Traumschleife Layensteig Strimmiger-Berg

DSC_0489Am vorletzten Sonntag musste es schnell gehen: Das Wetter war schön, kein Regen in Sicht, wir hatten Zeit  – aber noch keinen Wanderweg ausgesucht. Auf der Seite des Saar-Hunsrück-Steigs (►Link) haben wir uns kurzentschlossen für die Traumschleife Layensteig entschieden (zugegebenermaßen wurde die Wegebeschreibung auch nur überfolgen) . Ob das eine gute Wahl war, zeigt dieser Artikel …

Allgemeines zur Tour

Manchmal sind die schnellen, aus dem Bauch heraus getroffenen, Entscheidungen die Besten. Aber was kann man schon bei einem Premiumwanderweg falsch machen, der mit 82 Punkten bewertet wurde? Eben. Wenig.

Insgesamt drei Einstiegspunkte bieten sich für die 13,8 km lange Traumschleife an. Gleichzeitig sind das die Kommunen, die direkt an der Strecke liegen:

  • Altstrimmig (Waldstraße, 56858 Altstrimmig)
  • Liesenich (Schulstraße, 56858 Liesenich)
  • Mittelstrimmig (Schulstraße 1, 56858 Mittelstrimmig)

Da wir vom Moseltal angereist sind, entschieden wir uns für Liesenich und parkten dort an der alten Dorfschule.

DSC_0482 DSC_0483 DSC_0484

Von dort führt eine kurze Zuwegung zum Portal Liesenich: Infotafel mit Karte des Weges, Wegweiser mit Entfernungsangaben, gastronomisches Angebot im Ort und Flyer zum Weg warten auf den Wanderer. Abgerundet wird das Ganze mit einer Liege, einem Tisch mit zwei Bänken, einer Mini-Schutzhütte – und einer ersten, traumhaften Aussicht. So macht doch der Einstieg in einen Wanderweg richtig Spaß.

DSC_0485 DSC_0486 DSC_0487

Durch eine leicht hügelige Landschaft wenden wir uns nach rechts und es geht – größtenteils über Wiesen – zum nächsten Ort: Mittelstrimmig. Auch hier wieder ein Traumschleifen-Portal und ein Baumlehrpfad.

DSC_0494 DSC_0495 DSC_0496

Mittelstrimmig hinter uns lassend ist das nächste Ziel die Schockkapelle oberhalb der Ortschaft.

DSC_0500 DSC_0502

Kurz hinter der Kapelle überquert man die L202. Hier ist uns ein (neues?) Hinweisschild auf Straßenverkehr aufgefallen:

DSC_0506

Bleibt zu hoffen, dass es nicht auch demnächst einen Wanderführerschein geben wird. Smiley

Durch das kleine Waldstück geht es – vorbei an einer Schutzhütte – weiter durch weite Rapsfelder. Leider waren wir für ein “Meer aus Gelb” noch etwas früh dran. Aber dann wird dieser Streckenabschnitt noch sein kleines i-Tüpfelchen bekommen.

DSC_0508-Montage

Der Weg führt nun südöstlich an Mittelstrimmig vorbei, taucht dann in ein bewaldetes Tal ein und erreicht das dritte Traumschleifen-Portal: Altstrimmig. Diesmal an einer großen Schutzhütte gelegen und – was für ein Service! – einer Toilette.

DSC_0514 DSC_0516 DSC_0517

Die Strecke verläuft von hier das Tal, parallel zum Bildbach.

DSC_0522-Montage

Am Ende des Tales tauscht man den Bildbach gegen den Mörsdorfer Bach. Dies ist dann auch für längere Zeit die vorherrschende Streckenführung: Wald, mal dichter, mal lichter, mal näher, mal etwas weiter vom Flusslauf entfernt. Aber das Rauschen wird zu einem festen Begleiter auf dieser Strecke. Und spendet – es war ziemlich warm – zusammen mit den Blättern des Waldes angenehme Kühle.

DSC_0528 DSC_0530 DSC_0529

DSC_0531-Montage

An einer neuen, schön gestalteten Schutzhütte (ich vermute mal, an dieser Stelle war früher eine Steinbrücke über den Mörsdorfer Bach) legten wir dann unsere Rast ein.

DSC_0536 DSC_0537 DSC_0540DSC_0555

Nach dem Aufbruch geht es noch eine Weile weiter, bis das Tal – kurz vor einigen Mühlen – endet und wir die L202 erneut überqueren. Mit neuem Kurs Süd-West geht es nun durch ein neues Waldgebiet, ab und an durchbrochen durch Wiesenstücke.

