Herbst auf der Traumschleife Rabenlay

Eine Traumschleife stand schon länger auf meiner Wunschliste : Die Rabenlay bei Gondershausen.  Warum?  Nun: Zum einen,  weil auf diesem Wanderweg bereits einige Blogger unterwegs waren und deren Berichte neugierig gemacht haben.  Und zum anderen,  da dieser Rundweg die letzte Tour der nördlichen Traumschleifen ist,  auf der ich noch nicht unterwegs war.  Grund genug,  an einem freien Montag (und lausigem Wetter) den Rucksack ins Auto zu packen und einen Abstecher in den Hunsrück zu machen…

Traumschleife Rabenlay - Collage

Allgemeines zur Tour / Startpunkt

Der Startplatz in Gondershausen (für das Navi: Buchenweg 3, 56283 Gondershausen) befindet sich hinter der Gunthershalle und ist riesig.

Traumschleife Rabenlay - Parkplaz

Und ich hatte ihn ganz für mich allein. Das Wetter lud ja auch nicht direkt zum Wandern ein. Außerdem sind unter der Woche generell weniger Wanderer unterwegs.  Ausgewiesen ist die Rundtour mit 15,5 km und einer reinen Gehzeit von ca. sechs Stunden. Schnell noch einen Blick auf die Infotafel mit Karte geworfen und schon ist man auf der Zuwegung zum Traumschleifen-Portal.

Portal und Eifelblick

Die Häuser von Gondershausen bleiben rasch zurück und schon nach kurzer Zeit erreicht man das Portal und den eigentlichen Hauptweg.

Traumschleife Rabenlay - Portal Traumschleife Rabenlay - Wegemarkierung

Auf einem schmalen Waldpfad geht es von hier (wenn man den Weg gegen den Uhrzeigersinn angeht)  weiter.  Das erste Zwischenziel ist der Eifelblick,  den man nach der Überquerung einer Straße erreicht. Naja,  oder zumindest hätte man von hier wohl einen Blick bis hinüber zur Eifel.  Aber wegen Nebel musste ich mich mit einem Blick auf den Hunsrück begnügen.

Traumschleife Rabenlay - EifelblickTraumschleife Rabenlay - Eifelblickpanorama

Aussichtspunkt Windräder

Über das freie Feld geht es nun weiter,  bis man durch ein Wildgatter  in den Wald wechselt.

Traumschleife Rabenlay - HerbstwaldTraumschleife Rabenlay - WildgatterTraumschleife Rabenlay - WaldstückTraumschleife Rabenlay - Hinweistafel

Nach der Passage durch den Wald  eine Hinweistafel auf den 2. Weltkrieg und ein hier abgestürztes Flugzeug bzw. eine (ebenfalls wahre) Geschichte über einen Widerstandskämpfer auf der Flucht vor den Nazis.

Man verlässt den Wald und marschiert auf den Sonnenhof zu,  einem einzeln gelegenen Gehöft.  Nach dem Überqueren einer Straße hat man das gleichnamige Biotop Sonnenhof erreicht: Eine kleine Baumgruppe mit Unterholz.  Vorbei an einer Bushaltestelle mit Schutzhütte wartet man am Ende des Biotops der Aussichtspunkt Windräder.  Einige konnte man zumindest erahnen…

Traumschleife Rabenlay - WindräderblickTraumschleife Rabenlay - Windradblick im NebelTraumschleife Rabenlay - BodenmarkierungTraumschleife Rabenlay - Hinweistafel Deponie

Interessant fand ich die Hinweistafel auf eine ehemalige Mülldeponie,  die sich hier wohl befunden hat und die sich derzeit in der Nachsorgephase befindet.  Wieder ein Puzzelteil in dem Gesamtkonzept des Weges, der unter der Überschrift Die vier Elemente Feuer – Wasser – Erde – Luft steht – und dieses Thema findet sich an allen markanten Wegepunkten wieder.

Baybachtal

Jetzt geht es wieder über freies Feld und man kann den Blick schweifen lassen über die Landschaft des Hunsrück.

