Jack Wolfskin Trail Rider: 2 Jahre später

Erinnert Ihr Euch? Im Sommer 2012 hatte ich mir (nach einer Enttäuschung mit einem No-Name-Fabrikat) den Jack Wolfskin Trail Rider Texapore zugelegt. Seitdem war dieser Wanderstiefel bei jeder meiner Touren im Einsatz: Egal ob Frühjahr, Sommer, Herbst oder Winter. Zeit, einen Blick zurück und vor allem einen Blick auf den Schuh zu werfen …

Jack Wolfskin Trail Rider - Artikelbild


Jack Wolfskin Trail Rider Texapore

Den Artikel zu dem Wanderstiefel von Jack Wolfskin hatte ich im Sommer 2013 veröffentlicht (► Link), aber da war der Schuh auch schon mehr als ein dreiviertel Jahr im Einsatz.

Jetzt, knapp 21 Monate später, ist es Zeit, ein Resümee zu ziehen. 21 Monate im Wandereinsatz … was heißt das eigentlich für einen Wanderstiefel?

Ein Blick ins Blog ergibt folgende Rechnung:

Pro Monat zwischen vier und sechs Wanderungen, wobei die Länge der Wanderungen zwischen 10 bis 20 km schwankt. Macht (grob über den Daumen)

21 Monate x 5 Wanderungen x 15 km = 1.575 km

1.575 km über Pfade, Steine und Waldboden. Asphalt wechselt mit Klettersteigen. Nach Schlammschlachten folgen staubige Strecken oder auch Eis und Schnee. Nein: Leicht hatte es der Trail Raider weiß Gott nicht.

Und wie hat sich der Stiefel geschlagen?

Nun: Natürlich hat der vorliegende Artikel einen bestimmten Grund. Eigentlich sogar zwei. Zum einen hat sich eine der Seitennähte gelöst.

Jack Wolfskin Trail Rider - die offene NahtJack Wolfskin Trail Rider - Naht von der Seite

Wie man auf den beiden Fotos sieht ist es – noch – ein sehr kleines Stück der Naht, das betroffen ist und auch keinen Einfluss auf die Nutzung des Schuhs hat.

Gravierender ist die Abnutzung der Absätze: Liegt auch ein wenig am Benutzer, der schon der Vergangenheit ein „Absatz-Killer“ war.

Jack Wolfskin Trail Rider - Sohlen (bei einer Wanderung)Jack Wolfskin Trail Rider - Klare AbnutzungszeichenJack Wolfskin Trail Rider - Sohle (Seitenansicht)Jack Wolfskin Trail Rider - Nochmal auf der Wanderung

Insgesamt haben die tausendfünfhundert Kilometer an der Sohle ihre Spuren hinterlassen. Geht man bei den Wandertouren von einem Asphaltanteil von 20 % der Strecke aus (was bei manchen Wanderwegen – leider – der Fall ist), kommt man rein rechnerisch auf 315 km. Und gerade diese Asphaltstrecken sind für Wanderstiefel pures Gift.

Jack Wolfskin Trail Rider - Nach der TourJack Wolfskin Trail Rider - Absatz (Großansicht)

Mein Fazit

Mein Fazit …? Zufriedenstellend. Rechnet man die Kosten für die Wanderstiefel auf die Anzahl der Wandertouren um, kommt man auf einen Wert von ca. 54 Cent pro Tour. Ferner sind die Jack Wolfskin Trail Rider Texapore nicht als Profi-Ausstattung entworfen worden. Es sind klassische Einsteigermodelle – und dafür haben sie sich – nach meiner Einschätzung – sehr gut geschlagen. Und ich werde auch noch die eine oder andere Tour bei trockenem Wetter drehen, weil – und das ist natürlich eine Folge der Sohlenabnutzung – auf nassem Untergrund lässt die Haftung dann doch merklich nach.

Und der Nachfolger …?

Da wird es gleich zwei geben. Einer steht schon im Schuhschrank und ist – ein Jack Wolfskin! Und zwar ein Nachfolgemodel der Trail Rider-Reihe, der sich bei mir ja gut geschlagen hat und zumindest mich vom Preis-Leistungsverhältnis überzeugte: Es ist der

Jack Wolfskin Trail Master Texapore

Wie schon sein Vorgänger habe ich auch diesen beim Globetrotter in Bonn erstanden – und wieder zu einem günstigen Angebotspreis von (hört hört) 49,00 €.

Wenn er sich genauso gut schlägt wie der Vorgänger, kann ich eigentlich zufrieden sein.

Hier eine Fotos des Schuhs:

Jack Wolfskin Trail Master - der NachfolgerJack Wolfskin Trail Master - TexaplorelogoJack Wolfskin Trail Master - Großansicht - SeiteJack Wolfskin Trail Master - Großansicht vornJack Wolfskin Trail Master - Großansicht hintenJack Wolfskin Trail Master - Etikett

In einem kurzen Testresümee der Zeitschrift outdoor (Heft 5/2012) (► Link) heißt es zu diesem Modell treffend:

Sehr günstiges Modell für Gelegenheitswanderer oder Outdoor-Einsteiger, die vorwiegend bei trockenem Wetter losziehen.

Deckt sich somit mit meinen Beobachtungen beim Trail Raider.

Ansonsten halte ich die Augen offen und werde mir noch ein zweites Paar zulegen, dass diesmal aber etwas höhere Ansprüche erfüllen soll. Mal sehen, wer hier das Rennen macht. Sobald die Würfel gefallen sind, wird es sicherlich einen weiteren Artikel hier im Blog geben ..