NAV: Wenn das Kontenschema voll ist …

Ist Ihnen das auch schon mal passiert? Man hat ein Kontenschema erstellt, erweitert, ergänzt, umgestellt – und irgendwann erhält man von Dynamics NAV die Fehlermeldung “Die Eigenschaft Autosplitkey kann keinen Schlüssel zwischen dem aktuellen und dem vorherigen Datensatz finden.”

Was nun? Alles von vorn? Alles neu machen? Was ist überhaupt passiert?

Standardmäßig erhält jede Zeile im Kontenschema eine Nummer zugewiesen (häufig ist die betreffende Spalte ‘Zeilennummer” nicht einmal eingeblendet). Neue Nummern werden in 1000-er (manchmal auch in 10.000-er) Schritten vergeben. Wird nun zwischen zwei bestehenden eine neue Zeile angelegt, “teilt” das System den Bereich auf und vergibt – um ein Beispiel zu nennen – zwischen der Zeile 1.000 und 2.000 die 1.500. Und so weiter …

2012-03-13 20h10_20Irgendwann kann Dynamics NAV den Zeilenbereich nicht weiter Teilen und wirft dann die schon erwähnte Fehlermeldung aus.

Aber zum Glück ist das (vielleicht in langer und aufwendiger Detailarbeit entstandene) Kontenschema nicht verloren. Verfahren Sie einfach wie folgt:

  1. Markieren Sie im betroffenen Kontenschema alle Zeilen und kopieren Sie diese in die Zwischenablage.
  2. Legen Sie ein neues Kontenschema an.
  3. Wichtig: Das Kontenschema darf keine Datensätze (auch keine Leerzeile!!!) enthalten.
  4. Fügen Sie nun die kopierten Kontenschemazeilen aus der Zwischenablage ein.

Fertig. Ein Blick in die Spalte “Zeilennummer” verrät die Lösung: Werden Zeilen aus der Zwischenablage in ein leeres Kontenschema kopiert, werden die Zeilennummern automatisch im festgelegten Abstand (1.000/10.000) neu vergeben.

Jetzt ist wieder genug Platz für die Autosplitfunktion, damit Sie Ihr Kontenschema weiter verfeinern können.

Advertisements

2 Kommentare

  1. Uwe Vogts sagt:

    Hallo Herr Winninger,

    was passiert bei Ihrer vorgenannten Lösungen mit den Summenzeilen?
    Hier wurden ja die Zeilennnummern für kleine Bereiche bis alles für eine Summierung genutzt

    Mit freundlichem Gruß
    Uwe Vogts

    Gefällt mir

  2. Der Kopiervorgang selbst hat keinen Einfluss auf die Summenzeilen, da diese sich auf die Rubrikennummern beziehen: Bestehende Summierungen würden also auch nach dem Kopieren funktionieren.
    D.h. allerdings auch im Umkehrschluss, dass die Vorgehensweise nicht weiterhilft, wenn die Rubrikennummern „volllaufen“.
    Ein solches Problem ist allerdings einfacher in den Griff zu bekommen: Man müsste notfalls eine Stelle bei der Rubrikennummer anhängen (oder eine Buchstaben davor setzen). Das geht problemlos, da die Rubrikennummer kein Schlüsselbestandteil ist. Allerdings ist dann auch eine Anpassung der Summierung erforderlich.

    Gefällt mir

Kommentare sind geschlossen.