Traumschleife Murscher Eselsche

DSC_0228Während es hinsichtlich Neueröffnungen bei den Traumpfaden ruhig geworden ist, hat man das Gefühl, das die Traumschleifen im Hunsrück wie Pilze aus dem Boden schießen. Und das bei einer vergleichbaren Qualität der Wege. Von daher wird immer wieder der kleine “Entdecker” im Wanderer angesprochen, doch diese oder jene neue Traumschleife zu erwandern.

So ist es mir zumindest gegangen: Nachdem ich schon relativ viel über einen der “Neuen” gelesen habe, wollte ich mir von der Traumschleife Murscher Eselsche selbst ein Bild machen …

Allgemeines zur Tour

Von der Traumschleife Murscher Eselsche gibt es bereits einige Berichte hier im Web: Gleich mehrfach bei den WanderReportern (► Link und Link), im Blog Fotografische Reisen und Wanderungen (►Link) – ja: Der Weg hat sogar eine eigene Facebook-Seite (► Link).  Bei soviel Social Media muss man sich den Protagonisten natürlich auch mal selber anschauen.

Die Anreise zum Startpunkt in Morshausen (für´s Navi: Jakob-Kneip-Str. 8, 56283 Morshausen) hatte für uns den Vorteil, dass wir über das Moseltal fahren konnten. Parkplätze sind vor der alten Schule ausreichend vorhanden. Und sollten diese mal ausgehen: Einfach der Straße folgen – diese führt zur Jakob-Kneip-Eiche und einem Wanderparkplatz.

Kurzer Blick auf die Karte, die am Startpunkt aufgestellt ist und schon kann es losgehen. Man hat die letzten Häuser von Morshausen noch nicht ganz hinter sich gelassen, da hat man auch schon den ersten von vielen Panoramablicken vor sich:

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Der Weg nimmt einen nun mit in den nahen Wald, um einen am anderen Ende wieder in eine Wiesenlandschaft zu entlassen. Dort wartet die erste offizielle Station: Die Wurzelbank mit drei geschnitzten Holzfiguren (Motive aus dem Bergbau) und einem weiteren, wunderschönen Blick bis weit auf die andere Seite der Mosel ins Maifeld.

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Über die Wiese geht es nun weiter, leicht bergab und dann nimmt die Traumschleife Kurs auf die Holzfigur Jupp, der Zechenarbeiter. Jupp hätte besser mit einem Schirm auf uns gewartet, denn kurz vor Erreichen des Waldrandes fing es an zu regnen (daher auch kein Foto von Jupp Zwinkerndes Smiley).

Man nähert sich jetzt dem Bergbau-Abschnitt des Weges, der Grube Theresia. Auf verschlungenen Wegen, immer am bewaldeten Hang entlang, geht es immer weiter Richtung Tal. Die Phase des Bergbaus (laut den Hinweistafeln 33 Jahre) sind auch jetzt noch sichtbar  – besonders natürlich am Stolleneingang. Und auch hier wieder ein schöner Blick in das Tal.

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Der Weg führt am nördlichen Waldrand vorbei, umrundet so die freie Weideflächen im Tal des Baybachs, um an einem Wanderparkplatz zu wenden und nun direkt am Flüsschen zurückzuführen. Vorbei am Hotel Forellenzucht (► Link) und einigen Fischteichen erreicht man das nächste Zwischenziel: Das Zechenhaus. Hier lebten und arbeiteten in der kurzen Bergbauphase die Bergleute.

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Weiter geht es durch das Tal des Baybachs, das hier immer wieder mit schönen Ausblicken punkten kann:

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Es folgt eine Mühle und eine Brücke über den Baybach, die extra für die Traumschleife gebaut wurde:

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Am Perdskimbel, kurz vor dem Beginn des Aufstiegs, quert man erneut über eine Brücke den Baybach und zwei Tische mit Bänken laden zur Rast in direkter Ufernähe ein.

