Pyrmonter Felsensteig: Von einem, der auszog, der Schönste zu werden

Der Publikumspreis „Deutschlands Schönster Wanderweg“ des Wandermagazins in der Kategorie Touren ist heiß begehrt – und hart umkämpft. So tummeln sich auf der Liste der nominierten Wanderwege jedes Jahr die Besten der Besten. Und schon dreimal konnte ein Traumpfad den begehrten Preis einheimsen:

  • Traumpfad Virne-Burgweg (2008)
  • Traumpfad Monrealer Ritterschlag (2011)
  • Traumpfad Eltzer Burgpanorama (2013)

Und im Jahr 2015 versucht ein weiter Traumpfad sein Glück: Der Pyrmonter Felsensteig. Ein guter Grund, sich diesen Weg noch mal im noch recht neuen Jahr 2015 anzuschauen und die Frage zu klären: Ist das der Preisträger 2015?

Pyrmonter Felsensteig Collage


Allgemeines zur Tour

Die Grunddaten des Pyrmonter Felsensteigs sind rasch aufgezählt: Eine Gesamtlänge von 11,7 km, die man in gut 4 Stunden absolvieren kann, dabei knapp 360 Höhenmeter überwindet und die insgesamt zu einer Einstufung als „Mittel“ führt.

So kann man natürlich noch kein Urteil fällen, ob der Pyrmonter Felsensteig der nächste Preisträger sein wird.

Immerhin: das Deutsche Wanderinstitut hat den Weg 2012 mit 79 Punkten offiziell zum Premiumweg erklärt. Da sticht der Weg schon ein bisschen aus der Masse heraus (schließlich braucht ein Traumpfad mindestens 50 Punkte). Von den bisherigen Preisträgern hatte keiner einen so guten Startplatz:

  • Traumpfad Virne-Burgweg (2008)  – 78 Punkte
  • Traumpfad Monrealer Ritterschlag (2011) – 71 Punkte
  • Traumpfad Eltzer Burgpanorama (2013) –76 Punkte

Offenbar ist die Bewertung durch das Deutsche Wanderinstitut nicht alleine Garant für den Publikumspreis des Wandermagazins.

Da hilft nur eins: man muss sich den Weg selbst anschauen.

Burg Pyrmont, Pyrmonter Mühle

Obwohl wir bei eher suboptimalen Wetter los fuhren, war der Parkplatz am (Haupt-) Startpunkt 56754 Roes, Parkplatz Pyrmonter Mühle (Elztal 1), hoffnungslos überfüllt. Zum Glück hat ein Hinweisschild uns darauf aufmerksam gemacht, dass man auch die nahen Parkplätze der Burg mitnutzen kann. Und dort waren (Mitte April ist die Burg ja noch nicht geöffnet) noch genügend Plätze vorhanden.

Den direkten Blick auf die Burg Pyrmont hatten wir also schon direkt vom Start weg.  

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Vorbei an dem alten Gemäuer macht die Weg einen Schlenker und folgt dem Talverlauf, um bald wieder, auf der gegenüberliegenden Seite, zurückzuführen. 

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Grau sah es aus, aber so ist das nun mal im Frühjahr – insbesondere, wenn es gerade erst richtig angefangen hat. Aber hier und da findet man dann doch einen kleinen Farbtupfer. Oder wird mit einem tollen Panoramablick auf die Burg belohnt.

Zügig geht es jetzt bergab – und es naht der nächste Höhepunkt. Oder sind es zwei? Nun, es warten die Pyrmonter Mühle und die Elzbach-Wasserfälle auf den Wanderer.

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Fachwerk und der hier doch recht wild auftretende Elzbach sind schon ein fesselnder Anblick.

Bildstock, alte Kapelle

Über die Brücke an der Mühl geht es jetzt ein kurzes Stück an der Straße entlang, die man dann überquert, um den gegenüberliegenden Hang zu erklimmen. Auf diesem geht es – immer der gewohnt perfekten Ausschilderung folgend – weiter zum Bildstock: einigen Heiligenbildern.

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Und auch hier geht es weiter bergauf und der Pyrmonter Felsensteig zeigt, was er noch bieten kann: schöne Fernsichten.

