Meine Apps: Google Maps Engine

Android

Die Google Maps App kennt ja quasi jeder, der ein Android-Smartphone sein Eigen nennt. Wer hat nicht schon mal nach einem Ort gesucht oder hat sich vielleicht auch mal von der App durch eine fremde Stadt lotsen lassen.

Ein Schattendasein führt dagegen die Google Maps Engine, eine ebenfalls kostenfreie App von Google, die aber die wenigsten kennen. Das zu ändern ist das Ziel dieses Blogartikels …

Google Maps Engine - Play Store


Allgemein

Die App Google Maps Engine ist kostenfrei im Google Play Store erhältlich. Hier der ► Link.

Aktuell (Stand: Juli 2014) ist die Version 62 im Umlauf (dachte auch erst, da würde ein Punkt fehlen, scheint aber korrekt zu sein). Sie ist lauffähig ab Android-Version 2.3.3 („Gingerbread„) und hat eine Größe von 5,5 MB. Version und Größe variieren je nach Gerät und Android-Version (die Angaben beziehen sich auf mein HTC One (M7))

Die Oberfläche

Nach dem Start der App sieht man zunächst ein Kartenansicht, die an den großen Bruder Google Maps erinnert (Screenshot links). Oben ein Suchfeld, dass allerdings im Funktionsumfang eingeschränkt ist: Man kann zwar Orte suchen, aber wählt man z.B. einen Platz zur Navigation aus, wird Google Maps gestartet. Weiterhin kann man mit dem GPS-Symbol unten rechts den eigenen Standort lokalisieren und die Karte darauf zentrieren.

Über einen Swipe von links erhält man eine Sidebarmenü, in dem

  • das eigene Profil-Bild angezeigt wird (allerdings hat dieser Menüpunkt keine Funktion sondern signalisiert lediglich das Konto, mit dem man angemeldet ist)
  • die zuletzt aufgerufenen Karten angezeigt werden
  • die Satelliten-Ansicht aktiviert bzw. deaktiviert werden kann
  • den Hilfe- bzw. Feedback-Aufruf findet

(siehe Screenshot in der Mitte).

Dieser Punkt ist also bei der erstmaligen Nutzung weniger hilfreich. Interessanter ist ein Klick auf das Ordner-Symbol oben rechts neben der Suchleiste: Dies öffnet die Ansicht Karte öffnen (Screenshot rechts).

Google Maps Engine - StartansichtGoogle Maps Engine - SidebarGoogle Maps Engine - Karte öffnen

Die Ansicht Karte öffnen ist in drei Abschnitte:

  • Von mir erstellt (Screenshot links)
  • Für mich freigegeben (Screenshot links)
  • Klassisches Maps (Screenshot links)

Zwischen den drei Abschnitten kann man mit einem Swipe wechseln.

Google Maps Engine - Von mir erstelltGoogle Maps Engine - Für mich freigegebenGoogle Maps Engine - Klassisches Maps

Der Abschnitt Von mir erstellt zeigt die bei Google Maps Engine (im Web) erstellten Karte an. Auf dieses Thema bin ich schon mal im Rahmen eines eigenen Blog-Artikels eingegangen (► Link).

Bei den Für mich freigegebenen Karte herrscht bei mir (derzeit) noch gähnende Leere, aber grundsätzlich ist diese Funktion ja auch selbsterklärend: Hat ein Anderer eine Karte mit mir geteilt, würde diese hier angezeigt werden.

Im dritten Abschnitt ist dann schon wieder mehr los: Hier findet man die Karten vom Klassischen Maps. Bei mir tauchen hier zum Beispiel alle mit Meine Tracks erstellten GPS-Aufzeichnungen auf. Aber auch die manuell in Google Maps erstellten Karten werden hier angezeigt.

Wie man sieht unterscheidet Google hier sehr genau, wo eine Karte erstellt bzw. hochgeladen wurde.

Funktionen

Egal, welche Karte man auf einem der drei Abschnitte auswählt; die jeweilige Ansicht wird dann – wie von Google Maps gewohnt – geladen und angezeigt. Man kann zoomen, sich Details anzeigen, usw..

Als Beispiel habe ich links einen Screenshot von meinem Wien-Trip geladen, auf dem ich verschiedene Sehenswürdigkeiten, Restaurants oder Cafés markiert habe.

Über die Sidebar kann man sich zusätzlich Kartendetails anzeigen lassen, wobei sich Art und Umfang doch in sehr engen Grenzen halten (siehe Screenshot Mitte).

Google Maps Engine - Beispiel WienGoogle Maps Engine - KartendetailsGoogle Maps Engine - Offline

Optional kann man in diesem Dialog auch die Beschreibung editieren. Und dies ist dann auch die einzige wirkliche Bearbeitungsfunktion, die die App bietet.

Zum Schluss habe ich auch mal den Flugmodus aktiviert – und damit reduziert sich der Funktionsumfang auf Null. Will heißen: Google Maps Engine funktioniert nicht ohne Datenverbindung und bietet – anders als Google Maps – keine Möglichkeit der Offline-Nutzung.

Fazit: Ja, aber …

Wenn man sich das ganze so ansieht, könnte man zu dem Schluss kommen: Was bringt mir diese App überhaupt? Nun: Dieses Alleinstellungsmerkmal hat sie tatsächlich. Es ist das Anzeigen von individuellen Karten, dass vor einiger Zeit aus Google Maps entfernt wurde und somit nur über diese spezielle App möglich ist. Ich persönlich erstelle z.B. gern vor einer Städtetour eine Map mit den Sehenswürdigkeiten der Stadt, den Hotspots und Dingen, die ich halt besuchen möchte. Google Maps Engine bietet nun (endlich) die Möglichkeit, diese zuvor erstellten Karten bei dem Besuch der Location als individuellen Stadtführer zu nutzen.

Leider aber nur halbgar ausgeführt, weil – wie oben schon angemerkt – die Offline-Funktion der Karten fehlt. Man hängt also wieder am „Datentropf“ was im Ausland – zumindest derzeit noch – teuer werden kann.

Unterm Strich werde ich die App in dem oben beschriebenen Usecase (zumindest innerhalb von Deutschland) wohl nutzen. Aber sinnvoller wäre es natürlich, wenn die Funktion der Anzeige von individuellen Karten (wieder) in die Google Maps-App integriert wird oder die Google Maps Engine-App einen Offline-Modus erhält.

Weitere Artikel zu Meine Tracks & Google Maps

Weitere Artikel zu Meine Tracks & Google Maps findet Ihr auf der eigens dafür eingerichteten Übersichtsseite. Hier der ► Link.

Autor: Peter Winninger

Peter Winninger
https://pwinninger.wordpress.com
Blogger aus Leidenschaft, Wandersmann, Social-Media-, Web- und Androidbegeisterter, Freund von guten Gadgets.Verbinde Dich mit Peter auf ►Google+


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