Schlechte Noten für die Doppik …?

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In einem Artikel vom 20. Juni titelt der Trierische Volksfreund “Hohe Kosten, kein Ertrag: Einführung der Doppik hat nichts gebracht” (Link).

Grundlage ist der Kommunalbericht des Landesrechnungshofes, der sich insbesondere mit der Schuldenlast der Kommunen beschäftigt, aber auch auf die Doppik eingeht: Hiernach hat die Einführung der doppelten Buchführung für die Kommunen in Rheinland-Pfalz nach nunmehr zwei Jahren keinen feststellbaren Nutzen gebracht. Allerdings wird das Urteil  – dass übrigens auch von fast der Hälfte der Behördenleiter / Kämmerer geteilt wird – im gleichen Artikel auch wieder relativiert. Ursache für das fehlen von messbaren Fortschritten ist, dass die neuen Steuerungsinstrumente nur ansatzweise durch die Verwaltungen genutzt werden. Es ist daher aus meiner Sicht nicht korrekt, von einer schlechten Note für die Doppik zu sprechen. Vielmehr haben viele Kommunen die Umsetzung als reinen Wechsel des Buchungsstils gesehen und nicht gleichzeitig die Herausforderungen an die Organisation und die Führung angenommen. Hier wird in der nächsten Zeit der Schwerpunkt liegen müssen, um die Potentiale, die die Doppik bietet, auch tatsächlich ausschöpfen zu können.

Interessante Nebeninfo: Die Einführung der Doppik in Rheinland-Pfalz wird vom Landesrechnungshof mit 140 Millionen Euro beziffert.

Hinweis: Infos zu der Umfrage, auf die sich der Landesrechnungshof stützt, findet man hier.

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