Rothaarsteig Circuli – Durchs wilde Aubachtal

DSC_0328Im Februar diesen Jahres waren wir bereits auf dem Rothaarsteig unterwegs. Diese Wintertour hatte ordentlich Appetit auf eine Wanderung im Frühling gemacht. Und weil uns das Hotel Snorrenburg auch so gut gefallen hat, war es kein Wunder, dass wir eines der ersten, wirklich schönen Wochenenden genutzt haben, um uns einmal im Grünen auf dem Rothaarsteig um zuschauen. Und dabei gleichzeitig einen der Rundwanderwege des Steigs zu erkunden …

Allgemeines zur Tour

Rundwanderwege …? Ja, die gibt es auch am Rothaarsteig, obwohl dieser ja eher als Fernwanderweg bekannt ist. Unverständlicherweise fristen die “kleinen Ableger” des Steigs, die hier Circuli heißen, aus meiner Sicht ein (unverdientes!) Schattendasein: Nur hier und da findet man Hinweise im Netz oder gar auf der offiziellen Seite des Rothaarsteigs.

Schade eigentlich.

Bisher bin ich bei meinen Recherchen auf folgende Circulis gestoßen:

  • Durchs wilde Aubachtal
  • Im Hochtal der Eder
  • Rundweg Dillenburg
  • Sohlbach-Ederbruch-Sohlbach

Da wir für den Tag der Anreise einen kurzen Weg haben wollten, entschieden wir uns für das “Wilde Aubachtal”.

Als Startpunkt für den ca. 10 km langen Rundkurs, der in der Gemarkung Breitscheid liegt, werden der Wanderparkplatz Wildweiberhäuschen oder der Flugplatz Breitscheid.angegeben. Da der Flugplatz gut ausgeschildert ist und ebenfalls über ausreichende Parkplätze verfügt, haben wir das Auto dort abgestellt und sind von hier – nach einer letzten  Stärkung im Restaurant des Flugplatz – gestartet.

Das Erkennungszeichen des Weges ist – wie beim “echten” Rothaarsteig – das nach links gekippte R, nur im Falle des Circuli in weiß auf schwarzem Grund. Insgesamt kann man bei dieser Tour alle drei möglichen Kennzeichnungen kennenlernen, da der Rundweg sowohl ein Stück mit dem Rothaarsteig verläuft (rot) und auch Zuwegungen (gelb) enthält.

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Bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel ging es los. Sattes grün, wohin das Auge auch schweift. Fast hat man das Gefühl, dass die Natur die durch den langen Winter verlorene Zeit mit einem Schlag aufholen möchte.

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Wir folgen der Zuwegung, stoßen schon nach kurzer Zeit auf den eigentlichen Rundkurs und wenden uns nach links, um die Tour im Uhrzeigersinn zu laufen. Schon nach einigen Metern stößt man auf die Ausschilderung des Rothaarsteigs: Fortan verlaufen beide Wege parallel. Wald- und Wiesenabschnitte wechseln sich ab: Mal genießt man den Blick auf die weiten Felder oder eine Auenlandschaft, mal die kühle Luft, die von den Blättern des Waldes gespendet wird.

DSC_0337Erstes Highlight der Tour ist ein ehemaliger Basaltsteinbruch. Auch wenn solche Steinbruch für mich als Eifler nicht unbedingt neu ist lohnt sich der Abstecher vom Weg allemal: Allein der höhlenartige Durchgang (den man leider nicht nutzen kann) macht neugierig. Und ich muss zugeben: Dieser Steinbruch war anders als die in meiner Heimat:

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Zurück auf dem Weg folgt man oberhalb des Aubachs der reinen Waldstrecke bis zu einer Wegegabelung mit Infotafel und einem Wassertretbecken. So was lädt natürlich zu einer kurzen Rast geradezu ein:

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Und nur ein paar wenige Schritte weiter der nächste Haltepunkt: Das sagenumwobene Wildweiberhäuschen – inkl. Sitzgelegenheit. Es lohnt sich, die Geschichte der “wilden Weiber” zu lesen, die auf der Infotafel zu finden ist.

