Meine Tracks: HowTo “Teilen & Veröffentlichen”

droid72225Eine der Stärken von Meine Tracks ist das Teilen und Veröffentlichen von aufgezeichneten Tracks. Hier hat sich in den letzten Versionen auch einiges getan. Aus diesem Grund habe ich mir mal auf die Fahnen geschrieben, einen Artikel zu den einzelnen Funktionen und Möglichkeiten der App zu verfassen (und mir nebenbei auch selbst einen Überblick zu verschaffen).

Das Ergebnis ist der vorliegende Blog-Artikel, der ein bisschen länger als sonst ausgefallen ist.

Allgemein

Meine Tracks (oder wie sie ursprünglich hieß: MyTracks) ist eine Open-Source-Projekt von Google und erlaubt es, beim Wandern, Laufen, Radfahren, etc. die zurückgelegte Strecke (und noch einiges mehr) aufzuzeichnen, anzuzeigen und mit anderen zu teilen. Die Android App ist kostenlos im  Google Play Store verfügbar. Doch auch nach der Aufzeichnung der Tour hat die App noch einiges zu bieten – das Speichern, Veröffentlichen oder Teilen der Tourdaten auf den unterschiedlichsten Wegen.

Einstellungen der App zum automatischen UploadScreenshot_2013-04-27-15-06-42

Hat meine eine Tour aufgezeichnet, wird diese standardmäßig lokal auf dem Smartphone gespeichert. Optional kann man aber über die Einstellungen auch festlegen, dass aufgezeichnete Tracks automatisch in Google Drive / Google Maps und/oder Google Fusion Tabellen synchronisiert werden sollen. Die entsprechende Konfigurationsseite erreicht man über die Einstellungen der App über den Menüpunkt Google:

Google Drive Synchr.: Setzt man in diesem Feld ein Häkchen, werden alle derzeit auf dem SmartPhone gespeicherten Tracks (nach Bestätigung einer Hinweismeldung) in Google Drive hochgeladen. Hierzu wird ein Ordner mit der Bezeichnung Meine Tracks angelegt, der die KML-Dateien aufnimmt. Alle lokal gespeicherten Tracks werden bei der Aktivierung der Funktion als neue Strecke in Google Drive übernommen (auch wenn diese dort schon mal gespeichert wurden!).

Neue Karten veröffentl.: Veröffentlicht die Karte in Google Maps, damit man später drauf über Meine Orte zugreifen kann.

Neue Tabellen öffentl.: Veröffentlicht den Track in einer Google Fusion Tabelle.

Was sich hinter den einzelnen Optionen genau verbirgt und wie man später wieder auf die Daten zugreifen kann, ist weiter unten im Artikel beschrieben.

Wichtig: Auch wenn man eine der Automatik-Optionen in den Einstellungen aktiviert, bleibt die Privatsphäre erhalten. Die Karten bzw. die Tabellen werden zwar im Google-Account gespeichert, sind jedoch als privat gekennzeichnet und können somit nicht von Dritten eingesehen werden.

Automatischer Upload (Synchronisieren)

Hat man eine der Automatik-Optionen ausgewählt, kann man über das App-Menü den Punkt Jetzt synchronisieren auswählen. Die Daten werden dann für die gewählten Teilbereiche automatisch in die Google-Cloud hochgeladen.

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Aufruf der manuellen Upload-Funktion zu Google Drive

Hier bietet die App unterschiedliche Wege an – abhängig davon, was man wo teilen oder veröffentlichen möchte. Am prominentesten platziert ist der Aufruf für das Teilen mit Google Drive, da hier ein eigenes Icon eingebunden wurde:

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Klickt man auf das Google-Drive Icon, wird (zumindest beim ersten Aufruf) folgender Sicherheitshinweis angezeigt:

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Bestätigt man mit OK beginnt der Upload der Daten:

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Das dauert in der Regel nicht lange, da nur geringe Datenmengen bewegt werden (KML-Format: Keyhole Markup Language, eine an XML angelehnte Auszeichnungssprache).

Der Upload erfolgt immer in den Ordner Meine Tracks, auf den der Besitzer dann ganz normal via Google Drive zugreifen kann:

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Klickt man auf einen der hochgeladenen Tracks, wird dieser automatisch in Google Maps angezeigt:

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Hinweis: Das hochladen zu Google Drive ist auch über die Funktion An Google senden möglich (siehe unten).

Aufruf der manuellen Upload-Funktion zu Google Maps

Soll der Track in Google Maps gespeichert werden, wählt man das App Menü den Punkt Über Google Maps teilen aus. Auch hier erfolgt beim ersten Aufruf ein Sicherheitshinweis, der für folgende Uploads aber deaktiviert werden kann:

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Bestätigt man mit OK, startet der Upload.

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Ist der Track hochgeladen, kann der Besitzer über Google Maps  – Meine Orte darauf zugreifen. Die gespeicherten Tracks werden ebenfalls in Google Maps angezeigt. Google Maps bietet dann verschiedene Möglichkeiten, den Track zu veröffentlichen (wie ich es zum Beispiel in meinem Blog mache) oder auch mit anderen zu teilen:

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Hinweis: Das hochladen zu Google Maps ist auch über die Funktion An Google senden möglich (siehe unten).

