Städtetrip Köln: Tag des offenen Denkmals (Teil 4 von 4)

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Als “glückliche Fügung” haben wir gleich noch ein Event mitnehmen können: Den Tag des offenen Denkmals. Okay, das ist eine  bundesweite Aktion, aber Hand auf´s Herz – in Köln hat man da ja wohl eine größere Auswahl als bei uns daheim.

Leider war das Wetter am Sonntag nicht so toll, aber immerhin haben wir drei Denkmäler geschafft. Wie – nur drei …? Ja, weil 1. das Wetter ziemlich durchwachsen war und 2. die Führungen teilweise 1 bis 1,5 Stunden dauerten.

Erste Station war der Gir Keller.DSC01312DSC01315

Da ist man vermutlich schon 1000 mal dran vorbei gelaufen, aber da der Keller nur noch zu geschlossenen Veranstaltungen genutzt wird, ist das auch kein Wunder.

Sah ganz interessant aus: Der Besitzer hat uns auch ein paar Hintergrundinfos zum Keller und seiner Geschichte gegeben. Kurzer Abriss: Erbaut zwischen 1195 und 1280 (so genau kann das keiner mehr sagen). Namentlich erwähnt wird “Gir” auf einem eigenen Siegel im Jahre 1230. In Verbindung mit dem Haus selbst tritt der Name Gir erst um 1650 auf (aus dieser Zeit stammen auch die beiden Basaltsäulen in der Mitte des Kellers). In dem Gebäude untergebrachte war damals das Bürgermeisteramt. Der Keller selbst wurde an Mönche vermietet. Wie lange die Mönche die Räume nutzten, ist unklar. In den letzten hundert Jahren wurde das Gebäude als Wohnhaus genutzt. Während die Wohngebäude im 2. Weltkrieg zerstört wurden, blieb der Keller erhalten.

Zweiter Stopp war dann direkt in der Nähe – im Haxenhaus. Da muss ich zugegeben, dass ich da eigentlich gar nicht hin wollte (was soll schon groß an einem Restaurant / Kneipe gezeigt werden?). Aber im Nachhinein war das DIE Topführung schlechthin:

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Die Führung dauerte etwas länger als eine Stunde und war saumäßig interessant und lustig, was vor allem an der Vortragenden, Frau Dr. Barbara Rinn, gelegen hat. Das Haus in der Frankenwerft ist eines der wenigen Häuser, die auch im inneren noch weitestgehend original erhalten geblieben sind.

Leider war die Zeit dann schon ziemlich fortgeschritten und wir mussten uns für ein Abschlussdenkmal entscheiden. Die Wahl fiel hierbei auf das Oberlandesgericht.

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Klingt trocken, aber natürlich nicht in Köln! Großes Lob auch hier an Herrn Wolfgang Meyer, der kurzweilig durch die 1,5 Stunden “moderierte”. Das Justizgebäude liegt am Reichenspergerplatz (gleichnamige U-Bahn-Station). Das schlossartige Gebäude beeindruckt schon von außen durch seine Fassade. Interessantes Detail: Die Justitia ohne Augenbinde. Die Führung durch den Sandsteinbau mit dem beeindruckenden Treppenhaus schloss auch die beiden Zellen des Oberlandesgerichts (Link) mit ein.

Hier der Link zur Veranstaltungsseite “Tag des offenen Denkmals” in Köln.

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