Traumpfad Monrealer Ritterschlag – Champion Nummer 2

Der Virne-Burgweg, über den wir im letzten Artikel berichteten (►Link), ist nicht der einzige Preisträger unter den Traumpfaden geblieben. Nach 2008 hat es nur drei Jahre gedauert, bis ein weiterer Traumpfad auf dem Siegertreppchen stand:  Der Monrealer Ritterschlag wurde im Jahr 2011 zum schönsten Wanderweg Deutschlands gewählt. Und wenn mein den einen Champion einen Besuch abstattet,muss man auch den zweiten in Augenschein nehmen. Genau das haben wir am zweiten Augustwochenende getan…

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Allgemeines zur Tour

Für uns ging die mit 13,7 km angegebene Rundtour am Bahnhof von Monreal los. Für das Navi heißt das dann übersetzt 56729 Monreal, Bahnhof oder Bahnhofstraße.

Und – man muss es ja in der heutigen Zeit erwähnen – ja, das ist ein echter Bahnhof, an dem auch Züge der Bahn verkehren. Der Traumpfad ist also auch mit dem guten, alten ÖPNV gut zu erreichen.

Tipp: Das Restaurant Altes Stellwerk sieht nicht nur von außen gut aus – man kann dort auch prima essen ► Link.

Aber bevor man ans Schlemmen denken kann, gilt es, mehr als 500 Höhenmeter zu absolvieren, die vermutlich ihren Teil dazu beigetragen haben, dass der Weg als “schwer” eingestuft wird.

Obwohl – eigentlich – sehr viele Parkplätze vorhanden sind (hinter der Gemeindehalle befinden sich noch einige), wurde es doch schon ein bisschen eng, als wir eintrafen. Aber so ist das nun mal, wenn ein beliebter Wanderweg, ein Sonntag und gutes Wanderwetter aufeinander treffen.

Vom Parkplatz geht es dann über eine Zuwegung zum eigentlichen Rundweg, auf dem man dann am Markplatz von Monreal stößt.

Und hier kommt es dann zwangsläufig zu einem Fotostopp, weil dieser Ort anscheinend nur aus Schokoladenseiten zu bestehen scheint: Alte Fachwerkhäuser, ein Flüsschen, dass mitten zwischen den Häusern fließt, eine alte Basaltsteinbrücke, eine niedliche, kleine Kirche – und über allem thront die Löwenburg: Markant auf dem Hügel oberhalb von Monreal gelegen, zum greifen nah und die Szenerie beherrschend.

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Perfekt.

Aber die Burg kommt erst später (ganz zum Schluss) dran.

Wir wenden uns an der Elzbachtalbrücke im Dorf nach rechts und folgen dem Straßenverlauf. Nach einigen Metern geht es dann nach rechts, hinunter zum Elzbach, unter einer weiteren Brücke hindurch und langsam bleibt der historische Ortskern zurück. Zur Linken wird er abgelöst durch den Friedhof und anschließend durch ein Neubaugebiet. Parallel führt der Weg so eine Zeitlang durch das Tal, bis man bei den letzten Häusern noch einmal auf Asphalt wechselt, um dann im Wald auf einem schmalen Pfad zu verschwinden.

Jetzt geht es langsam aber stetig bergauf. Entlang des Hangs eröffnen sich immer wieder Lücken in den Bäumen, durch die man einen Blick auf den Ort und die Burganlage werfen kann.

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Erstes Zwischenziel ist der Schürenhof, im weiten Umkreis bekannt für Uschis Hofladen ►Link.

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Der Weg führt durch den Hof und man überquert auf einer Brücke den Elzbach. In einer Schleife folgt der Weg weiter dem Verlauf des kleinen Flüsschens – jetzt auf breiten Waldwegen.

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Nach einiger Zeit folgt eine Spitzkehre und durch einen etwas steileren Wegeabschnitt geht es – auf einem Hohlweg – bergauf ins Polcher Holz.

Nach einer längeren Waldpassage geht es am Waldrand vorbei, bis man auch diesen hinter sich lässt und zum ersten mal einen Fernblick genießen kann.

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Rundblick auf die Eifelhöhen

Man kreuzt die L98 (Verbindungsspange zwischen Monreal und Düngenheim) um auf der anderen Seite im Monrealer Wald einzutauchen. Das nächste Zwischenziel – der Thürelzblick – ist dann nur noch noch wenige hundert Meter entfernt.

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Der grandiose Ausblick ins Tal – zusammen mit der Traumpfad-Rastbank – laden zu einer kurzen Pause ein.

Auf der Rastbank🙂

Jetzt geht es wieder bergab. Über verschlungene Serpentinen, flankiert von Krüppeleichen, manchmal unterstützt durch Treppenstufen, geht es Richtung Tal und zur Thürelz, die sich hier ihr Bett gegraben hat. Umrahmt von Wald folgt man dem Flüsschen, dass man an diesem Abschnitt meistens aber nur erahnen kann.