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Auf der Kolliger Höhe geht es vorbei an einem alten Kreuzweg (samt einer halb verfallenen Kapelle). Und manchmal Smiley auch an einem  überdimensionalen Osterhasen.

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Sammetzkopf

Der Weg folgt dem Höhenzug. Ziel ist nun der Sammetzkopf mit dem dortigen Gipfelkreuz.  Von hier hat man einen tollen Blick auf das nahe Kollig und weite Teile des Maifelds.

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Auenwaldlandschaft Elzbachtal

Und ein letztes mal wechselt der Traumpfad sein Gesamtbild: nach Burg und Mühle, Wald und Wiese und den Fernsichten auf dem Sammetzkopf folgt er nun dem Elzbach durch eine wunderschöne, weite Auenlandschaft.

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YouTube-Video Wasserfall

Zum Schluss noch ein kurzer Videoclip des Wasserfalls an der Prymonter Mühle. Ein – wie ich finde – absolutes Highlight auf dieser Tour und gleichzeitig ein Eldorado für Fotografen Smiley.

Der Wasserfall an der Pyrmonter Mühle

Fazit

Der Pyrmonter Felsensteig hat alles, was man für einen Preisträger benötigt: er hat – wie alle sein drei Vorgänger aus den Reihen der Traumpfade – eine Burg zu bieten, Wald und ein Gewässer sind auch vorhanden. Er kann Fernsichte aufweisen und eine weite Auenlandschaft. Und wie man an den vorstehenden Bildern sieht: selbst bei nicht so tollem Wetter macht er eine gute Figur. Und letzteres ist meiner Meinung nach (neben der Abwechslung) ein ganz wichtiger Aspekt für einen wirklich guten Wanderweg. 

Noch bis 30. Juni: Abstimmen für Deutschlands schönster Wanderweg

Wie gesagt: der Traumpfad Pyrmonter Felsensteig schickt sich in 2015 an, die Wahl zu „Deutschlands Schönstem Wanderweg“ zu gewinnen. Und mit Deiner Stimme kannst Du ihm dabei helfen.

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Wie schon in den Vorjahren wird auch 2015 der Preis durch das Wandermagazin vergeben. Unter allen Teilnehmern werden dabei wertvolle Preise verlost! Die Teilnahme lohnt sich also gleich mehrfach.

Hier der ►Link auf die Website des Wandermagazins zur Stimmabgabe.

Meine Stimme hat er schon – und ich drücke ihm auch fest die Daumen.

Meine Tracks-Aufzeichnung

Als ausgewiesener Fan der Google Android App Meine Tracks (► Link) versuche ich, wo immer möglich, den Verlauf der Wanderung aufzuzeichnen und hier in Form einer Google® Maps-Karte darzustellen. So kann man sich schon im Voraus über den Streckenverlauf informieren und ggf. eigene Planungen darauf abstimmen.


Weiterführende Links

Wie immer gibt es auch zu dieser Strecke sehr viele Hinweise und weiterführende Hilfestellungen im Internet. Die für mich und meine Planung wichtigsten habe ich nachfolgend aufgeführt:

  • Natürlich gibt es auch für den Pyrmonter Felsensteig eine eigene Seite im Webportal der TraumpfadeLink. Ein Besuch auf dieser Seite lohnt sich immer – schon allein für die aktuellen Mitteilungen des Wegemanagements.
  • Ein quasi „muss“ ist natürlich auch der Tourenplaner von Alpregio / Outdooractive: Hier findet man alles, was man für die Vorbereitung der Wandertour benötigt ► Link.
  • Du willst mehr über die Burg Pyrmont erfahren? Verständlich – und auch hier bieten sich dann gleich zwei Quellen im Web an, über die man in seine Recherche einsteigen kann: zum einen der Wikipedia-Artikel zur Burg PrymontLink und zum anderen die Website der Burg selbst ► Link.
  • Zusammenfassung der Bewertung auf der Seite des Deutschen WanderinstitutLink.

Weitere Traumpfad-Touren

Neben dem vorliegenden Artikel findet man zum Thema Traumpfade noch weitere Beiträge hier im Blog. Einfach dem ► Link zur Übersichtsseite Wandertouren folgen.