Streetview der Genovevaburg Mayen

Na? Lust auf einen kleinen, virtuellen Rundgang durch die Genovevaburg in Mayen? Nun: zumindest zu einem Teil ist das möglich – dank Google Views, der Google Kamera App für Android und ein wenig investierter Zeit …

GenovevaburgStreetViewTeaser

Die Genovevaburg in Mayen

Die meisten Aufnahmen von Streetview werden von Google selbst mit Hilfe spezieller Kamera-Fahrzeuge erstellt. Die Vorteile liegen auf der Hand: man hat selbst die Technik und die entstehenden Daten in der Hand, kann entscheiden, welche Strecken abgefahren und damit auch, welche Stadt wann in Streetview erscheinen wird – oder auch nicht.

Aber Autos kommen nun mal nicht überall hin. So auch nicht auf den Fußweg vom Krankenhaus / Hinter Burg zur Innenstadt von Mayen. An dieser Stelle kann der User aber selbst Hand anlegen und zumindest einen Hauch von Streetview schaffen. Noch, da dieser Service im Sommer von Google um- und vorübergehend wohl auch eingeschränkt wird.

Aber noch funktioniert es ja prächtig Smiley.

Zum Beispiel hier, bei der Genovevaburg Mayen, in der ich bisher 10 einzelnen Photophere-Aufnahmen zusammengefasst habe:

Oder (für das richtige Feeling) gleich auf ► Google Maps anschauen.

Auf dem – zugegeben: noch recht kurzen – Trip kommt man vom Krankenhaus, vorbei am Eingang zur Burggarage bis vor die Tür des Eifelmuseums. Und sogar zwei kurze Abstecher zu den Seitenwegen auf der Hinter Burg Seite sind vorhanden.

Wenn möglich will ich versuchen, in Zukunft noch ein paar weitere Fotos „anzuhängen“ und so (im Idealfall) die ganze Burganlage in Google Maps zu erschließen. Bis dahin muss dieser kurze Einblick wohl genügen.

Making off

Hinweis

Anders als bei den früheren Artikeln der Reihe Google Maps & Co. gehe ich hier nur kurz auf das Making off ein. Und zwar aus einem ganz einfachen Grund: der Dienst Google Views wird in der jetzigen Form nur noch kurze Zeit zur Verfügung stehen (siehe hierzu auch den Hinweis am Ende dieses Beitrags).

Wer sich für das Thema an sich interessiert, dem empfehle ich für den Einstieg den Artikel „Wie man Photophere Bilder in Google Maps veröffentlicht“ ► Link.

Photophere-Aufnahmen hochladen

Zunächst benötigt man zwei Photophere-Aufnahmen, die einigermaßen dicht beieinander liegen und deren Qualität ausreicht, um sie auf Google Maps zu veröffentlichen. Die Punkte müssen in Sichtweite zueinander aufgenommen worden sein.

2015-05-10 19_27_58-Fotos - Google

Das ist bei den beiden Aufnahmen oben der Fall und – schubs – kann man sie über die Google Views Seite für die Prüfung bei Google Maps einreichen. Das geht auch mit zwei (oder mehr) Aufnahmen auf einmal.

2015-05-10 19_32_21-Views - Google Maps

Wie beim Hochladen von Einzelbildern gilt auch hier: Am besten den Geo-Tag prüfen und ggf. anpassen. Insbesondere, da hier ja die Bilder nicht sehr weit auseinander liegen, sollte die Platzierung schon passen.

Ja – und dann heißt es auch schon wieder – warten. Denn: Um zwei oder mehr Aufnahmen zu verknüpfen, müssen diese erst mal freigegeben worden sein.

2015-05-10 19_33_42-Views - Google Maps

Wie immer erhält man auch hier von Google eine Benachrichtigung, wenn alles fertig ist:

2015-05-16_1747

Photophere-Aufnahmen verbinden

Sind die Bilder von Google freigeschaltet, können diese miteinander verknüpft werden. Dazu in Google Views beide Bilder markieren und die Funktion Bilder verbinden aufrufen:

2015-05-14_2219_001
2015-05-14_2219

In einem separaten Fenster muss man nun

  • die Position genau bestimmen
  • die Verbindung zwischen den beiden Fotos festlegen
  • die Ausrichtung kontrollieren und anpassen

2015-05-14_2221

Die Position eines Bildes kann man einfach durch verschieben des Pins erreichen. Das Bild des jeweils markierten Pins wird rechts oben angezeigt.

Optional kann man mit dem „X“ auch ein Bild löschen.

Bei zwei Fotos ist das mit dem Verbinden einfach – es gibt nämlich keine Wahlmöglichkeit. Später, wenn mehr Bilder zur Verfügung stehen, kann es aber schon mal sein, das man auch mehr Möglichkeiten der Verbindung hat. In diesem Fall werden die möglichen Optionen gestrichelt dargestellt, die letztlich aktiven Verbindungen als durchgezogene, blaue Linie.

Hier ein Beispiel für die komplexere Variante:

2015-05-19_1154

Zum Schluss die Ausrichtung. Diese wird einmal mit einem Pin-Symbol in der Karte symbolisiert und parallel dazu in der Bildübersicht rechts oben. Zum ändern der Ansicht kann man nun das Bild selbst anklicken und drehen. Oder man klickt mit gedrückter Maustaste in der Kartensicht auf den Pin: In diesem Fall wird eine „Luftbildansicht“ eingeblendet, die man auch drehen und wenden kann.

2015-05-19_1153

Mir persönlich ist aber der erste Weg lieber, weil übersichtlicher.

Das wäre es eigentlich. Nach dem Speichern heißt es dann wieder – warten:

2015-05-14_2223_001

Epilog

Eigentlich hatte ich vor, an dieser Stelle ein kleines „HowTo“ zu veröffentlichen, sprich: eine Kurzanleitung, wie man selbst innerhalb von Google Views mehrere Photosphere-Aufnahmen so miteinander verknüpft, dass man seine eigene, kleine Streetview-Ansicht erhält. Streetview kennen ja die meisten von uns: jene 360° Ansichten, mit denen man wunderbar auf Google Maps fremde Städte erkunden kann. Nun: Google bietet auch die Möglichkeit, solche Streetview-Ansichten selbst zu erstellen und auf Google Maps zu veröffentlichen. Wenn beispielsweise Google den betreffenden Ort nicht mit seinem Kamerawagen erreichen kann.

Leider hat Google angekündigt, den bisherigen Weg der Veröffentlichung über Google Views ab August 2015 abzuändern und direkt in Google Maps zu integrieren. Von daher ist de Beschreibung in diesem Artikel etwas „flacher“ als sonst gehalten, da in einigen Wochen der Workflow sowieso anders aussehen wird.

Weitere Hinweise zu der Ankündigung von Google findet Ihr in ► diesem Artikel.

Zwischenstand Juni 2015

Aktuell (Stand: 21.06.2015) haben die 360° Panoramaaufnahmen der Genovevaburg in Mayen schon mehr als 100 Ansichten:

GenovevaburgViews

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