War der Weg bisher noch leicht (entweder bergab oder eben) folgt nun der anstrengendere Teil. Auf Waldpfaden geht es Richtung Haacks Köppsche. Aber davor hat man endlich auch einmal den Namensgeber des Weges im Visier: Die Felsformation Eselsche. Leider kann man auch mit sehr viel Phantasie keine Eselsohren erkennen, was aber nicht weiter wundert: Es handelt sich um eine alte Bezeichnung und die Ohren wurden wohl nach dem Krieg bei “Sprengexperimenten von Jugendlichen”  soweit beschädigt, dass diese nun nicht mehr erkennbar sind.

Der Aufstieg geht weiter. Über einen immer steiler werdenden Felskamm, von dem man einen schönen Blick ins Tal hat, gewinnt man Meter um Meter an Höhe.

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Hat man das Niveau von Morshausen fast erreicht, macht der Weg einen Bogen in Richtung Westen und passiert auf einer weiten Schleife insgesamt drei Aussichtspunkte (Süd, West, Nord), die dem Wanderer einen schönen Fernblick bieten:

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Und dann ist es auch schon fast geschafft. Auf weitestgehend breiten Waldwegen steuert die Traumschleife nun den Ort Morshausen an. Vorbei an der Jakob-Kneip-Eiche geht es zum Startpunkt der Tour an der alten Schule.

Insgesamt ein sehr schöner Wanderweg, der die Anreise gerechtfertigt hat. Sehr gut fand ich auch die Hinweistafeln an den einzelnen Highlights des Weges, die auf die eine oder andere Besonderheit aufmerksam machen oder erklären (ein Service, den nicht jeder Premiumweg bietet).

Fotos der Wanderung

Nachfolgend einige Fotos der Wanderung. Da diese Fotos von mir bei Windows® Live© SkyDrive veröffentlicht werden, entweder auf den Link DIASHOW ANZEIGEN oder die Überschrift klicken (die direkte Anzeige von Einzelbildern ist bei Verwendung von SkyDrive – leider – nicht möglich).

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MyTracks-Aufzeichnung

Als ausgewiesener Fan der Google Android App Meine Tracks (Link) versuche ich, wo immer möglich, den Verlauf der Wanderung aufzuzeichnen und hier in Form einer Google® Maps-Karte und einer kleinen Statistik darzustellen. So kann man sich schon im Voraus über den Streckenverlauf informieren und ggf. eigene Planungen darauf abstimmen.

Gesamtstrecke 11,77 km
Gesamtzeit 3:29:09
Zeit in Bewegung 3:08:59
Durchschnittliche Geschwindigkeit 3,38 km/h
Durchschnittliche Geschwindigkeit in Bewegung 3,74 km/h
Maximale Geschwindigkeit 12,38 km/h
Durchschnittliches Tempo 17,77 min/km
Durchschnittliches Tempo in Bewegung 16,05 min/km
Maximale Höhe 403 m
Minimale Höhe 161 m
Höhenunterschied 318 m
Aufgezeichnet 09.05.2013

Weiterführende Links

Wie immer gibt es auch zu dieser Strecke sehr viele Hinweise und weiterführende Hilfestellungen im Internet. Die für mich und meine Planung wichtigsten habe ich nachfolgend aufgeführt:

  • Klarer Fall: Für den Einstieg lohnt sich in jedem Fall ein Blick auf das Portal des Saar-Hunsrück-Steigs (► Link).
  • Auch der Tourenplaner von outdooractiv darf bei den Link-Tipps natürlich nicht fehlen (► Link).
  • Und zum Schluss noch der Verweis auf die Seite des Deutschen Wanderinstituts e.V. (► Link).

Weitere Traumschleifen im Blog

Neben der Traumschleife Murscher Eselsche finden sich noch folgende Berichte von Traumschliefen hier im Blog:

  • Traumschleife Elfenlay (► Link)
  • Traumschleife Fünfseenblick (► Link)
  • Traumschleife Hasenkammer (► Link)
  • Traumschleife Burgstadt-Pfad (► Link)
  • Traumschleife Masdascher Burgherrnweg (► Link)
  • Traumschleife Baybachklamm (► Link)
  • Traumschleife Rheingold (►Link)

Über Peter Winninger

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