Rheinsteig Linz am Rhein–Bad Hönningen

Die dritte Tour auf dem Rheinsteig hat mich diesmal zu den Orten Linz am Rhein und Bad Hönningen geführt. Die Etappe 18 – in Nord-Süd-Richtung – des Rheinsteigs ist mit ausgewiesenen 13,8 km eine mit dem Schwierigkeitsgrad “Mittel” ausgewiesene Wanderung: Das Rheintal wartet an dieser Stelle mit nicht gar so steilen Hängen auf, der Weg bietet aber dafür gleich einige Steigungen, da man immer wieder hinunter ins Tal geleitet wird und den mehr oder weniger großen Orte zwischen Linz und Bad Hönningen kennenlernt – um dann wieder die Rheinhöhen zu ersteigen. Hier mein Bericht über die Wandertour …

Allgemeines zur Tour

Vorweg: Die Beschreibung der Tour im Portal von Outdooractive (siehe Link am Ende des Artikels) beschreibt den Weg nur in der Süd-Nord-Variante. Da Bad Hönningen als Ausgangspunkt für mich näher war, hab ich aber dort geparkt, bin mit dem Zug nach Linz am Rhein und den den Weg daher in Nord-Süd-Richtung gelaufen (mag ja für den einen oder anderen auch interessant sein).

Da es sich um eine Streckenwanderung handelt, stellt sich auch hier die Frage der Anreise. Ich bin, wie gesagt, mit dem Auto nach Bad Hönningen angereist und habe zum Glück direkt am Bahnhof einen Parkplatz ergattern können (kostenfrei, zeitlich unbegrenzt). Die Anzahl der Stellplätze ist allerdings begrenzt: Im Bereich der Hauptstraße (K15) sind aber ebenfalls Parkmöglichkeiten vorhanden und der Weg von dort zum Bahnhof ist nicht weit.

Die Bahnverbindung von Hönningen nach Linz sind sehr gut (werktags drei Züge in der Stunde) und das Ticket kostet 2,65 € (Stand: Juni 2012; scheint ein Einheitspreis zu sein Smiley). Die Fahrt selbst dauert nur wenige Minuten.

Etappe Linz am Rhein nach Bad Hönningen

In Linz angekommen hat man in der Vorhalle eine Übersichtskarte, in der auch die Zuwegung zum Rheinsteig eingezeichnet ist. Kaum aus dem Bahnhof raus ist man quasi schon auf dem Weg. Dieser führt – durch eine Unterführung – zu einem Stadttor von Linz am Rhein und dann durch die Fußgängerzone der Altstadt zum Marktplatz. Hier trifft man dann auch schon auf die Ausschilderung des Rheinsteigs.

Von hier an geht es – an einer Kirche und einem Kreuzweg entlang – zunächst einmal stramm bergauf. Man lässt die letzten Häuser hinter sich und erklimmt in Serpentinen die Rheinhöhe. Kurz vor dem höchsten Punkt passiert man die Donatus-Kapelle und erreicht dann einen Aussichtspunkt, der es in sich hat: An einem Kreuz mit Sitzgelegenheiten bietet sich ein weiter Blick hinein ins Rheintal und zum gegenüberliegenden Remagen mit der dortigen Rheinschleife.

Vom Kaiserberg geht es jetzt zunächst fort vom Rhein, hinunter in das Seitental des Alswiesbach, um dann – durch Wälder und vorbei an tief ausgeschnittenen Bachläufen – nach Dattenberg zu kommen. Hier wendet sich der Weg wieder in Richtung Rhein und bietet immer wieder schöne Panoramen auf das Rheintal, dass an dieser Stelle – fast schon untypisch – sehr weit und ausladend ist:

P1000405-MontageA

Auf dem Höhenzug bleibend führt der Weg einige Zeit direkt oberhalb des Rheins entlang, um dann kurz vor dem nächsten Ort – Leubsdorf – wieder ins Landesinnere zu wechseln. Vorbei an der Kirche von Leubsdorf geht es hinab in den Ort, den man aber bald wieder über eine längere Steigung hinter sich lässt. Über offene Flächen geht es nun zunächst außerhalb der Sichtweite des Rheins auf der Höhe weiter, bis man Kurs auf den  nächsten Ort der Tour nimmt: Ariendorf. Hier bietet sich vom Aussichtspunkt Helle Au, bei dem auch ein altes Kirchspitzenkreuz aufgestellt ist, ein Blick über den Ort ins Rheintal hinein.

