Traumpfad Vulkanpfad – Home, sweet home

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?

Und recht hat er, der olle Goethe! Da haben wir einen Traumpfad direkt vor der Haustüre, sind dort aber nur selten unterwegs. Das musste sich ändern! Und den letzten Anstoß hat dann die Tour von WandernBonn gegeben (► Link).

Also wurde am letzten Sonntag im Juli – trotz Nieselregel – der Rucksack gepackt, die Tür aufgemacht und losgewandert …

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Allgemeines zur Tour

Etwas ungewohnt ist es ja schon, wenn eine Wandertour dann beginnt, wenn man die Haustür hinter sich zuzieht. Aber eine der Zuwegungen für diesen ‘nur’ 6,6 km langen Traumpfad startet nun mal in Kottenheim. Überhaupt bietet der Start in Kottenheim Vorteile (nicht nur für mich als Einheimischen): Ein kleiner Abstecher von der Zuwegung führt nämlich zum Bahnhof und bindet den Weg – dank der Deutschen Bahn – recht komfortabel an den Öffentlichen Personennahverkehr an.

Die Zuwegung führt einen durch den Ort in Richtung Bahnhof, wo man durch eine Unterführung die Eisenbahnschienen kreuzt und schon bald die letzten Häuser von Kottenheim hinter sich lässt. Auch einem breiten Waldweg geht es jetzt durch Buchenwald, bis man an einer großen Kreuzung auf den eigentlichen Rundkurs trifft.

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Wir wenden uns nach rechts, folgen dem Weg also im Uhrzeigersinn, und das nächste Zwischenziel ist der Junker-Schilling-Platz. Und: Das sind nicht nur Steine sondern auf einem der Basaltblöcke ist der Junker Schilling und die Schenkung des Waldes an die Gemeinde Kottenheim verewigt.

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Weiter geht es durch den Wald, zunächst auf schmalen Pfaden, dann auf breiteren Wegen. Ziel ist der Hartborn, ein Sauerbronnen, dessen Wasser man zumindest einmal kosten sollte (auch wenn es meine Geschmacksrichtung nicht ist).

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Nun nehmen wir Kurs auf Ettringen. Normalerweise wäre jetzt der Segbach unser Begleiter, aber außer einem ausgetrockneten Bachbett war nichts zu sehen (ist halt Hochsommer).

Unterhalb der verlassen wir den Wald. Dies ist auch einer der Einstiegspunkte in den Traumpfad, ausgestattet mit einem Parkplatz, Flagge und einer Infotafel.

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Hier überquert man die K20 und es geht ein kleines Stück durch die Randbezirke des Ortes. Immer bergauf zum nächsten Zwischenziel: Einem Aussichtspunkt auf dem Ettringer Bellerberg. Von hier kann man (gutes Wetter vorausgesetzt) eine schöne Rundumsicht genießen: Vom Ort Ettringen über einen Blick ins Neuwieder Becken, den Kottenheimer Büden bis hin zur nahen Stadt Mayen.

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Kameraschwenk auf dem Ettringer Bellerberg

Im nachhinein haben die Bilder zwar etwa Herbstliches, aber das ist wohl dem Nieselregen geschuldet, der immer noch unser Begleiter war.

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Auf dem alten Vulkangrat geht es nun eine Zeitlang weiter. Der Pfad schlängelt sich durch die Hecken und Bäume, lässt aber auch immer wieder Lücken, durch die man den Blick in die Landschaft schweifen lassen kann. Bis man ganz vom Wald umgeben ist und der Weg den Wanderer – teilweise recht steil – nach unten leitet.

Kurz bevor man das Gebiet des Kottenheimer Büden erreicht, dann noch eine Neuerung: Ein alter Bunker, in dem zu den Glanzzeiten des Basaltabbaus Sprengstoff gelagert wurde.

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Und manchmal entdeckt man auch recht buntes Getier am Wegesrand.

