Rothaarsteig – Etappe Wasserscheide-Haiger

DSC_0322Der Curculi im Aubachtal, auf dem wir am ersten Tag unseres Kurztrips unterwegs waren, diente lediglich zum Warmlaufen. Für den zweiten Tag stand wieder eine “echte” Etappe des Rothaarsteigs auf dem Programm. Diesmal sollte es die Tour Wasserscheide – Haiger werden. Ausschlaggebend war, dass dies eine der Strecken ist, bei denen Start- und Endpunkt mit öffentlichen Verkehrsmitteln verbunden sind.

Allgemeines zur Tour

Die Etappe beginnt am Bahnhof von Würgendorf, einem Ortsteil von Burscheid, mit der Bezeichnung Wasserscheide. Der war von unserem Hotel leicht zu erreichen, da es gerade einmal 6 km sind. Anders als bei vielen anderen Touren befindet man sich hier direkt auf dem Rothaarsteig (also keine Zuwegung). Parken kann man direkt am Bahnhof allerdings nicht: Wir haben uns daher im Ort einen Parkplatz gesucht und sind von dort gestartet.

Zunächst durchquert der Weg den Ortsteil Würgendorf, um schon nach einem kurzen Stück bergauf in den nahen Wald einzutauchen. Von hier geht es dann zunächst schnurgerade aus durch den Wald. Und es folgt ein weniger schönes Stück des Weges, dass aber hier wohl nicht vermeidbar ist: Eingezwängt zwischen der Bundesstraße 54 und der A45 geht es, begleitet vom Rauschen der Fahrzeuge von der Autobahn, durch das dazwischenliegende Waldstück (siehe Karte unten). Man ist froh, wenn man endlich unter der Autobahn hindurch schlüpfen kann und beim Kilometerstein 5 des Rothaarsteigs wieder in dichten Wald eintauchen kann.

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Schnell ist die Autobahn jedoch vergessen, man genießt den Haiger Forst, durch den man jetzt wandert, vielleicht sogar noch etwas intensiver. Auf dem weg zum Höhenzug gesellen sich dann weitere Zeugen der modernen Technik als neue Weggefährten hinzu: Windräder. Anders als bei der Schnellstraße finde ich diese Giganten, an denen der Weg teilweise unmittelbar vorbeiführt, faszinierend.

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Und hier zeigt dann der Rothaarsteig wieder eine seiner Stärken: Die weiten Ausblicke, die sich einem immer wieder anbieten und das Auge über die benachbarten Höhenzüge, Wälder und Täler schweifen lassen.

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Wir lassen auch die Windräder hinter uns und marschieren ins Tal. Queren auf einer Brücke einen kleine Bach und der Weg führt uns auf die gegenüberliegende Anhöhe. Dort angekommen betätigt man sich als Grenzgänger: Der Weg folgt fast genau der Ländergrenze von Nordrhein-Westfalen und Hessen.

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Dem Höhenzug folgend erreicht man den Scheideweg: Hier gabelt sich der Rothaarsteig in die Westerwald und die Dillvariante. Und hier findet sich noch eine der Basaltstehlen, die Wegepunkte des Rothaarsteigs markieren. In diesem Fall ist es der Kilometerstein 0.

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Wir wenden uns also nach rechts, folgen der Dillvariante und nehmen Kurs auf das 7,5 km entfernte Rodenbach, dass wir noch von unserer letzten Tour her kennen. Als erstes Highlight dieser Etappe erreicht man nach kurzer Zeit die Lucaseiche, ein Naturdenkmal mit imposanten Eckdaten: 27,5m Höhe bei einem Stammumfang von 3,85 m.

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Weiter geht es zum nächsten Zwischenziel: Dem Forsthaus Steinbach. Interessant ist die Hintergrundgeschichte, die man auf der Infotafel an der Wegegabelung lesen kann. Und unterhalb des Forsthauses befindet sich ein Teich, der zur Rast einlädt.

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Frisch gestärkt geht es jetzt weiter in Richtung Rodenbach. Oberhalb des Ortes bieten sich noch einmal herrliche Ausblicke auf den im Tal liegenden Ort.

