Demografie & Seniorenpolitik: Förderung in Schleswig-Holstein

Wer sich näher mit dem Themenbereich Demografie & Kommunen beschäftigt, erkennt schnell, dass sich daraus in der Regel ein weiterer Handlungsschwerpunkt ergibt: Die Seniorenpolitik der Kommune. Der vorliegende Beitrag soll dieses Thema näher beleuchten …

Auf das Thema Demografie bin ich bereits vor kurzem in zwei Artikeln eingegangen: Einmal mit dem Schwerpunkt auf die hessische Gemeindehaushaltsverordnung (GemHVO), die die Kommunen verpflichtet, im Rahmen der Haushaltsplanung zumindest eine Stellungnahme zur Bevölkerungsentwicklung abzugeben (Artikel vom 29.02.2012). Der zweite Artikel ging dann auf eine Android App der Bertelsmann Stiftung ein, über die man sich Informationen zur Demografie für die eigene Kommunen abrufen kann (“wegweiser demographie” – Artikel vom 05.03.2012).

Und gerade die Bertelsmann Stiftung hat im Bereich der Kommunen noch einiges mehr zu bieten. Im Newsletter März 2012 wird beispielsweise in einem Artikel auf ein neues Förderangebot in Schleswig-Holstein hingewiesen, das thematisch in die vorliegende Reihe passt und das Thema “Demografie” meiner Meinung nach sinnvoll ergänzt: Die Rede ist von zukunftsorientierter Seniorenpolitik.

Es handelt sich hierbei um eine Kooperation des Ministerium für Arbeit, Soziales und Gesundheit Schleswig-Holstein und der Bertelsmann Stiftung, die gemeinsam eine Workshopreihe anbieten, die es in gleicher Form bereits in Bayern gibt. Die Durchführung erfolgt in der Kommune vor Ort und bindet sowohl die politische Führung als auch die Verwaltung ein. Auch ist sichergestellt, dass auf örtliche Gegebenheiten eingegangen wird. Optional können auch Dritte, die sich im kommunalpolitischen Bereich und/oder der Seniorenpolitik bewegen, mit hinzugezogen werden.

Die Veranstaltungen verfolgen hierbei ein klar abgestecktes Ziel:

  • Vermittlung strategischer / konzeptioneller Fähigkeiten
  • Erarbeitung eines (ersten) Maßnahmenplans

Und das beste ist: Die Maßnahmen werden durch das Land Schleswig-Holstein gefördert.

Eigentlich eine prima Sache und man kann nur hoffen, dass die interessierten Kommunen schnell reagieren: Der Fördertopf ist ‘übersichtlich’ – jährlich sollen ca. 10 Kommunen in den Genuss der Mittel kommen (bei einer Gesamtlaufzeit des Projekts von 2011 bis 2014 sind das mal gerade 40 Kommunen!).

Da es sich hier um ein Thema handelt, dass jede Kommune betrifft, sollten die Städte, Gemeinden & Kreise möglichst rasch reagieren und sich um die Fördermittel bewerben. Weitere Infos erhält man auf der Seite der Bertelsmann Stiftung (Link).

Alternativ sind auch folgende Direkt-Links zu Informationsschreiben verfügbar:

  • Merkblatt “Kurzinformation zu den Workshops für eine zukunftsorientierte Seniorenpolitik” (Link).
  • Informationsschreiben des Ministeriums für Arbeit, Soziales und Gesundheit (Link).
  • Anmeldeformular (Link).
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