CeBIT 2013: Allgemeines Fazit + NPB

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Wie schon in den vergangenen Jahren stand auch in 2013 der Besuch der CeBIT ganz oben auf meiner To-Do-Liste. Allen Unkenrufen zum Trotz ist sie weiterhin die IT-Messe weltweit. Wenn auch in diesem Jahr wieder ein bisschen kleiner als zuvor.

P1010690Auch wenn die offiziellen Besucherzahlen noch nicht feststehen: Bereits beim Besuch und dem Gang durch die Hallen konnte man “fühlen”, dass es etwas ruhiger als im Vorjahr zuging. Nicht, dass man alleine unterwegs war Smiley. Aber drängeln und schieben in den Gängen, Vorträge, in denen man hinter einer großen Menschenmasse steht und nichts mitbekommt – all das gab es wohl, aber wirklich nur an einzelnen “Hotspots” und selten. Nicht, dass ich das vermissen würde. Im Gegenteil: Eine etwas leere CeBIT ist – aus Sicht des Besuchers – angenehmer und vor allem entspannter. Natürlich werden die Aussteller hier gänzlich anderer Meinung sein. Die endgültigen Besucherzahlen stehen derzeit noch nicht fest. Aber sie werden sich wohl bei ca. 285.000 einpendeln. Dies würde – im Vergleich zu 2012 – einen Rückgang von  27.000 bedeuten.

Im ersten Statement der Messe ist man von diesem Rückgang von 9 % natürlich nicht begeistert, sieht aber auch eine “inhaltliche” Verbesserung. Der neue Fokus auf Start-Up-Unternehmen hat zu einer Verjüngung geführt und kurbelt auch die Geschäftsabschlüsse auf der CeBIT an – ein Feld, dass in der Vergangenheit etwas nachgelassen hatte, da die Messe lediglich als Show- und Informationsplattform diente.

Ein sehr interessantes Gespräch konnte ich am Gemeinschaftsstand des Bundesinnenministeriums (Halle 7, Stand B50, Link) führen. Einer der Schwerpunkte dort war das Thema Effiziente Prozesse, und hier hatte es mir die Nationale Prozessbibliothek (NPB) angetan. In dem sehr informativen Gespräch konnte ich mir einen Überblick über das Portal und dessen Zweck verschaffen.

Aktuell nutzen ca. 150 öffentliche Verwaltungen aus Bund, Ländern und Kommunen mit ungefähr 250 Usern die Möglichkeit, eigene Prozesse in der NPB zu veröffentlichen. Damit wurde ein bundesweites Forum geschaffen, in dem sich Mitarbeiter der Verwaltung informieren können, wie beispielsweise ein bestimmter Prozess in einer anderen Einrichtung gehandhabt wird.

Noch steht die NPB am Anfang und wird ständig um weitere Funktionen – auch um solche im Social Media – ergänzt und optimiert. So sollen die Nutzer angeregt werden, untereinander zu kommunizieren und so beispielsweise in Reviews von Prozessen diese zu verbessern.

Wer sich auch einmal einen Überblick über die Nationale Prozessbibliothek verschaffen will: Hier ist der Link auf die Website.