Traumschleife Rabenlay - Feldweg

Bis, ja bis man in das Tal des Mühlenbachs eintaucht. Ein klares Kontrastprogramm: Herbstlicher Wald, laubbedeckte Wege, bemooste Felsen und der freie Blick auf den Himmel wird auf die Talränder begrenzt. Und irgendwann gesellt sich dann unterhalb des Weges das rauschen des Mühlenbachs hinzu. An einer der Spitzkehren auf den Weg zu Talsohle hat man die Möglichkeit, auf die Traumschleife Baybachklamm zu wechseln.

Traumschleife Rabenlay - Wegweiser vor HimmelTraumschleife Rabenlay - FelsformationTraumschleife Rabenlay - WegekreuzungTraumschleife Rabenlay - Blick zum MühlenbachTraumschleife Rabenlay - EinzelpilzTraumschleife Rabenlay - Baumpilze

Immer tiefer geht es hinab, bis man – dem Mühlenbach folgend – den eigentlichen Star dieser Traumschleife erreicht: Den Baybach. Der hat zwar eigentlich auch eine “eigene” Traumschleife (die Baybachklamm – siehe Artikel vom 21.03.2011 ► Link), aber auch die Rabenlay führt über einen längeren Abschnitt entlang dieses Bachs. Und der Baybach ist schon eine Klasse für sich: Selbst im Herbst, wenn die Fauna praktisch nur noch aus kahlen Bäumen und Moos besteht, punktet die Landschaft immer noch mit einem wilden Wasserlauf und schroffen Felsformationen.

Traumschleife Rabenlay - BaybachTraumschleife Rabenlay - Rauschender BaybachTraumschleife Rabenlay - BaybachzuflussTraumschleife Rabenlay - Engstelle des Baybachs

Am Baybach entlang schlängelt sich nun der Weg durch das Tal.

Obacht: Die Hinweise bezüglich Witterung, Nässe und rutschig werden nicht umsonst gemacht (bin ein paar mal richtig ins schlittern gekommen).

Alte Mühlen

Der Abstecher ins Baybachtal endet an den Ruinen einer alten Mühle. Hier befindet sich auch eine Rastbank, die zu einer Pause einlädt. Habe ich auch genutzt, um für den kommenden Anstieg gewappnet zu sein.

Traumschleife Rabenlay - Rastplatz MühlenruineTraumschleife Rabenlay - MühlenruineTraumschleife Rabenlay - Mein GPS-Handy

Rabenlay

Nach der Pause führt der Weg bergan aus dem Tal hinaus. Dabei schraubt sich der Pfad zügig auf den Höhenzug und man nähert sich dem Aussichtspunkt, der als Namensgeber für diesen Weg dient: Die Rabenlay. Von hier hat man einen prima Blick über das nun unter einem liegende Baybachtal.

Traumschleife Rabenlay - Ausblick Rabenlay

Vom Aussichtspunkt aus geht es nun durch den Wald des Mühlenbergs.

Traumschleife Rabenlay - Aussichtspunkt Traumschleife Rabenlay - TalblickTraumschleife Rabenlay - Herbstlicher WaldTraumschleife Rabenlay - HerbstwaldTraumschleife Rabenlay - Herbstlaub

Und kurz vor dem verlassen dieses Waldstücks noch eine nette Idee von Landesforsten Rheinland-Pfalz: Ein “Bilderrahmen”.

Traumschleife Rabenlay - Bilderrahmen im Wald

Leider war ich diesmal allein unterwegs – und darum gibt es kein Foto. Aber beim nächsten mal wird das nachgeholt.

Erzgrube Petrus

Ab hier geht es nun wieder über freies Feld. Ziel ist die (ehemalige) Erzgrube Petrus. Hier wurde in der Vergangenheit im Tagebau Erz abgebaut. Darauf macht zumindest die Hinweistafel aufmerksam, die sich – nebst Traumschleifenliege & Schutzhütte – hier befindet. Und auch wenn man vom Erzbau nichts mehr sieht – hier hat man einen tollen Ausblick auf Gondershausen.

