Traumpfad Wacholderweg – auf die Schnelle

An meinem ersten Urlaubstag hatte ich leider nur wenig Zeit, aber trotzdem Lust, eine Wanderung zu unternehmen. Und für diese Fälle bieten sich ja die kürzeren Traumpfade an. Einer, der in diese Kategorie fällt, ist der der Traumpfad Wacholderweg bei Langscheid: Eine 8,8 km lange Rundtour, die mit nur 267 Höhenmetern als “leicht” eingestuft ist und sich in entspannten drei (wenn man Gas gibt auch 1 ¾) Stunden erwandern lässt.

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Allgemeines zur Tour

Normalerweise nehmen wir uns natürlich auch Zeit für eine Wanderung. Aber manchmal hat man einfach Lust, in der Natur unterwegs zu sein, aber nicht wirklich Zeit. Und außerdem war ich diesmal sowieso alleine Unterwegs. Also flott den Rucksack gepackt, ins Auto gestiegen und die nur 15 km bis nach Langscheid gefahren.

Der Startpunkt der Tour befindet sich an der Wacholderhütte (56729 Langscheid, Neuer Weg 16) und ist – wenn man den Ort erreicht – direkt ausgeschildert. Parkplätze sind ausreichend unterhalb der Hütte vorhanden.

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Am Starpunkt mit der Übersichtskarte des Traumpfades wendet man sich nach links und umrundet das Naturschutzgebiet Wabelsberg.

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Nach einigen Metern kann man einen Abstecher zu einem kleinen Heidegarten machen (sah aber bei meinem Besuch ein wenig verwildert aus – kann aber auch an der langen Trockenheit im Sommer liegen: Bin nicht so der Botaniker). Schön sind bei diesem Streckenabschnitt auch die Aussichten, die sich auf die Eifeltäler und Waldrücken auf der anderen Seite des Weges bieten.

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Panoramaansichten bieten sich auch im weiteren Verlauf: Es es auf den Nachbarort  Langenfeld oder in Richtung Morswiesen (allerdings sieht man von dort nur einen Windpark). “Begleitet” wurde ich auf diesem Abschnitt von einem Bauer, der mit der Ernte beschäftigt war.

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Der Weg führt nun hinunter in ein kleines Tal, dessen gegenüberliegenden Hang man direkt wieder emporsteigen muss. Oben erwartet einen dann die zweite Heidelandschaft: Der Büschberg. Der Weg führt hier mitten durch die Wacholderlandschaft.

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Unterhalb des Berges hat man die Möglichkeit, einen Abstecher nach Arft zu machen. Für mich ging es nach rechts. Nach einem kurzen Stück in einer Wiesenlandschaft, die dem Auge noch einmal Gelegenheit gibt, in die Ferne zu schweifen, wechselt der Weg seinen Charakter: Es folgt eine Waldpassage, die den Wanderer immer tiefer ins Tal führt. Die Waldhänge werden höher und steiler, vereinzelt blitzt noch der pure Stein aus dem Waldboden hervor.

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Ziel ist das Tal der Nette, dass man aber nie ganz erreicht: Nur von einigen Stellen kann man das kleine Flüsschen unterhalb des Weges seine Bahnen ziehen sehen. Teils unsichtbar aber irgendwie auch immer präsent ist die Nette nun der Begleiter auf diesem Wegeabschnitt. Hierbei bieten sich immer wieder schöne Ausblicke in das Tal und man wundert sich ein bisschen, wie diese keine Nette ein solches Tal in die Landschaft fräsen konnte.

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Dann wendet sich der Weg vom Tal ab. Man hat einiges an Höhenmetern verloren – und die wollen nun zurückgewonnen werden. Stetig geht es nun bergauf – immer noch im Wald, was bei höheren Temperaturen durchaus angenehm ist.

Und dann steht man wieder am unteren Ausläufer des Wabelsbergs. Auf einem schmalen Pfad geht es hinauf, umgeben von Ginster, Heidekraut und vereinzelten Kiefern. Man passiert eine Schutzhütte und plötzlich steht man dann auch schon wieder vor der Wacholderhütte, dem Ausgangspunkt der Tour. Hier hat man dann nochmal einen schönen Blick auf das Panorama der Heidelandschaft.

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Da ich zügig unterwegs war und auch auf Pausen verzichtet habe, bin ich noch kurz in der Wachholderhütte eingekehrt. Bietet sich an dieser Stelle ja geradezu an, und ich muss sagen: Man sitzt da hervorragend Smiley.

Hier darum noch der ►Link auf die Website der Hütte

Fazit: Der Wacholderweg bietet einige Vorzüge. Er ist kurz, kann mit zwei Heidelandschaften punkten, bietet schöne Fernsichten und ist nicht zu anstrengend. Zusammen mit der Wacholderhütte empfiehlt er sich geradezu als Ausflugsziel für einen Sonntag mit anschließender Einkehr. Oder – wie in meinem Fall – als schnelle Runde für zwischendurch. Und wer mehr will – kein Problem: An zwei Stellen bestehen Zuwegungen zum benachbarten Traumpfad Bergheidenweg.

Meine Tracks-Aufzeichnung

Als ausgewiesener Fan der Google Android App Meine Tracks (Link) versuche ich, wo immer möglich, den Verlauf der Wanderung aufzuzeichnen und hier in Form einer Google® Maps-Karte darzustellen. So kann man sich schon im Voraus über den Streckenverlauf informieren und ggf. eigene Planungen darauf abstimmen.

Weiterführende Links

Wie immer gibt es auch zu dieser Strecke sehr viele Hinweise und weiterführende Hilfestellungen im Internet. Die für mich und meine Planung wichtigsten habe ich nachfolgend aufgeführt:

  • Dreh- und Angelpunkt für die Planung einer Wandertour auf den Traumpfaden ist die Seite Traumpfade.info. Hier findet man – von der Kurzbeschreibung über Hinweise zur Anfahrt bis hin zu interaktiven Wanderkarte alles, was man braucht. Und natürlich die Infos des Wegemanagements (falls z.B. eine Umleitung auf einem Wanderweg besteht). Hier der ► Link.
  • Die interaktive Wanderkarte wird – wie für alle anderen Traumpfade auch – von Outdooractive.com bereitgestellt und darum darf auch der ►Link auf diese Seite nicht fehlen.

Rückblick

Neben dem vorliegenden Artikel findet man zum Thema Traumpfade noch folgende Beiträge hier im Blog.

Artikel aus dem Jahr 2013

Artikel aus dem Jahr 2012

Artikel aus dem Jahr 2011

Artikel aus dem Jahr 2010

Artikel aus dem Jahr 2009

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