Rothaarsteig: Etappe Rodenbach-Dillenburg

P1010640Der Rothaarsteig stand schon lange auf unserer Wunschliste, ein Wanderweg, den wir unbedingt einmal ausprobieren wollten. Und so war auch das eigentliche Ziel unserer “Fastnachtsflucht” eine Etappe auf dem Rothaarsteig. Genauer: Die Teilstrecke von Rodenbach nach Dillenburg.

Ob sich die Anreise gelohnt hat, wie wir die Tour erlebt haben und ob wir die Strecke empfehlen können, wird in diesem Artikel beantwortet …

Allgemeines zur Tour

Warum gerade der Rothaarsteig eine solche Faszination ausübt, kann man nur schwer beschreiben. Der 154 km lange Premiumweg über den Gebirgskamm des Rothaargebirges kann sich natürlich mit anderen Wegen, wie dem Eifelsteig oder den Rheinsteig – die noch dazu direkt vor unserer Haustür liegen – messen. Und vieles haben Sie gemeinsam: Alle drei sind Streckenwanderungen, sie verlaufen durch Mittelgebirgslandschaften und alle wurden durch das Deutsche Wanderinstitut mit dem “Deutschen Wandersiegel Premiumweg” ausgezeichnet. Okay: Eifel- und Rheinsteig sind mit jeweils etwas mehr als 300 km doppelt so lang. Dafür ist der Rothaarsteig bereits im Jahr 2001 eröffnet worden und somit etwas länger im Geschäft als der Rheinsteig (2005) oder der Eifelsteig (2009).

Da wir einen Kompromiss zwischen möglichst kurzer Anfahrt und einer Etappe mit Bahnanbindung suchten, haben wir uns schließlich für die Strecke Rodenbach (Dillkr) – Dillenburg entschieden: Eine mit 13 km eher übersichtliche Tour, wenn auch durch die winterlichen Bedingungen etwas anstrengender als im Frühjahr oder Sommer.

Der Startpunkt am Bahnhof Rodenbach war nur knapp 13 km von unserem Hotel Snorrenburg (Link) in Burbach entfernt und einen Parkplatz findet man direkt am Bahnhofsgebäude. Von hier sind es nur wenige Meter bis zu einer Übersichtskarte und dem Einstieg in den Rothaarsteig.

Der Weg führt zunächst am Ortsrand vorbei, um dann die Dill zu queren und nach einem kurzen Stück durch den östlichen Ortsteil den Höhenzug zu erklimmen. Hier wartet bereits der Aussichtspunkt Westerwaldblick. Und eine Überraschung: Relaxliegen kannten wir ja schon von den Traumpfaden. Aber eine Hängematte aus Holz? Das ist neu – wenn auch leider total eingeschneit und im Winter somit wenig einladend.

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Vom Aussichtspunkt führt der Weg weiter durch die verschneite Winterlandschaft und nachdem man die Struth erklommen hat, geht es gemächlich auf mehr oder weniger flachen Abschnitten durch das abwechslungsreiche Waldgebiet.

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Hier haben wir auch zum ersten mal einen der Meilensteine des Rothaarsteigs passiert – den Kilometer 145.

Das nächste Zwischenziel ist nun die Ortschaft Manderbach. Hier wird der Wanderer ein weiteres mal überrascht: War die Hängematte schon neu ist die Relaxeliegen-Schaukel genial. Und Schnee hin oder her – die musste ich ausprobieren. Garniert mit einem tollen Blick auf den gegenüberliegenden Galgenberg.

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Am Ortsrand von Manderbach vorbei geht es über die freie Fläche und man quert die K49. Hier folgt dann eine kurze Steigung hinauf auf den Galgenberg, von dem aus man einen prima Sicht zurück und auf Manderbach hat.

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Am  Gipfel, wenn man davon überhaupt sprechen kann, haben wir dann auch unsere Pause eingelegt.

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Frisch gestärkt geht es von hier zunächst auf dem Rücken des Galgenbergs zum nächsten Zwischenziel: Dillenburg. Kurz streift man das Industriegebiet, aber nur, um die Bundesstraße B253 zu überqueren. Und dann geht es zunächst wieder bergauf: Der Weg folgt jetzt den Konturen des Ortes, der sich an einen Höhenzug schmiegt.

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Immer den Ort im Blick strebt der Rothaarsteig jetzt dem letzten Ziel entgegen, bevor es endgültig in die Stadtmitte geht: Den Bismarcktempel.

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Der Bismarcktempel ist ein Pavillon aus Gusseisen aus dem Jahre 1884, von dem aus man einen tollen Blick auf Dillenburg hat.

Von hier geht es dann zielstrebig hinunter ins Tal, vorbei an einem – wie könnte es anders sein – Bismarck-Denkmal und dann durch den Ort zum Endziel der Etappe – dem Bahnhof von Dillenburg.

Hier kann man dann sein Ticket für die Fahrt nach Rodenbach lösen (2,70 € – Stand: Februar 2013) – okay: Wenn der Automat nicht defekt ist. Aber auch im Zug, der leider nur alle zwei Stunden verkehrt, konnte man Fahrscheine lösen. Und die Tour endet dann nach 12 Minuten Fahrzeit dort, wo sie begann: Am Bahnhof in Rodenbach.

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Fazit

Eine absolut “runde” Tour, auch wenn es sich um eine Streckenwanderung handelt. Die Wegführung ist abwechslungsreich und bietet – auch im Winter – immer wieder schöne Ausblicke. Die Taktzeit von zwei Stunden der “Drei-Länder-Bahn” ist zwar nicht ideal, aber das kann man ja bei der Planung berücksichtigen. Von uns daher ein klares “Go!” für die Rothaarsteig-Etappe Rodenbach – Dillenburg.

Fotos der Wanderung

Nachfolgend einige Fotos der Wanderung. Da diese Fotos von mir bei Windows® Live© SkyDrive veröffentlicht werden, entweder auf den Link DIASHOW ANZEIGEN oder die Überschrift klicken (die direkte Anzeige von Einzelbildern ist bei Verwendung von SkyDrive – leider – nicht möglich).

MyTracks-Aufzeichnung

Als ausgewiesener Fan der Google Android App MyTracks (Link) versuche ich, wo immer möglich, den Verlauf der Wanderung aufzuzeichnen und hier in Form einer Google® Maps-Karte und einer kleinen Statistik darzustellen. So kann man sich schon im Voraus über den Streckenverlauf informieren und ggf. eigene Planungen darauf abstimmen.

Gesamtstrecke 18,05 km
Gesamtzeit 5:17:30
Zeit in Bewegung 4:34:00
Durchschnittliche Geschwindigkeit 3,41 km/h
Durchschnittliche Geschwindigkeit in Bewegung 3,95 km/h
Maximale Geschwindigkeit 11,26 km/h
Durchschnittliches Tempo 17,59 min/km
Durchschnittliches Tempo in Bewegung 15,18 min/km
Maximale Höhe 461 m
Minimale Höhe 249 m
Höhenunterschied 652 m
Aufgezeichnet 10.02.2013 10:44

Weiterführende Links

Wie immer gibt es auch zu dieser Strecke sehr viele Hinweise und weiterführende Hilfestellungen im Internet. Die für mich und meine Planung wichtigsten habe ich nachfolgend aufgeführt:

  • Website des Rothaarsteigs (Link)
  • Hotel Restaurant Snorrenburg (Link)
  • Website der Bahn für die Strecke Dillenburg – Rodenbach (Link)

Über Peter Winninger

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