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Jetzt wird quasi alles überquert, was noch an Hindernissen vor einem liegt: Unter der Bahnstrecke führt ein kleines Viadukt, die Thürelz wird auf einer Brücke überquert und die L96 kurz danach. Anschließend einen kleinen Hügel hinauf, um an der Unteren Augstmühle wieder ganz ins Tal hinunter zu wandern.

Am Sportplatz von Monreal ist dann noch mal Willenskraft gefragt (wer hier schwach wird ist 5 Minuten später an seinem Auto, dass am Bahnhof wartet). Für die anderen geht es links hinüber – und wieder in den Wald hinein. Und bergauf. Erst ziemlich steil, dann – auf dem Höhenzug – etwas sanfter, bis man die Philippsburg erreicht. Na ja – nicht direkt: Man erreicht die Zuwegung zur Philippsburg, die aber nur einen Steinwurf weit entfernt ist. Allerdings war es warm und auf anderen Seite ging es noch einem einen Stich bergauf. Von daher haben wir die Philippsburg diesmal ausgelassen und uns dem Hauptziel – der Löwenburg – zugewendet.

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Und ein paar Minuten später steht man dann vor ihr. Imposant sieht sie aus, es sind mehr Anlagen erhalten als z.B. auf der Virneburg. Auch wenn ein Teil der Burgruine derzeit eingerüstet ist.

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Burg und Dorf

Und es bietet sich ein toller Ausblick auf das unter einem liegende Dörfchen oder besser: Den historischen Ortskern.

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Weitere Infos zur Burg und ihrer Geschichte findet man in Wikipedia ►Link .

Ja, und dann geht es auf einmal wahnsinnig schnell: Eine Umleitung (Teile des eigentlichen Wegabschnitts sind derzeit gesperrt) führt bergab, unter der Bahnstrecke hindurch und plötzlich steht man wieder in Monreal (die Burgherrn waren wohl damals Freunde von kurzen, wenn auch steilen, Wegen).

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Im Innern der Burg


Fazit
: Auch der Preisträger des Jahres 2011 punktet mit einer Burgruine (das ist offenbar ein Kriterium, dass ein Gewinner haben muss). Meiner Meinung nach noch schöner (und auch ohne Wanderung einen Besuch wert!) ist aber der historische Ortskern von Monreal. Das Ganze wird mit einer schönen, wenn auch etwas fordernden, Wanderung, Ausblicken in die Täler der Umgebung und vielen Waldpassagen abgerundet. Man kann verstehen, dass es auch dieser Traumpfad auf das Siegertreppchen des Wandermagazins geschafft hat.

Neben dem Restaurant Altes Stellwerk (siehe Hinweis oben) kann man für eine abschließende Einkehr auch das Café Plüsch empfehlen. Mitten im alten Ortskern gelegen kann man hier die Wanderung bei einem Kaffee, Kuchen oder einem (kleinen – es war nur ein kleines) Eis ausklingen lassen ►Link.

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Meine Tracks-Aufzeichnung

Als ausgewiesener Fan der Google Android App Meine Tracks (Link) versuche ich, wo immer möglich, den Verlauf der Wanderung aufzuzeichnen und hier in Form einer Google® Maps-Karte darzustellen. So kann man sich schon im Voraus über den Streckenverlauf informieren und ggf. eigene Planungen darauf abstimmen.

Weiterführende Links

Wie immer gibt es auch zu dieser Strecke sehr viele Hinweise und weiterführende Hilfestellungen im Internet. Die für mich und meine Planung wichtigsten habe ich nachfolgend aufgeführt:

  • Wer auf einem Traumpfad unterwegs ist wirft als erstes immer zunächst einen Blick auf die Traumpfad.info-Seite. Neben den allgemeinen Informationen zum Weg lohnt sich hier immer ein Blick auf das Wegemanagement (derzeit – Stand August 2013 – gibt es beispielsweise eine Umleitung auf dem Monrealer Ritterschlag). ►Link
  • Wo die Traumpfade-Seite ist darf der Hinweis auf den interaktive Routenplaner von Outdooractive.com nicht fehlen: Karten Höhenprofil, Wegebeschreibung – und das ganze kann man dann auch noch als PDF-Datei ausdrucken. Perfekt für die Vorbereitung. Hier der direkte ►Link auf die Karte des Traumpfad Monrealer Ritterschlag.
  • Die Leser des Wandermagazins haben den Traumpfad Monrealer Ritterschlag im Jahr 2011 zum schönsten Wanderweg in der Kategorie Tagestour gewählt. Warum? Das kann man in diesem Artikel nachlesen. ►Link.
  • Noch mehr Infos? Kein Problem. Auf der Website 4-Seasons-TV gibt es einen sechsminütigen Videobetrag zum Preisträger des Jahres 2011. Hier der► Link.

Rückblick

Neben dem vorliegenden Artikel findet man zum Thema Traumpfad noch folgende Beiträge hier im Blog.

Artikel aus dem Jahr 2013

Artikel aus dem Jahr 2012

Artikel aus dem Jahr 2011

Artikel aus dem Jahr 2010

Artikel aus dem Jahr 2009