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Im Wald geht es dann entlang eines Geolehrpfades, der über die Entstehung des hiesigen Vulkans informiert, zu den Siewe Stuwe.(‘Sieben Stuben’). Die haben jetzt zwar nicht direkt etwas mit Vulkanen zu tun (okay: Sie sind in Vulkanstein gehauen). Aber bei Kindern sind diese kleinen Minihöhlen DER Renner.

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Tipp: Es lohnt sich, eine Taschenlampe mitzunehmen.

Kurzer Schwenk über die Sieben Stuben auf dem Kottenheimer Büden

 

Nach den Sieben Stuben geht es noch eine Ebene höher hinauf. Hier hat man einen schönen Ausblick auf Kottenheim und die Umgebung. Und für eine Rast bieten sich hier die Traumpfad-Rastbänke an.

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Noch etwas weiter bergauf (keine Angst – dann ist man wirklich ganz oben) findet man eine Traumpfadliege mit Blick auf Ettringen und den unterhalb liegenden Steinbruch.

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Obacht: Hinweistafeln und Stacheldraht, die den Wanderer vom Rand trennen, sind nicht zum Spaß dort angebracht. Es geht dort ziemlich steil bergab!

Im Vergleich zu unserem letzten Besuch auf dem Vulkanpfad hat sich ab dem Aussichtspunkt die Wegeführung verändert. Statt weiter am Rand entlang (was ja auch nicht so spannend war) geht es jetzt wieder bergab. Nochmal vorbei an einer der Sieben Stuben und dann an einigen Felsformationen.

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Der Kottenheimer Büden bleibt zurück und man quert noch einmal die K20. Hier befindet sich wieder ein (wenn auch etwas kleinerer) Parkplatz, der für den Einstieg in die Wanderung genutzt werden kann. Und dann taucht man in das Grubenfeld Winfeld ein. Diesem Stück Landschaft hat der Mensch in der Vergangenheit einen Stempel in Form von Basaltbrüchen aufgedrückt, der bis heute sichtbar ist.

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Beliebt ist dieser Abschnitt übrigens nicht nur bei Wandern sondern auch bei Kletterern.

Der Weg führt durch eine zum Teil bizarre Landschaft, die von viel Grün und noch mehr Fels gestaltet wird.

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Fazit

: Ein schöner Wanderweg, der sich aufgrund seiner Kürze, dem eher harmlosen Höhenprofil und der guten Anbindung gerade für Familien mit Kindern eignet.

Meine Tracks-Aufzeichnung

Als ausgewiesener Fan der Google Android App Meine Tracks (Link) versuche ich, wo immer möglich, den Verlauf der Wanderung aufzuzeichnen und hier in Form einer Google® Maps-Karte darzustellen. So kann man sich schon im Voraus über den Streckenverlauf informieren und ggf. eigene Planungen darauf abstimmen.

Weiterführende Links

Wie immer gibt es auch zu dieser Strecke sehr viele Hinweise und weiterführende Hilfestellungen im Internet. Auch wenn ich diesmal aus verständlichen Gründen auf eine ‘Planung’ verzichten konnte, nachfolgend einige Links zu Webseiten, die nützliche Tipps für die Tourenplanung bieten:

  • Da das Motto des Artikels “Home, sweet home” lautet, muss natürlich an erster Stelle die Heimatseite der Traumpfade genannt werden: Traumpfad.info. Ein Besuch dort lohnt sich – auch für Wiederholungstäter – in jedem Fall, da hier u.a. auch Infos des Wegemanagements veröffentlicht werden. ►Link
  • Auch meine zweite Lieblingsseite – Outdooractive.com – darf bei diesem Traumpfad nicht fehlen. Sei es Karte, Höhenprofil oder 3-D-Kamerafahrt über die Strecke: Alles ist verfügbar. ► Link

Rückblick

Neben dem vorliegenden Artikel findet man zum Thema Traumpfad noch folgende Beiträge hier im Blog.

Über Peter Winninger

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