Traumpfad Höhlen- und Schluchtensteig 2013

Wenn es um abwechslungsreiche Wanderwege geht, herrscht in unserer Region ja kein Mangel: Sowohl die Traumschleifen als auch die Traumpfade bieten für (fast) jeden die richtige Tour. Eine davon ist der Traumpfad Höhlen- und Schluchtensteig bei Kell: Er glänzt mit großen Höhlen, herrlichen Aussichtspunkten und einem ordentlichen Wasserfall in der Wolfsschlucht.

Worauf warten wir dann noch …?

Traumpfad Höhlen-Schluchtensteig - Collage

Allgemeines zur Tour / Startpunkt

Das haben wir uns auch gefragt, einige Dinge in den Rucksack geschmissen und uns zum Startpunkt der Tour etwas außerhalb des Örtchens Kell (bei Andernach) gemacht. Für das Navigationsgerät: 56626 Andernach-Kell, Parkplatz Bergwege; das ganze liegt an der Kreisstraße 57, ist in Kell sehr gut ausgeschildert und schon von weitem an dem Häuschen der Wasserversorgung und vor allem der Traumpfadfahnen erkennbar.

Traumpfad Höhlen-Schluchtensteig - Traumpfadfahne Traumpfad Höhlen-Schluchtensteig - Infotafel am Startpunkt

Obwohl der Parkplatz nicht gerade klein ist, war er bei unserer Ankunft schon gut besucht. Die Idee, eine Spätsommerwanderung zu machen, hatten also auch noch andere. So ein Premiumwanderweg mit 12,1 km, den man in gut 3 ½ Stunden laufen kann, ist halt verlockend und findet seine Fans.

Schnell noch einen Blick auf die Infotafel am Rande des Parkplatzes geworfen und schon ist man auf dem Traumpfad unterwegs, um die Höhlen- und Schluchten der Eifel zu erkunden.

Krayerbachtal

Vom Parkplatz geht es zunächst entlang der Kreisstraße in Richtung Berghof, biegen aber schon bald nach links ab in Richtung Pontertal. Über freies Feld geht es – oberhalb des Tals – weiter. Dann geht es endlich hinunter ins Krayerbachtal und wir passieren den Krayerhof und die Krayermühle. Die Landschaft ist hier recht abwechslungsreich und bietet immer wieder schöne Fernsichten. Und auch Schmetterlinge hatten wir hier als Begleiter.

Traumpfad Höhlen-Schluchtensteig - Schmetterling Traumpfad Höhlen-Schluchtensteig - Rastbank und Hinweisschild

Pontertal und Aufstieg

Im Tal des Ponterbachs geht es zunächst auf breiten Wegen durch den Wald, man passiert den Bach auf einer kleinen Brücke und im Anschluss geht es bergauf.

Traumpfad Höhlen-Schluchtensteig - Holzbrück im Pontertal Traumpfad Höhlen-Schluchtensteig - Holzbrücke - Detailansicht

Langsam aber stetig gewinnt man an Höhe und erreicht dann den Aussichtspunkt Schweppenburg:

Traumpfad Höhlen-Schluchtensteig - Waldpassage Traumpfad Höhlen-Schluchtensteig - Schweppenburg

Zwar war es bei unserer Wanderung etwas diesig & der Blick daher getrübt. Aber wer sich etwas mehr über die Burg informieren will – hier der ► Link auf den Wikipedia-Artikel.

Schöne Aussicht

Doch der Blick auf die Schweppenburg ist nur einer der Aussichtspunkte. Das nächste Zwischenziel trägt den bezeichnenden Name Schöne Aussicht. Und so ist es dann auch: Von einer Felsnase aus hat man einen prima Ausblick auf die bewaldeten Hügel des Brohlbachs und die Ausläufer von Burgbrohl.

Traumpfad Höhlen-Schluchtensteig - Schöne AussichtTraumpfad Höhlen-Schluchtensteig - Panoramablick ins Brohltal

Auf Serpentinen geht es jetzt rasch bergab, da die nächsten Höhepunkte im Tal zu finden sind.

Traumpfad Höhlen-Schluchtensteig - Steinhäufchen Traumpfad Höhlen-Schluchtensteig - Serpentinen ins Tal

Trasshöhlen

Am Ende des Abstiegs passiert man das Restaurant Jägerheim (► Link) und steht damit gleichzeitig unterhalb des Bahnviadukts, das hier das Tal überspannt:

Traumpfad Höhlen-Schluchtensteig - Jägerheim Traumpfad Höhlen-Schluchtensteig - Eisenbahnbrücke

Aber viel interessanter ist das, was hinter der Bahnbrücke wartet Die Trasshöhlen, die allein schon durch ihr Größe beeindrucken:

Traumpfad Höhlen-Schluchtensteig - Eingang in die Trasshöhle
Traumpfad Höhlen-Schluchtensteig - Traumpfadlogo in der Höhle Traumpfad Höhlen-Schluchtensteig - Blick in eine SeitenhöhleTraumpfad Höhlen-Schluchtensteig - Großansicht Höhle
Traumpfad Höhlen-Schluchtensteig - Höhlenblick Traumpfad Höhlen-Schluchtensteig - Auch Pflanzen gibt es Traumpfad Höhlen-Schluchtensteig - Zwischen zwei Höhlen