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War der Weg bisher mehr oder weniger ein bergab oder geradeaus, geht es jetzt ein wenig bergan. Zunächst noch durch den Wald, dann am Waldrand entlang und zum Schluss über den Höhenzug zum nächsten Zwischenhalt: Der Jausestation an der Grillhütte Langenaubach. Hierbei handelt es sich um mehrere Hütten, von denen eine am Wochenende auch bewirtschaftet wird. Mein Rat: Hier Pause machen und den Blick auf das Tal und die Ortschaft Langenaubach genießen.

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Nachdem man sich am Ausblick sattgesehen hat, folgt man der Beschilderung weiter. Obacht: Jetzt gabelt sich der Weg wieder und wir verlassen den Rothaarsteig, um dem Circuli weiter zu folgen. Direkt nach der Gabelung an der Rothaarsteig-Schutzhütte wird man von einem sehr schön gestalteten Baumlehrpfad empfangen. Das Besondere: Hier findet man den “Baum-des-Jahres” der vergangen 20 Jahre.

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Unterbringung & Tipps

Wie schon bei unserer ersten Tour im Februar waren wir auch jetzt wieder im Hotel Snorrenburg (► Link). Und auch diesmal waren wir begeistert: Ich kann jedem nur die Wanderpauschalen und (vor allem!) die darin enthaltenen Abendessen empfehlen. Gerade nach nach einem langen Wandertag kann man in diesem Hotel wunderbar entspannen und wieder Kraft für die nächste Wanderung schöpfen. Eine kurze Beschreibung des Hotels sowie einige Fotos findet man in meiner Bewertung auf Google + (► Link).

Zum Schluss noch ein Tipp: In Breitscheid gibt es eine Tropfsteinhöhle (“Herbstlabyrinth”). Karten und Öffnungszeiten sowie Führungen sollte man jedoch im Vorfeld mit Gemeindeverwaltung Breitscheid abstimmen. Hatten wir nicht gemacht und standen vor verschlossener Türe. Smiley Hier der ► Link auf die Seite.

Fotos der Wanderung

Nachfolgend einige Fotos der Wanderung. Da diese Fotos von mir bei Microsoft® SkyDrive© veröffentlicht werden, entweder auf den Link DIASHOW ANZEIGEN oder die ÜBERSCHRIFT klicken (die direkte Anzeige von Einzelbildern ist bei Verwendung von SkyDrive – leider – nicht möglich).

MyTracks-Aufzeichnung

Als ausgewiesener Fan der Google Android App MyTracks (Link) versuche ich, wo immer möglich, den Verlauf der Wanderung aufzuzeichnen und hier in Form einer Google® Maps-Karte darzustellen. So kann man sich schon im Voraus über den Streckenverlauf informieren und ggf. eigene Planungen darauf abstimmen.

Weiterführende Links

Ausnahmsweise muss ich an dieser Stelle schreiben, dass es zu dieser Strecke sehr wenige Hinweise und weiterführende Hilfestellungen im Internet gibt Das ist Schade, es es sich wirklich um eine sehr schöne Tour handelt, die man auch ruhig mal an einem Sonntagnachmittag in Angriff nehmen kann. Nichts destotrotz hier zwei Fundstellen, die mir bei der Vorbereitung der Tour geholfen haben:

  • Die Seite Rothaarsteig-Hessen stellt zwei der Circuli-Routen vor (Aubachtal / Rundweg Dillenburg). Hier der ► Link auf die Seite, die eine Streckenbeschreibung sowie das Höhenprofil beinhaltet.
  • Auch wenn die offizielle Seite des Rothaarsteigs nur einen kurzen Verweis auf die Tour enthält, kann man diese doch z.B. für die Suche nach Gastgebern heranziehen. Daher hier auch nochmal der ► Link auf diese Seite.
    Und hier die (gut versteckte) Seite mit der Beschreibung des Aubachtal-Weges im Rothaarsteig-Portal ► Link.

Rückblick

Neben dem vorliegenden Artikel findet man zum Thema Rothaarsteig noch folgenden Beitrag hier im Blog.

Über Peter Winninger

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