NaturWanderPark delux: Felsenweg 2

Die zweite Tour, die wir 2013 in der Region Echternach unternommen haben, war der Felsenweg Nummer 2 des NaturWanderPark delux: Der Rundweg führt teils auf deutscher, teils auf luxemburgischer Seite durch die Sandsteinlandschaft und schließt nehmen bizarren Felsformationen auch das Schloss Beaufort und eine Kalktuffhöhle mit ein.Insgesamt also ein volles und abwechslungsreiches Programm …

NaturWanderPark delux: Felsenweg 2 - Collage

Allgemeines und Startpunkt

Als Startpunkt dieser mit knapp 20 km nicht unbedingt kurzen Rundtour haben wir uns für Bollendorf entschieden (für die Navigation: Sonnenbergallee, 54669 Bollendorf). Weit oberhalb des Ortes – gegenüber dem Waldhotel – ist ein Wanderparkplatz vorhanden, wo eine Hinweistafel über den Verlauf er Tour und deren Höhepunkte informiert. Und ganz neben bei noch einen tollen Ausblick ins Tal der Sauer liefert.

NaturWanderPark delux: Felsenweg 2 - InfotafelNaturWanderPark delux: Felsenweg 2 - Hinweis Andrackpassage

Ach so: Die angegebenen fünf Stunden für die Tour sollte man auch tatsächlich einplanen, da diese Strecke sehr viele Highlights bietet, die einen immer wieder zu kurzen Fotostopps verleiten.

Noch ein Wort zur Ausschilderung: Die Wanderung ist auf der gesamten Streck vorbildlich ausgeschildert. Der Wanderer über wird auf der gesamten Länge des Weges mit dem Logo des NaturWanderPark delux oder – in größeren Abständen – mit Hinweisschildern geführt.

NaturWanderPark delux: Felsenweg 2 - Logo NaturWanderPark delux: Felsenweg 2 - Wegweiser

Da wir die Tour gegen den Uhrzeigersinn gelaufen sind, ging es zunächst eine Zeitlang leicht bergauf. Schon nach wenigen Schritten ist man im Wald der Südeifel eingetaucht.

Lingelslay – Mumenlay – Predigtstuhl

An einer Wegegabelung geht es rechts zur Grünen Hölle und links zur Lingelslay, einer kleinen Felsenschlucht, auf deren talseitigem Plateau eine Aussichtsplattform steht.

NaturWanderPark delux: Felsenweg 2 - Aussichtspunkt LingelslayNaturWanderPark delux: Felsenweg 2 - Hiniwesschild LingelslayNaturWanderPark delux: Felsenweg 2  - Blick ins SauertalNaturWanderPark delux: Felsenweg 2 - LingelslayNaturWanderPark delux: Felsenweg 2 - Lingelslay 1

Haben sich sich Felsen bisher zurückgehalten, werden diese nun zum domminierenden Element der Wanderung: Felsformationen wechseln mit Wald ab. Mal verläuft der Weg eingekeilt zwischen Felswänden, dann wieder vorbei an mit Moos überzogenen Brocken, die man hier überall und in jeder Größe findet.

NaturWanderPark delux: Felsenweg 2 - Felsformation 1 NaturWanderPark delux: Felsenweg 2 - Felsformation 2 NaturWanderPark delux: Felsenweg 2 - Felsformation 3NaturWanderPark delux: Felsenweg 2 - Bemosst FelsenNaturWanderPark delux: Felsenweg 2 - Blick ins TalNaturWanderPark delux: Felsenweg 2 - Wald, Felsen und Licht

Eine besonders spektakuläre Felsformation ist der Predigtstuhl, den man allerdings nicht direkt besteigen kann (sah mir auch zu wackelig aus Zwinkerndes Smiley). Aber man kann hier einen kleinen Abstecher auf einen benachbartes Plateau machen und von dort zum einen den Stuhl aber auch einen herrlichen Fernblick genießen.

NaturWanderPark delux: Felsenweg 2 - Predigtstuhl

NaturWanderPark delux: Felsenweg 2 - Predigtstuhl von unten NaturWanderPark delux: Felsenweg 2 - Aussichtspunkt Predigtstuhl NaturWanderPark delux: Felsenweg 2 - Predigtstuhl von obenNaturWanderPark delux: Felsenweg 2 - Aussicht vom Predigtstuhl

Impressionen vom Felsenweg 2
Noch ein kleiner Schwenk durch eine Schlucht des NaturWanderPark delux

Tränenlay

Das nächste (und gleichzeitig letzte) Zwischenziel auf deutscher Seite ist die Tränenlay. Zwar trägt ein ziemlich langer Wegeabschnitt diese Bezeichnung – die “Namensgeberin” sitzt aber fast ganz unten im Tal, kurz bevor man die Straße erreicht: Eine kleine Kalktuffhöhle, an deren Vorderseite in der gesamten Breite ein kleiner Bach herunterfließt und einen Vorhang aus Tropfen und Tröpfchen bildet. Kein Wunder, dass dieses Schauspiel den Namen Tränenlay erhalten hat.

NaturWanderPark delux: Felsenweg 2 - Tränenlay

Kurzer Videoclip der Tränenlay

Rein geht´s nach Luxemburg: Dillingen

Die Tränenlay hinter uns lassend kreuzen wir die L1, gehen über eine Steinbrücke und schon sind wir in Luxemburg in der kleinen Ortschaft Dillingen. Da wir mit dem überschreiten der Sauer nicht nur die Grenze sondern auch einen der tiefsten Punkte der Wanderung erreicht haben, heißt jetzt, es geht bergauf.

