saynsteig - Traumpfad WegweiserTraumpfad Saynsteig - der Brexbach

Trotz hoher, sommerlicher Temperaturen ist es hier im Tal – dank Bachlauf und Wald – immer noch angenehm kühl. Und das lädt natürlich zu einer Rast ein Smiley.

Traumpfad Saynsteig - EisenbahnbrückeTraumpfad Saynsteig - TatonkaTraumpfad Saynsteig - Flusslauf

Limesturm

So angenehm es im Tal ist – leider wartet erneut an Anstieg auf uns: der zum Limesturm. Das waren zwar keine Burgen, aber auch die Römer haben die Vorzüge der auf Kuppen gebauten Wehrtürme zu schätzen gewusst. Und so windet sich der Pfad immer weiter den Berg hinauf, bis man (endlich) den Nachbau des Limesturms erreicht hat:

Traumpfad Saynsteig - Limesturm groß

Der rekonstruierte Römerturm kann zwar nicht bestiegen werden – aber allein der Blick vom Fuß des Turms hinunter ins Rheintal ist bemerkenswert:

Traumpfad Saynsteig - Ausblick ins Rheintal vom Limesturm

Einkehr: Meisenhof

Nach soviel bergauf bietet sich eine Einkehr im Meisenhof an – und da trifft es sich gut, dass der Traumpfad direkt an dem Hofgut vorbei führt. Hier der Link zur Website des Meisenhofs ► Link.

Traumpfad Saynsteig - Hinweisschild MeisenhofTraumpfad Saynsteig - MeisenhofTraumpfad Saynsteig - Westwood Ice

Tipp: Die Westwood Ice Cream sollte man in jedem Fall probieren. Super lecker, lustige & originelle Sorten – und das ganze ist auch noch aus der Region. Was will man mehr? Infos zur Eiscreme gibt es ► hier.

Rückweg

Vom Meisenhof aus kann man es eigentlich „rollen lassen“: Es geht jetzt zurück nach Sayn. Aber auch hier bieten sich nochmal tolle Ausblicke auf das Rheintal

Traumpfad Saynsteig - Blick ins Rheintal

… oder – etwas später – auf die gesamte Burganlage der Burg Sayn:

Traumpfad Saynsteig - Burg und Ort Sayn
Traumpfad Saynsteig - Burg Sayn - Anlage komplett

Abstecher: Abteikirche Sayn

Die gehört eigentlich nicht zum Traumpfad, aber wir würden trotzdem empfehlen, kurz vor dem Ende der Tour den kleinen Abstecher zu machen – er lohnt sich. Zwar ist die Abteikirche derzeit noch eingerüstet, aber der Blick in den Kreuzgang ist unserer Meinung nach den kleinen Umweg wert:

Traumpfad Saynsteig - Abteikirche Sayn

Traumpfad Saynsteig - KreuzgangTraumpfad Saynsteig - Blick in die KircheTraumpfad Saynsteig - Kreuzgang 2

Fazit

Der Traumpfad Saynsteig ist – von den Rhein-Wanderwegen aus der Traumpfad-Familie – unser Lieblingsweg geworden. Abwechslungsreich, kühle Wald- und Bachpassagen, viele Fernsichten, genügend Sehenswürdigkeiten und eine Einkehrmöglichkeit direkt am Weg. Nahezu eine perfekte Kombination – und wer weiß? Vielleicht wird das nächste Kandidat, den man in das Rennen um schönsten Wanderweg Deutschlands schicken wird …?  

Meine Tracks-Aufzeichnung

Als ausgewiesener Fan der Google Android App Meine Tracks (► Link) versuche ich, wo immer möglich, den Verlauf der Wanderung aufzuzeichnen und hier in Form einer Google® Maps-Karte darzustellen. So kann man sich schon im Voraus über den Streckenverlauf informieren und ggf. eigene Planungen darauf abstimmen.

Weiterführende Links

Wie immer gibt es auch zu dieser Strecke sehr viele Hinweise und weiterführende Hilfestellungen im Internet. Die für mich und meine Planung wichtigsten habe ich nachfolgend aufgeführt:

  • Wie immer bei einem Traumpfad lohnt sich auch hier ein Blick auf die Traumpfade.info-Seite, der „Web-Heimat“ der Traumpfade: Hier findet man alle Informationen rund um die Wanderwege – inklusive der Mitteilungen des Wegemanagements ► Link.
  • Auch der Verweis auf den interaktiven Routenplaner aus dem Hause Alpregio/Outdooractive darf hier natürlich nicht fehlen: Top Kartenmaterial, kompakte Informationen zur Strecke – und das Ganze kann dann auch noch bei Bedarf als PDF-Dokument ausgegeben werden. Perfekt ► Link.

Weitere Traumpfad-Touren

Neben dem vorliegenden Artikel findet man zum Thema Traumpfade noch weitere Beiträge hier im Blog. Einfach dem ► Link zur Übersichtsseite Wandertouren folgen.

Was andere Blogger schreiben …

Gerade bei Wanderwegen lohnt es sich, unterschiedliche Artikel zu lesen, da jeder Autor seinen eigenen Blickwinkel hat. Und dann genügt es schon, wenn man zu einer anderen Jahreszeit auf dem Weg unterwegs ist, dass Wetter anders ist oder man ganz einfach andere Schwerpunkte setzt.

Zum Traumpfad Saynsteig habe ich bei Google überraschend viele Blog-Beiträge gefunden (scheint ein beliebter Weg zu sein). Hier eine kleine Auswahl:

  • Der Schlenderer war im Februar 2015 unterwegs – und das sogar mit Schnee (was im Rheintal was heißen mag) ► Link.
  • Elke vom Blog Fotografische Reisen und Wanderungen hat den Saynsteig im Juni 2013 unsicher gemacht. Und da kann man den Sommer fast ein bisschen in den Bildern spüren ► Link.
  • Last but not least: Im Blog davymausebein.de findet man einen Bericht von einer Sommerwanderung, die eine Woche vor Elkes Tour gemacht wurde (also auch 2013). ► Link.

2 Kommentare

  1. Klaus sagt:

    Hallo Winni

    Ein schöner Wanderbericht mit tollen Fotos🙂 Ich bin den Weg am 10. Februar 2015 noch einmal gelaufen, da er mir beim ersten Mal nicht so recht gefallen hat. Durch die Verschiebung des Startpunktes an den Wanderparkplatz an der L306 bekommt der Weg – zumindest für mich – eine ganz andere Qualität, so dass er mir trotz des schlechten Wetters erheblich besser gefallen hat, als bei meiner ersten Wanderung.🙂

    Gruß, Klaus

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