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Man durchquert die Ortschaft Rodenbach, wechselt über auf die andere Seite der Dill und erreicht nach wenigen Minuten die Abzweigung, die wir noch von unserer letzten Tour her kennen: Links geht es weiter auf dem Rothaarsteig in Richtung Dillenburg, rechts zur Zuwegung nach Haiger, Wir wenden uns nach rechts und nehmen Kurs auf unserer Tagesziel.

Dem Talverlauf folgend geht es weiter. Kurz vor Haiger unterqueren wir noch einmal die A45, die aber hier nicht so störend wirkt wie am Anfang der Tour. Vielmehr eröffnet sie einen interessanten Blickwinkel .

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Auf dem letzten Teilstück der Zuwegung dann doch noch ein Ärgernis: Die Ausschilderung. Hier hat der Weg eigentlich den ganzen Tag über punkten können, aber auf den letzten Metern scheinen die Schilder ausgegangen zu sein. Auf weiten Strecken ist die Etappe nur aus Richtung Haiger kommend markiert. Aber auch so findet man den endgültigen Endpunkt der Wanderung: Den Bahnhof Haiger.

Insgesamt eine schöne Wanderung, die mit Ihren 19 km nicht zu lang und nicht zu kurz ist und sich damit als ideale Tagesstrecke empfiehlt. Auch die Anbindung mit der Bahn hat – bis auf das Ticketproblem – prima geklappt. Das kurze Stück an der A45 ist rasch vergessen und man wird mit einer wunderbaren Landschaft mehr als entschädigt.

Für die Rückfahrt nutzten wir die Hellertalbahn (RB 96), die hier stündlich bzw. zweistündlich in Richtung Betzdorf verkehrt. Etwas irritierend war, dass man am Bahnhof keine Fahrkarte mit dem Fahrziel Würgendorf kaufen konnte (war wohl ein – meiner Meinung nach unverständliches – Softwareproblem). Tickets kann man aber auch im Zug selbst beim  Fahrer lösen.

Unterbringung

Auch hier wieder der Hinweis auf das Hotel Snorrenburg (►Link): Ein tolles Hotel, man kann einige Wandertouren leicht mit dem Auto erreichen, das Essen im Restaurant ist erste Klasse – und die Wanderpauschale sorgt dafür, dass sich die Kosten im Rahmen halten.

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Eine kurze Beschreibung des Hotels sowie weitere Fotos findet man in meiner Bewertung auf Google + (►Link).

Fotos der Wanderung

Nachfolgend einige Fotos der Wanderung. Da diese Fotos von mir bei Microsoft® SkyDrive© veröffentlicht werden, entweder auf den Link DIASHOW ANZEIGEN oder die ÜBERSCHRIFT klicken (die direkte Anzeige von Einzelbildern ist bei Verwendung von SkyDrive – leider – nicht möglich).

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MyTracks-Aufzeichnung

Als ausgewiesener Fan der Google Android App Meine Tracks (Link) versuche ich, wo immer möglich, den Verlauf der Wanderung aufzuzeichnen und hier in Form einer Google® Maps-Karte darzustellen. So kann man sich schon im Voraus über den Streckenverlauf informieren und ggf. eigene Planungen darauf abstimmen.

Weiterführende Links

Wie immer gibt es auch zu dieser Strecke sehr viele Hinweise und weiterführende Hilfestellungen im Internet. Die für mich und meine Planung wichtigsten habe ich nachfolgend aufgeführt:

  • Die Etappe Wasserscheide – Haiger wird auf der Website des Rothaarsteigs als Tour 12 beschrieben (► Link). Dort ist auch eine PDF-Datei mit Wegebeschreibung verfügbar.
  • Vor der Tour sollte man sich in jedem Fall über die Bahnverbindungen zwischen Haiger und Würgendorf informieren. Hier der ► Link auf die Website.

Rückblick

Neben dem vorliegenden Artikel findet man zum Thema Rothaarsteig noch folgende Beiträge hier im Blog.