Aufruf der manuellen Upload-Funktion An Google senden

Will man einen Track sowohl an Google Drive als auch an Google Maps senden (und zusätzlich noch andere Funktionen nutzen), bietet sich ein komfortablerer Weg an: Die Funktion An Google senden. Auch sie wird aus dem App-Menü heraus aufgerufen:

Screenshot_2013-04-27-18-57-08

Nach dem Aufruf wird das folgende Auswahlmenü angezeigt:

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Wie man sieht ein “Wunschlos-Glücklich-Paket”:

  • Google Drive (= KML-Datei im Ordner ..\Meine Tracks)
  • Google Maps mit einer weiteren Option
  • Google Fusion Tables (neue private Tabelle)
  • Google Tabellen

So kann man in einem Arbeitsschritt (falls erforderlich) den Upload in insgesamt vier Google-Dienste starten, indem man die entsprechenden Häkchen setzt und auf Jetzt senden klickt.

Die ersten beiden Optionen wurden ja schon beim Einzelaufruf beschrieben.  Mit einer kleinen Ausnahme: Für Google Maps ist eine zusätzliche Option verfügbar, die beim Einzelaufruf fehlt:

  • Neue, nicht gelistete Karte erstellen
  • Vorhandene Karte verwendenScreenshot_2013-04-27-14-40-40

Die erste Option (= neue Karte) entspricht dem Einzelupload des Tracks nach Google Maps. Nutzt man stattdessen die Option An Google senden, kann man optional den Track in eine bereits bestehende Karte einbinden. Das kann interessant sein, wenn man einen Track “stückchenweise” oder über mehrere Tage verteilt hochladen will (z.B. bei längeren Wanderungen über mehrere Tage).

Wählt man diese Option aus, erfolgt logischerweise im Anschluss die Abfrage, in welche bereits vorhandenen Karte der neue Track eingebunden werden soll (Karte auswählen).

Startet man den Upload durch Klicken auf Jetzt senden, werden die Daten an Google übertragen. Im Anschluss erhält man (ähnlich wie beim Einzelupload) eine Bestätigungsmeldung.

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Direktes Teilen der Track-URL nach dem Upload

Zwar kann man natürlich aus Google Drive bzw. Google Maps heraus einen Track komfortabel teilen und an andere senden. Es geht aber auch direkt nach dem Upload – falls man mal ganz schnell jemanden über den neuen Track informieren möchte. Und zwar im Bestätigungsdialog der App über die Funktion Track-URL teilen.

Nach dem Aufruf wird ein Fenster angezeigt, in dem man eine E-Mailadresse eingeben kann:

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Wenn es irgendwo einen Punkt innerhalb der App gibt, an dem man (auf hohem Niveau Smiley) meckern kann, dann hier: Man muss die E-Mailadresse manuell eingeben, ohne die Möglichkeit zu haben, auf die Kontakte zuzugreifen.

Hat man diese “Hürde” genommen und bestätigt mit OK, erhält der Empfänger einen E-Mail mit dem Link auf den neu hochgeladenen Track.

Sieht dann wie folgt aus:

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Upload nach Google Fusion Tables

Diese Option steht nur bei Nutzung der Funktion An Google senden zur Verfügung. Es handelt sich um eine Erweiterung aus den Google Labs, die ich mir nur oberflächlich angeschaut habe, da ich für mich keinen Mehrwert erkennen konnte. Will man diese nutzen, muss man

  • Google Fusion Tables aktivieren
  • Die Fusion Tables mit Google Drive verknüpfen
  • Beim erstmaligen Upload den Zugriff von Fusion Tables auf Meine Tracks gewähren

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Als Ergebnis wird eine Tabelle mit Meta-Daten in Google Drive ablegt, die man dann betrachten und mit anderen teilen kann:

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Wie gesagt: Habe den tieferen Mehrwert der Google Fusion Tabellen nicht näher ergründet. Falls einer mehr zu dem Thema weiß, kann er sich ja mal melden.

Upload nach Google Tabellen

Ebenfalls nur über die Funktion An Google senden verfügbar aber meiner Meinung nach interessanter als die Fusion-Tabelle, ist die Möglichkeit, die Statistikdaten des Tracks in einer Google Tabelle zu speichern.

Hierzu einfach im Dialogfeld von An Google senden bei der Option Google Tabellen ein Häkchen setzen. Wie gehabt wird der Upload-Prozess und die erfolgreiche Speicherung mit Hinweismeldungen angezeigt:

Screenshot_2013-04-27-14-28-50Screenshot_2013-04-27-14-29-01

Die Statistikdaten (Name des Tracks, Datum, Zeitangaben, Länge, etc.) werden in einer Google Tabelle auf der Root des Google Drives gespeichert. Die Tabelle erhält den Namen Meine Tracks gefolgt von der Art der Aktivität, die beim Track hinterlegt ist (bei mir z.B. Wanderung, also Meine Tracks-Wanderung). Spätere Uploads der gleichen Aktivität werden in der Tabelle als neue Zeile eingefügt.

Sieht dann wie folgt aus:

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Soviel zu dem kleinen Ausflug in die Tiefen der Menüs von Meine Tracks (aka MyTracks).

Hier noch einmal eine grafische Übersicht über alle beschriebenen Funktionen:

MeineTracksÜbersicht

Vielleicht gibt es demnächst noch einen zweiten Teil – mal schauen.

Rückblick

Folgende Artikel sind bisher zum Thema ’MyTracks’ / ‘Meine Tracks’ im Blog veröffentlicht worden:

Abschließend hier noch der obligatorische Link auf den Google Play Store.


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