Traumschleife Rabenlay - Erzgrube PetrusTraumschleife Rabenlay - Ein Pflug

Besenbinderkreisel und Steinkaul

Der Weg strebt nun – den Feldwegen folgend – Gondershausen entgegen und bringt den Wanderer zum Kreisel am Ortseingang (hat man vielleicht schon bei der Anreise kurz gesehen). Hier wird mit drei Reisigbesen aus Metall, einer Besenbinderfigur und einer Hinweistafel auf die alte Tradition des Besenbindens hingewiesen.

Traumschleife Rabenlay - BesenbinderkreiselTraumschleife Rabenlay - HolzfigurTraumschleife Rabenlay - Hinweistafel BesenbinderTraumschleife Rabenlay - Metallbesen

Der Weg wendet sich vom Ort ab und man steuert den Aussichtspunkt Steinkaul an, der einen der tollen Weitblick bietet (inkl. Rastmöglichkeit).

Traumschleife Rabenlay - Aussichtspunkt Steinkaul

Waldsee und alte Eiche

Und auch das nächste Zwischenziel ist nicht weit. Einige Meter über freies Feld, kurz in den Wald und man steht vor dem Waldsee von Gondershausen.

Traumschleife Rabenlay - Waldsee

Hier knubbeln sich die Highlights, denn kaum hat man den Waldsee hinter sich gelassen, erreicht man eine alte, beeindruckende Eiche.

Traumschleife Rabenlay - Alte Eiche

Schönstattkapelle

Über freies Feld geht es weiter, den Ort immer zur linken, geht es nun wieder bergauf. Nördlich von Gondershausen taucht der Weg dann ein letztes mal in den Wald ein, um zum letzten Wegepunkt, der Schönstattkapelle zu führen.

Traumschleife Rabenlay - WaldkapelleTraumschleife Rabenlay - Hinweistafel KapelleTraumschleife Rabenlay - Blick in die Waldkapelle

Von hier erreicht man dann in kürzester Zeit das Traumschleifen-Portal und die Zuwegung zum Parkplatz.

Mein Fazit

Ein schöner, abwechslungsreicher Wanderweg, der das Premiumsiegel und die 72 Erlebnispunkte verdient hat. Persönlich hat mir die Passage durch das Baybachtal am besten gefallen. Die Ausschilderung ist sehr gut, allerdings durch die teilweise verwendeten Bodenmarkierungen nicht “winterfest”. Was aber nichts macht, da der Weg sowieso mit dem Hinweis “… bei Eis und Schnee nicht begehbar …” ausgewiesen ist.

Meine Tracks-Aufzeichnung

Als ausgewiesener Fan der Google Android App Meine Tracks (► Link) versuche ich, wo immer möglich, den Verlauf der Wanderung aufzuzeichnen und hier in Form einer Google® Maps-Karte darzustellen. So kann man sich schon im Voraus über den Streckenverlauf informieren und ggf. eigene Planungen darauf abstimmen.

Weiterführende Links

Wie immer gibt es auch zu dieser Strecke sehr viele Hinweise und weiterführende Hilfestellungen im Internet. Die für mich und meine Planung wichtigsten habe ich nachfolgend aufgeführt:

  • Erste Anlaufstelle für die Traumschleifen ist die Projektseite des Saar-Hunsrück-Steig (hier der ► Link).
  • Nicht fehlen darf natürlich auch der Hinweis auf die Tourenkarte von Outdooractive.com, mit der man sich schon im Vorfeld einen prima Überblick über den Wegeverlauf, die Sehenswürdigkeiten, etc. machen kann. Wie immer super umgesetzt (hier der ► Link).
  • Wie eingangs schon erwähnt gibt es zur Rabenlay auch einige Artikel von anderen Bloggern, die mich neugierig auf diesen Weg gemacht haben. Hier darum zwei Links auf solche Artikel:
      • Wanderung auf der Traumschleife Rabenlay im Blog Fotografische Reisen und Wanderungen vom 16.08.2013 (► Link)
      • Rund um Gondershausen – Die Traumschleife Rabenlay im Blog Die Wanderreporter vom 15.08.2013 (► Link)

Weitere Traumschleifen-Touren

Neben dem vorliegenden Artikel findet man zum Thema Traumschleifen noch weitere Beiträge hier im Blog. Einfach dem ► Link zur Übersichtsseite Wandertouren folgen.

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