Studie zum Einsatz von Agilen Methoden

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Wer bereits Erfahrungen mit den “klassischen” Methoden zur Durchführung von Projekten gewonnen hat, wird festgestellt haben, dass vieles von dem, was man in der Praxis geplant, abgestimmt oder vorgesehen hat, bei der Umsetzung dann doch ganz anders gekommen ist. Und je größer, umfassender und komplexer das Projekt, desto mehr Störeinflüsse gibt es, die dann die schöne Planung zunichte machen.

An dieser Stelle setzen die sogenannten agilen Methoden an: Sie ersetzen die die langfristige Planung und die Festlegung von Zielen (Meilensteinen) durch kurze, überschaubare Zyklen, in denen jeweils bestimmte Aufgaben erledigt werden und die mit einer neuen, auslieferungsfähigen Version abschließen. Hierbei werden die Ziele und die daraus resultierenden Aufgaben vom Team selbst gemeinsam mit den Product-Owner festgelegt. Eine – insbesondere in der Softwareentwicklung – häufig zum Einsatz kommende Technik ist Scrum.

Agil_Übersicht

Die Hochschule Koblenz hat sich vor kurzem von der praktischen Seite dem Thema genähert und eine Umfrage gestartet, mit dem Ziel, die Verbreitung und die Nutzung von agilen Methoden in der Wirtschaft zu ermitteln (Link).

Die Ergebnisse dieser Studie liegen nun vor und eine Zusammenfassung kann über den o.a. Link abgerufen werden. Gleichzeitig kann über die Website eine vollständige PDF-Ausgabe der Studie angefordert werden.

Hier einige der Studienergebnisse in Kurzform:

  • Scrum wird in der Praxis selten in “Reinform” angewendet sondern kommt viel mehr in Kombination mit klassischen Projektmethoden zum Einsatz.
  • Agile Methoden sind kein Thema, dass allein die Softwareentwicklung betrifft. 25 % der Antworten kamen von Firmen aus anderen Bereichen.
  • Die Verbreitung von agilen Methoden hat seit 2008 stark zugenommen.

Insbesondere die Erkenntnis, dass agile und klassische Methoden häufig in Kombination vorkommen, zeigt, dass die Anwender offensichtlich versuchen, die Vorteile beider Vorgehensweisen zu kombinieren.