DSC_0543 DSC_0544 DSC_0545

DSC_0546-Montage

Dann, nach einer längeren Wiesenpassage, das erste Hinweisschild auf den Burgberg-Klettersteig, dem eigentlichen Highlight der Tour:

DSC_0557

Optional kann dieser (kurze) Ausflug in die Bergwelt auch umgangen werden (400 m; Ausschilderung ist vorhanden).  Aber der Abstecher in die Höhe lohnt sich in jedem Fall und man hat einen tollen Ausblick von der Spitze des Bergrückens.

DSC_0559 DSC_0560DSC_0561 DSC_0562 DSC_0563 DSC_0565 DSC_0566DSC_0571 DSC_0572DSC_0573

Und wenn es einen ersten Klettersteig gibt, muss auch irgendwo ein Zweiter auf uns warten: Schon wenige Gehminuten nach dem Ausstieg aus Nummer 1 erreicht man den zweiten Klettersteig, der die Bezeichnung Schinnkaul trägt.

DSC_0578 DSC_0579DSC_0582-MontageDSC_0587

Nachdem man auch diese Kletterpartie gemeistert hat, geht es entspannt (wenn auch bergauf) weiter. An einer Schutzhütte kann man nochmals rasten & die Aussicht auf die bewaldeten Berge und Täler genießen.

DSC_0589-Montage

Es schließt sich die Höhlenschlucht an, in der mehrere aufgelassene Schiefergruben zu sehen sind. Manche klein, andere wieder mit großen Eingängen (teilweise sind auch die früher üblichen Bauten vor der Grube, in der die Schieferblöcke direkt bearbeitet wurden, im Grundriss noch erkennbar).

DSC_0592 DSC_0593 DSC_0594DSC_0595-MontageDSC_0598 DSC_0600

Und dann ist der Weg auch schon – fast – zu Ende. Durch das Tal geht es nun stetig bergauf, bis man beim Verlassen des Waldes noch den Biotopweiher am Fohlbach passiert:

P1020057 P1020058

Und dann steht man quasi schon am Ausgangspunkt der Wanderung, dem Traumschleifen Portal Liesenich.

Fazit: Ein schöner Weg, der (natürlich) durch die beiden eingebundenen Klettersteige punkten kann. Auch die drei Traumschleifen-Portale, die wir in ähnlicher Form auch schon bei anderen Traumschleifen vorgefunden haben, sind ein netter & hilfreicher Service, der insbesondere Ortsfremden zugute kommt. Kann den Weg daher nur jedem wärmstens empfehlen – besonders dann, wenn man einmal in die Thematik “Klettersteige” reinschnuppern möchte.

Fotos der Wanderung

Nachfolgend einige Fotos der Wanderung. Da diese Fotos von mir bei Microsoft® SkyDrive© veröffentlicht werden, entweder auf den Link DIASHOW ANZEIGEN oder die ÜBERSCHRIFT klicken (die direkte Anzeige von Einzelbildern ist bei Verwendung von SkyDrive – leider – nicht möglich).

MyTracks-Aufzeichnung

Als ausgewiesener Fan der Google Android App Meine Tracks (Link) versuche ich, wo immer möglich, den Verlauf der Wanderung aufzuzeichnen und hier in Form einer Google® Maps-Karte darzustellen. So kann man sich schon im Voraus über den Streckenverlauf informieren und ggf. eigene Planungen darauf abstimmen.

Weiterführende Links

Wie immer gibt es auch zu dieser Strecke sehr viele Hinweise und weiterführende Hilfestellungen im Internet. Die für mich und meine Planung wichtigsten habe ich nachfolgend aufgeführt:

  • Wie Eingangs schon erwähnt hatten wir diesmal gar keine Zeit, uns im Internet umzuschauen: Die Seite des Saar-Hunsrück-Steigs reicht für die Planung dieser Tour vollkommen aus (► Link).

Weitere Traumschleifen im Blog

Neben dem vorliegenden Artikel zur Traumschleife Layensteig finden sich noch folgende Berichte von Traumschliefen hier im Blog:

  • Traumschleife Elfenlay (► Link)
  • Traumschleife Fünfseenblick (► Link)
  • Traumschleife Hasenkammer (► Link)
  • Traumschleife Burgstadt-Pfad (► Link)
  • Traumschleife Masdascher Burgherrnweg (► Link)
  • Traumschleife Baybachklamm (► Link)
  • Traumschleife Rheingold (►Link)
  • Traumschleife Murscher Eselsche  (► Link)