Beaufort und das Chateau

Beaufort liegt auf einen Plateau auf der luxemburgischen Seite des Sauertals. Dementsprechend gilt es einiges an Höhenmetern gut zu machen. Und auch hier versüsst die Landschaft dem Wanderer den Aufstieg, indem sich dem Wanderer immer wieder neue Kombinationen aus Fels, Wald und Wasser bieten.

Auf halber Strecke treffen wir auch einen alten Bekannten wieder: Eine Extra Tour des Mullerthal Trails, der für einige Zeit parallel mit dem Felsenweg 2 verläuft.

NaturWanderPark delux: Felsenweg 2 - Sandsteinformation 1NaturWanderPark delux: Felsenweg 2 - Sandsteinformation 2NaturWanderPark delux: Felsenweg 2 - Sandsteinformation 3

Doch so schön die Felslandschaften sind – nach einiger Zeit sehnt sehnt sich das Auge nach Weite und Himmel. Und die bekommt man, wenn man den Ort Beaufort und das dortige Chateau erreicht.

NaturWanderPark delux: Felsenweg 2 - Chateau BeaufortNaturWanderPark delux: Felsenweg 2 - Chataue Beaufot

Aus diesem Grund haben wir den Parkplatz vor dem Schloss auch zu einer Rast genutzt.

Tipp: Ein paar Meter weiter, wenn man den Schlossteich hinter sich lässt, ist auch eine Rastbank.

Haupeschbaach

Für einige Zeit folgt der Weg nun dem Tal des Haupeschbaach, der unter anderem den Schlossteich des Chateau speist. Entsprechend wird er – zusammen mit en allgegenwärtigen Felsen – zum bestimmendem Element dieses Wegeabschnitts.

NaturWanderPark delux: Felsenweg 2 - Haupeschbaach 1NaturWanderPark delux: Felsenweg 2 - Haupeschbaach 2NaturWanderPark delux: Felsenweg 2 - Haupeschbaach 3NaturWanderPark delux: Felsenweg 2 - Haupeschbaach Brücken 1NaturWanderPark delux: Felsenweg 2 - Haupeschbaach Brücken 2NaturWanderPark delux: Felsenweg 2 - Haupeschbaach & Fels

Mandrack-Passage

Nach dem folgenden Zwischenziel Grundhof nimmt der Weg Kurs auf die Mandrack-Passage, dem letzten Highlight auf unserer Liste.

Auf dem Weg dorthin hat man noch einmal Gelegenheit, von einem Aussichtspunkt einen schönen Fernblick zu genießen:

NaturWanderPark delux: Felsenweg 2 - AussichtspunktNaturWanderPark delux: Felsenweg 2 - Aussichtspunkt 2NaturWanderPark delux: Felsenweg 2 - Aussichtspunkt 3NaturWanderPark delux: Felsenweg 2 - Aussichtspunkt 4NaturWanderPark delux: Felsenweg 2 - Aussichtspunkt 5

Und dann kommt sie: Die nach Manuel Andrack benannte Felsenpassage, die im Schulterbereich lediglich 40 cm misst (obacht: Kneifen ist nicht, da man die Passage tatsächlich nicht umgehen kann!). Und auch das ist wahr: Obwohl ich eigentlich schmal gebaut bin musste auch ich ohne Rucksack durch das Nadelöhr.

NaturWanderPark delux: Felsenweg 2 - Mandrack-PassageNaturWanderPark delux: Felsenweg 2 - Mandrack-Passage 2NaturWanderPark delux: Felsenweg 2 - Mandrack-Passage 3

Kleiner (und leicht verwackelter) Blick in die Mandrack-Passage

Nach diesem Abenteuer geht es wieder zurück in Richtung Deutschland. Bei Bollendorf Pont queren wir zum zweiten Mal die Sauer und stehen auch schon mitten im Ort. Von hier geht es dann – immer noch geführt durch die Ausschilderung des Wanderwegs – stramm bergauf in Richtung Parkplatz.

Unser Fazit der Wanderung

Der Felsenweg 2 ist ein schöner, abwechslungsreicher, aber auch fordernder Rundwanderweg. Die insgesamt drei längeren Steigungen haben es in sich. Entschädigt wird man durch eine wunderbare Landschaft, eindrucksvolle Naturschauspiele und eine verwunschene Schlossruine. Bei der Planung sollte man berücksichtigen, nicht zu spät zu starten (wie gesagt: Fünf Stunden würden wir als Minimum ansehen) und dass man die Mandrack-Passage nicht umgehen kann.

Meine Tracks-Aufzeichnung

Als ausgewiesener Fan der Google Android App Meine Tracks (Link) versuche ich, wo immer möglich, den Verlauf der Wanderung aufzuzeichnen und hier in Form einer Google® Maps-Karte darzustellen. So kann man sich schon im Voraus über den Streckenverlauf informieren und ggf. eigene Planungen darauf abstimmen.

Weiterführende Links

Wie immer gibt es auch zu dieser Strecke sehr viele Hinweise und weiterführende Hilfestellungen im Internet. Die für mich und meine Planung wichtigsten habe ich nachfolgend aufgeführt:

  • Auf der Website des NaturWanderPark delux kann man sich vor der Tour einen Überblick über die zehn deutsch-luxemburgischen Wanderungen oder auch die reinen Südeifeltouren machen  ► Link.
  • Auch zu dieser Wanderung bietet Outdooractive.com eine gute Tourenkarte mit Streckenbeschreibung an (optional auch als PDF exportierbar). ► Link

Rückblick

Neben dem vorliegenden Artikel findet man zur Region Südeifel / kleine luxemburger Schweiz noch folgende Beiträge hier im Blog.

Im Jahr 2013

Im Jahr 2011