Mullerthal Trail: Route 2 Echternach Müllerthal (Teil 5 von 5)

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Am dritten Tag haben wir dann von der Route 2 die Etappe Echternach – Müllerthal in Angriff genommen. Hier die nüchternen Eckdaten: Gesamtlänge 20,8 km, angegebene Laufzeit 6 Stunden und das ganze ist als “schwer” eingestuft. Und meiner Meinung nach ist es die Königsetappe, da man hier die schönsten Felsformationen und den Wasserfall erwandert.

Nach dem Aufstieg aus Echternach entspricht der Weg zunächst vom Landschaftsbild der Etappe am Vortag. Vielleicht ein bisschen intensiver. Eine Zeitlang läuft die Strecke auch parallel zur Extratour C (einem von drei Rundwanderwegen). Aber dann kommen die Highlights Schlag auf Schlag: Die Kohlscheuer, bizarre Felsformationen. Hier muss man den Wanderweg kurz verlassen und begibt sich hinein in eine abenteuerliche Felslandschaft. Steile Aufstiege über Treppen im Fels, Bäume, die in den Felsen wachsen, enge Felsspalten und noch engere Felspassagen – dunkel, eng und ohne Taschenlampe kaum zu passieren. Einfach genial. Die Kohlscheuer kann man – wenn man es möchte – auch umwandern (der Wanderweg führt außen vorbei). Aber wer keine Platzangst hat sollte diesen Abstecher in jedem Fall machen: Er ist wirklich sehenswert.

Man steht noch vollkommen unter den Eindrücken des eben erlebten, da kommt schon die nächste Passage: Déwepetz. Wieder ein Höhlendurchgang – etwas weniger Kletterei, aber nicht weniger schön. Direkt im Anschluss der Rittergang. Diesmal schon etwas breiter und mit mehr Licht.
Tipp: Déwepetz und Rittergang können nicht umgangen werden – die muss man durchwandern. Darum sollte man in jeden Fall an eine Taschenlampe denken. Die kann man auf diesem Weg wirklich gebrauchen.

Kurz vor Müllerthal dann das letzte Highlight: Der Schiessentümpel.

Hier ein paar Bilder von Eindrücken der Tour:

Man muss sagen, dass diese 2. Tour ganz schön geschlaucht hat (besonders, wenn man die 20 km vom Vortag noch in den Knochen hat Smiley). Und wir auch mehr als die angegebenen sechs Stunden gebraucht haben (nämlich etwas mehr als 8 Stunden). Nichts destotrotz hat sich die Wanderung gelohnt: Die Landschaft ist wirklich mystisch. Besonders die Passagen durch die Felsspalten – einfach top! Auch der Schiessentümpel macht seinem Status als “Wahrzeichen” der ganzen Region alle Ehre. Zwar ist er nicht so groß oder tief. Aber zusammen mit der Steinbrücke, die den kleinen Wasserfall überspannt, ein beliebtes – und schönes! – Fotomotiv.

Kleines Manko: Wenn man am Zielort Müllerthal angekommen ist, muss man ja wieder zurück zum Ausgangspunkt Echternach. Ideal ist hierfür die Buslinie 416, die mit nur wenigen Zwischenstopps direkt nach Echternach fährt (Fahrzeit ca. 25 min). Leider fährt dieser Bus nur drei mal am Tag (aktuell – September 2011 – sind das 07:21, 13:28 und 19:04 Uhr). Verpasst man den, muss man auf die Linie 108 ausweichen (dann allerdings mit Umsteigen und längerer Fahrzeit).  Es lohnt sich daher auch hier, vorher einen Blick auf die Busverbindungen zu werfen. Die Website der CFL – Chemins de Fer Luxembourgeois – ist dafür ein guter Ausgangspunkt (Link).

Fazit: Die Region Mullerthal ist eine (Wander-) Reise wert. Die Landschaft hat einiges zu bieten, Echternach ist eine schöne Stadt und die Wanderrouten sind einfach super. Interessant war, dass wir auf den beiden Touren kaum andere Wanderer getroffen haben (überlaufen sind die Wege also in keinem Fall).

Nachfolgend noch ein buntes Potpourri von Links auf andere Blogs, die sich ebenfalls mit dem Thema “Mullerthal Trail” beschäftigt haben:

Go to Rio 29.06.2011 Link
Heike Skampers blog 07.07.2011 Link
Polleke Piks Blog 04.04.2011 Link
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