Es geht – wieder einmal – hinunter in den Ort, und dann wieder – vorbei an dem Denkmal für die in den Weltkriegen gefallenen – wieder hinauf zum letzten Anstieg vor Bad Hönningen. Von hier bietet sich dann noch einmal ein schöner Panoramablick auf die Stadt Bad Hönningen und Schloss Arienfels (das zur zeit offenbar aufwendig renoviert wird):

P1000405-MontageB

Der Weg führt jetzt durch Weinhänge und schlängelt sich Richtung Ort. Als weitere Sehenswürdigkeit folgt die Fatima-Kapelle.

Hier muss ich gestehen, dass ich ein wenig “geschludert” habe, denn an dieser Stelle bin ich nicht den ausgewiesenen Weg der Etappe gefolgt sondern – habe den Rest des Weges bis zum eigentlichen Zielpunkt “ausfallen” gelassen. Das hatte allerdings einen einfachen Grund: Unterhalb der Kapelle ist ein Fußgängerunterführung und der Bahnhof mit meinem dort geparkten Auto war nicht weit Smiley.

Fotos der Wanderung

Nachfolgend einige Fotos der Wanderung. Da diese Fotos von mir bei Windows® Live© SkyDrive veröffentlicht werden, entweder auf den Link DIASHOW ANZEIGEN oder die Überschrift klicken (die direkte Anzeige von Einzelbildern ist bei Verwendung von SkyDrive – leider – nicht möglich).

MyTracks-Aufzeichnung

Als ausgewiesener Fan der Google Android App MyTracks (Link) versuche ich, wo immer möglich, den Verlauf der Wanderung aufzuzeichnen und hier in Form einer Google® Maps-Karte und einer kleinen Statistik darzustellen. So kann man sich schon im Voraus über den Streckenverlauf informieren und ggf. eigene Planungen darauf abstimmen.

Gesamtstrecke 15,60 km
Gesamtzeit 3:04:45
Zeit in Bewegung 2:45:59
Durchschnittliche Geschwindigkeit 5,07 km/h
Durchschnittliche Geschwindigkeit in Bewegung 5,64 km/h
Maximale Geschwindigkeit 10,58 km/h
Durchschnittliches Tempo 11,84 min/km
Durchschnittliches Tempo in Bewegung 10,64 min/km
Minimales Tempo 5,67 min/km
Maximale Höhe 237 m
Minimale Höhe 89 m
Höhenunterschied 754 m
Aufgezeichnet 01.06.2012 11:29

Weiterführende Links

Wie immer gibt es auch zu dieser Strecke sehr viele Hinweise und weiterführende Hilfestellungen im Internet. Die für mich und meine Planung wichtigsten habe ich nachfolgend aufgeführt:

  • Die Website Romantischer Rhein, die auch einen Tourenplaner beinhaltet (Link)
  • Oder man steigt sofort in den Tourenplaner ein, der auf der Seite Romantischer Rhein enthalten ist, jedoch als Service von Outdooraktive bereitgestellt wird (meiner Meinung nach eines des besten Wanderportale für Deutschland im Web) (Link).
  • Die Deutsche Bahn – wichtig für die Planung des Transfers (Link). Die Verbindung mit Regionalbahn bzw. Regionalexpress ist aber sehr gut (Werktags beispielsweise drei Züge in der Stunde)

3 Kommentare Gib deinen ab

  1. pwinninger sagt:

    Hallo Jutta. Sorry – hat ein bisschen gedauert (war im Urlaub). Ja, die Doppik hat ein bisschen hinten angestanden. Mal schauen, ob ich demnächst mal wieder mehr Artikel aus dem Themenbereich bringen werde. Irgendwas ist ja immer in Bewegung.

  2. Birgitta sagt:

    Hey,
    bin über ein Doppik-Thema auf diese Seite gestoßen und ergötze mich regelmäßig an den Wandervorschlägen. Zwei Etappen vom Rheinsteig (Unkel bis Bad Hönningen) habe ich ebenfalls bereits genossen und bin zwischen meinen spärlichen Hochgebirgsurlauben immer auf der Suche nach abwechslungsreichen Touren im südlichen Rheinland. Hier werde ich fündig!!!

  3. JoergTh sagt:

    Ein schöner Bericht! Wir sind die Tour vor kurzem auch gelaufen, allerdings von Unkel bis nach Bad Hönningen, das waren 23 km! Ist echt klasse!

    Viele Grüße aus Hessen! Jörg

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