Nach einer kurzen Wiesepassage folgt die nächste Höhle:

Traumpfad Höhlen-Schluchtensteig - Eingang zur zweiten Höhle Traumpfad Höhlen-Schluchtensteig - weitere Trasshöhle

Wolfsschlucht

Die Straße wird erneut überquert, es geht am Altenheim Bad Tönnisstein vorbei und dann taucht man in die Wolfsschlucht ein. Die Felsformationen, die man hier sehen kann, .sind sehr interessant:

Traumpfad Höhlen-Schluchtensteig - Gesteinsformation Traumpfad Höhlen-Schluchtensteig - Pfad zur Wolfsschlucht
Traumpfad Höhlen-Schluchtensteig - Gesteinsformationen

Ein “Lost place”, den man kaum noch erkennen kann, ist auch dabei: Das ehemalige Kloster Tönnisstein. Zwar kann man jetzt nur noch einen vagen Blick auf die Ruinen werfen. Zur Blütezeit muss die Lage des Klosters aber einen schönen Blick ins Tal geboten haben.

Traumpfad Höhlen-Schluchtensteig - Kloster Tönnisstein

Hier der ► Link auf den Wikipedia-Artikel

Ab jetzt bekommt der Weg langsam aber sicher etwas Dschungelartiges: Die Felswände werden höher, der Bewuchs dichter und der Tönnissteiner Bach rückt näher und wird auch wilder.

Traumpfad Höhlen-Schluchtensteig - Wolfsschlucht Traumpfad Höhlen-Schluchtensteig - Wilder Bachlauf Traumpfad Höhlen-Schluchtensteig - PilzeTraumpfad Höhlen-Schluchtensteig - Wurzelwerk

Höhepunkt ist zweifelslos der Wasserfall am Ende der Schlucht:

Traumpfad Höhlen-Schluchtensteig - Wasserfall

Römerbrunnen, Sauerbrunnen

Wir verlassen die Schlucht, überqueren die Straße und im Wald geht es dann zum Römerbrunnen und – nach einer kurzen Wiesenpassage – zu einem der hier zahlreich vorhandenen Sauerbrunnen.

Traumpfad Höhlen-Schluchtensteig - Sauerbrunnen Traumpfad Höhlen-Schluchtensteig - rostroter Wasserlauf

Hier, unterhalb von Wassenach, geht es dann wieder in den Wald und der Weg nimmt Kurs auf den Startpunkt der Wanderung – den Wanderparkplatz oberhalb von Kell.

Unser Fazit der Wanderung

Der Höhlen- und Schluchtensteig empfiehlt sich als abwechslungsreicher und mit sehenswerten Naturdenkmälern gespickter Wanderweg, der keine Langeweile aufkommen lässt. Auch die “Dramaturgie” fanden wir gelungen: Über die Wiesenpassagen am Anfang steigert sich der Weg langsam aber sicher bis hin zur Wolfsschlucht, um dann den Spannungsbogen langsam ausklingen zu lassen.

Meine Tracks-Aufzeichnung

Als ausgewiesener Fan der Google Android App Meine Tracks (► Link) versuche ich, wo immer möglich, den Verlauf der Wanderung aufzuzeichnen und hier in Form einer Google® Maps-Karte darzustellen. So kann man sich schon im Voraus über den Streckenverlauf informieren und ggf. eigene Planungen darauf abstimmen.

Weiterführende Links

Wie immer gibt es auch zu dieser Strecke sehr viele Hinweise und weiterführende Hilfestellungen im Internet. Die für mich und meine Planung wichtigsten habe ich nachfolgend aufgeführt:

  • Eigentlich ist es ja schon (fast) überflüssig, auf die Traumpfad.info-Seite hinzuweisen. Trotzdem auch bei diesem Artikel der ► Link auf diese Website, die ich jedem Traumpfad-Wanderer nur empfehlen kann. Allein die Informationen zum Wegemanagement sind einen Besuch wert (weil manchmal werden halt Teile eines Traumpfades gesperrt, und hierüber erhält man dann auf der Website aktuelle Infos).
  • Und wenn “Traumpfad.info” im Spiel ist fehlt meistens auch nicht der interaktive Routenplaner von Outdooractive.com. Alle wichtigen Specs des Weges – Übersichtskarte, Höhenprofil, Beschreibung, Fotos, etc. – sind hier zusammengefasst und die Seite bietet die Möglichkeit, eine vollständige Beschreibung des Weges als PDF auszudrucken. ► Link

Rückblick

Neben dem vorliegenden Artikel findet man zum Thema Traumpfade noch folgende Beiträge hier im Blog.

Artikel aus dem Jahr 2013

Artikel aus dem Jahr 2012

Artikel aus dem Jahr 2011

Artikel aus dem Jahr 2010

Artikel aus dem Jahr 2009